https://www.onvista.de/news/...in-und-ist-s-t-unterbewertet-470479771
"China zieht die Zügel für chinesische Unternehmen im Ausland immer straffer und auch die USA bauen an Gesetzen, die den Druck durch mehr geforderte Transparenz an diese Firmen erhöht. Durch den Handelsstreit entkoppeln sich der Westen und die chinesischen Märkte also immer mehr ist es da als europäischer Investor überhaupt noch ratsam, in chinesische Werte zu investieren, ganz unabhängig von den wirtschaftlichen Chancen?"
Hans A. Bernecker (84, Taschenbuch "60 Jahre Börse"):
"Alle Internetkonzerne stehen vor dem gleichen Problem. Ihre Marktmacht ist zu groß geworden und bedarf der Kontrolle. In demokratischen Ländern geschieht dies im Zuge öffentlicher Diskussionen und den folgenden Konsequenzen in der Politik. In autokratisch geführten Staaten erfolgt dies per Dekret. Die Wirkungen sind dann unterschiedlich im Verlauf, aber erfüllen den gleichen Zweck. Eine Zerschlagung oder Zerlegung von Unternehmen wie Amazon und Co. erfolgt sodann in fairer Form mit angemessenen Rücksichten auf das jeweilige Unternehmen oder die Aktionäre. Für die Amerikaner ist das letzte Vorbild dafür die Zergliederung von AT&T in die berühmten 10 Baby Bells. Für die Chinesen gilt das Prinzip: Die Geschäftsmodelle bleiben bestehen, aber der Staat verlangt eine Kontrolle über die umfangreichen Daten jeder dieser Firmen zwecks Sicherung zugunsten des politischen Systems. Daraus erfolgt ein Risikoabschlag von vielleicht 20 bis 25 % gegenüber der westlichen Konkurrenz. China-Investments bleiben deshalb interessant, aber sind den politischen Entscheidungen ausgeliefert, wie schon nachzuvollziehen ist."