In den USA wird zwar nach dem gestrigen "Thanksgiving" wieder gehandelt, viele Börsianer dürften sich aber ein langes Wochenende genehmigen. Das lähmt den Handel auch hierzulande.
Der Dax dürfte mit leichten Kursverlusten in die Börsensitzung starten. Zumindest weist die vorbörsliche Indikation für das deutsche Börsenbarometer auf der Handelsplattform Finspreads auf einen Rückgang um 0,3 Prozent auf 6.861 Punkte.
Ohne die Vorgabe der Wall Street hätten bereits den asiatischen Börsen die Impulse gefehlt und das dürfte sich im europäischen Handel kaum ändern, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Der Handel in Asien war recht träge. Der japanische Leitindex Nikkei gab rund 0,4 Prozent ab und sank auf 10.040 Punkte, anfängliche Kursgewinne nutzen Anleger, um Kasse zu machen.
Angst in China
Ein wenig Abwärtsdruck kommt aus China. Der Shanghai Composite gibt ein Prozent nach. Investoren seien nervös, weil China häufig zum Wochenende neue politische Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation verkünde. Am vergangenen Freitag hatte die Zentralbank im Kampf gegen steigende Verbraucher- und Immobilienpreise die Mindesteinlagen für Geschäftsbanken erhöht. Nun kursieren Spekulationen um eine Zinserhöhung in China.
Aus Angst vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise dürften Anleger ohnehin vorsichtig bleiben. Neben dem Dax werden auch die Börsen in London und Paris schwächer erwartet. Zwar sieht der Schuldenreduzierungsplan Irlands gut aus, aber die politischen Spannungen hielten an und es gebe keine Garantie, dass die Öffentlichkeit das Programm mittrage, sagen Experten. Es könnte gut sein, dass Portugal den selben Weg gehen muss wie Irland und Griechenland.
Kursbewegende Konjunkturdaten sind aus Amerika nicht zu erwarten, in Deutschland werden die Verbraucherpreise für November und die Außenhandelspreise für Oktober veröffentlicht.
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Fazit: Wenig Bewegung heute, evtl. leichtes Minus auf EOD-Sicht