"Analysten schätzen, dass mittlerweile rund die Hälfte der Hellasanleihen in Händen priv. Gläubigerliegt, die sich bereits einer früheren Umschuldungs-vereinbarung des weltbankenverbandes IIF nicht angeschlossen haben "
Quelle: Handelsblatt
Wenn dem so ist, müssten die Abweichler durch einen entsprechend höheren Verzicht der
Anderen kompensiert werden. irgendwo dürfte jedoch die Schmerzgrenze liegen. Jenseits der 70% hört es wahrscheinlich irgendwann auf.
Wenn Greichenland die Hedgies per Gesetz dazu zwingt, sich an der Umschuldung zu beteiligen, wäre es nicht mehr freiwillig sondern ein default!
(Ausserdem haben die Hedgies in diesem Fall mit Klagen gedroht, was die die Sache soweit verzögerte, dass es auch in diesem Fall zur ungeordneten insolvenz käme)
Die Unwilligen könnten auch durch eine Beteiligung der EZB kompensiert werden.
Diese käme dadurch allerdings an den Rand der technischen Zahlungsunfähigkeit und müsste von den 5 Kernländern rekapitalisiert werden. Dies bedeutete eine höhere Beteiligung der Deutschen Steuerzahler.
Alternativ könnte die EZB bei ihrer Beteiligung auch die Notenpresse anwerfen.
Irgendwie wird man uns wohl eine Lösung präsentieren, die darauf hinaus läuft, dass am Ende ein Schuldenschnitt in beabsichtigter Höhe herauskommt.
Ob sich das dann letztlich allerdings als Taschenspielertrick entpuppt, oder zu welchem Preis diese einigung erzielt wurde, das steht dann allerdings auf einem ganz anderem Blatt.
Besonders Delikat finde ich den Umstand, dass die Griechen ja selber einen großen Anteil an ihren Bonds halten.
Gesamt: 260 Mill
Davon : EZB: 55 Mill. Gr. Banken und Sozialvers.fonds: 80 Mill. Europ. Banken u. Ver. 55,
Staats- Pensions- und Hedgefonds 70 Mill.
Die europ. banken werden wohl mehr oder minder bei Fuß gehen, wurden sie doch 2008 selbst gerettet.
Das ganze steht und fällt also nicht nicht zuletzt auch mit der Bereitschaft der Griechen selber auf ihre eigenen Forderungen zu verzichten!
Da wäre ich wirklich mal neugierig, die Verhandlungsprotokolle zu lesen.
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