http://www.ariva.de/forum/...ilungsfrage-472111?page=108#jump15113221Auftragseingänge mit sattem Monatsplus
Die konjunkturellen Perspektiven in den USA haben sich zuletzt aufgehellt. Dies drückt
sich auch in den Auftragseingängen langlebiger Gebrauchsgüter aus, die sich in den
vergangenen Monaten in einem Aufwärtsmodus befanden. Da die jüngsten Daten zu den
Flugzeugbestellungen recht günstig ausfielen, rechnen wir im Dezember erneut mit einem
kräftigen Monatsplus (Gesamtjahr 2012e: +3,6 % gg. Vj.). Ohne den Transportsektor
dürften die Auftragseingänge stagniert haben. Im weiteren Wochenverlauf steht der USArbeitsmarktbericht
für Januar im Fokus. Hier waren in der 2. Jahreshälfte 2012 im
Durchschnitt immerhin rund 160.000 neue Stellen pro Monat geschaffen worden. Dies
reicht aber nicht aus, um den Arbeitsmarkt nachhaltig zu räumen. So ist die Arbeitslosenquote
im Gesamtjahr 2012 zwar von 8,5 % auf 7,8 % gefallen, zugleich ging aber die
Partizipationsrate deutlich zurück, weil sich rund 900.000 Personen weniger arbeitsuchend
meldeten. Bereinigt man diesen Effekt, ergäbe sich eine Arbeitslosenquote von
etwa 8,4 %. Ermutigend wäre, wenn ein Teil der Resignierten wieder auf den Arbeitsmarkt
zurückkommt. Dies würde zwar einen weiteren zügigen Fall der Arbeitslosenquote
verhindern, gleichzeitig aber dokumentieren, dass sich die Wirtschaftslage verbessert hat
und die Chancen auf einen neuen Job gestiegen sind. Im Januar rechnen wir mit einer unveränderten
Arbeitslosenquote von 7,8 % und 149.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft
(Freitag). Der Beschäftigungsbericht wird einer Benchmark-Revision unterzogen
und Anpassungen bei der Erhebung erfahren. Dabei zeichnet sich eine Aufwärtskorrektur
bei der Zahl der Beschäftigten ab. Eine erste Schätzung des Bureau of Labour
Statistics vom September des vergangenen Jahres hatte für die Zeit bis März 2012 ein
höheres Beschäftigungsniveau in einer Größenordnung von 386.000 ausgewiesen.
HSBC/Trinkaus