16.04.08 09:31
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Breitbandanbieter QSC will ungeachtet der laufenden Konsolidierung eigenständig bleiben. 'Wir stellen uns so auf, dass QSC als Mittelständler langfristig bestehen kann, und zwar selbständig', sagte Vorstandschef Bernd Schlobohm der 'Börsen-Zeitung' (Mittwochausgabe). Er könne sich allerdings vorstellen, dass neben Tele2 ein weiterer Anbieter bei der Netztochter Plusnet einsteigen könnte. 'Wenn es uns gelänge, einen dritten Partner hineinzunehmen, wäre dieses Unternehmen hier ad hoc profitabel.'
Der Aktienkurs von QSC war im vergangenen Jahr nach einer Gewinnwarnung massiv unter Druck geraten, was neue Übernahmefantasien geschürt hatte. Nach Informationen von dpa-AFX hatte Versatel , an der der Finanzinvestor Apax maßgeblich beteiligt ist, mit QSC über eine Übernahme gesprochen. Die Verhandlungen blieben allerdings folgenlos.
Die Führung um QSC-Chef Schlobohm bemüht sich seit der Gewinnwarnung, den Aktienkurs der Gesellschaft wieder nach oben zu treiben. 'Wir müssen jetzt zwei, drei Quartale hinlegen, die wieder Vertrauen in unsere Aktie bringen', sagte der Manager. Für das laufende Jahr rechnet er mit einem Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 50 bis 60 Millionen Euro. Diese Prognose sei 'sehr konservativ'.
Das Unternehmen ist vor allem auf Großkunden spezialisiert, bietet seine Dienste aber auch Firmen wie Freenet AG und United Internet an. Diese greifen für ihre Breitbandangebote auf das Netzwerk der Kölner zurück./mur/wiz
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