Manipulation genannt.
Presseinformation
Nr. 17 vom 18. August 2011
Gute Zukunftsaussichten für die Solarbranche
Professoren des HTW-Studiengangs Umwelttechnik/
Regenerative Energien reagieren auf „Hummel-Studie“
In den letzten Tagen wurde in der Presse vielfach ein Diskussionspapier von
Wolfgang Hummel zitiert, indem er der Solarbranche schlechte Zukunftsaussichten
prognostiziert und die vom Bundesverband Solarwirtschaft und dem Bundesumweltministerium
veröffentlichten Zahlen zu Arbeitsplätzen in der Solarbranche
als deutlich zu hoch bezeichnet. Da Herr Hummel lediglich als Lehrbeauftragter
an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) arbeitet,
handelt es sich ausschließlich um seine privaten Äußerungen und nicht –
wie in der Presse erwähnt – und eine HTW-Studie.
An der HTW Berlin wird seit Mitte der 1990er Jahre erfolgreich der Studiengang
Umwelttechnik/Regenerative Energien angeboten. Die Professorinnen und Professoren
des Studiengangs sind aktiv in der Forschung in ihrem Bereich tätig
und können die Aussagen der Untersuchungen von Herrn Hummel nicht bestätigen.
Herr Hummel vernachlässigt in seinen Berechnungen zahlreiche Arbeitsplätze
und liegt daher systematisch zu niedrig. Auch die negativen Aussichten
zur Zukunft der deutschen Solarindustrie und der Arbeitsmarktentwicklung im
Bereich der erneuerbaren Energien lassen sich aktuell nicht bestätigen.
Zwar haben einige Unternehmen derzeit meist aufgrund von Managementfehlern
wirtschaftliche Probleme, dennoch können die Zukunftsaussichten in
Deutschland für die Solarbranche generell als gut angesehen werden. Aktuelle
Publikationen von Professoren der HTW Berlin zeigen, dass die Photovoltaik in
absehbarer Zeit bis zu 30 Prozent des deutschen Elektrizitätsbedarfs decken
könnte. In etwa fünf Jahren ist danach sogar zu erwarten, dass die Photovoltaik
in vielen Bereichen auch im vergleichsweise sonnenarmen Deutschland bereits
ohne wirtschaftliche Förderung die volle Konkurrenzfähigkeit erlangen wird.
Aufgrund der aktuellen Fördersituation gibt es derzeit große saisonale Schwankungen
bei den Installationszahlen. Wegen den aktuell guten wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen und den stark gesunkenen Preisen für Solaranlagen ist
aber ein umsatzstarkes zweites Halbjahr 2011 für die Photovoltaik zu erwarten.
Verlässliche Prognosen für das Jahr 2012 lassen sich derzeit noch nicht erstellen.
Große Steigerungen bei den Installationszahlen sind künftig vor allem im Ausland
zu erwarten, da hier der Solarenergienutzung im Vergleich zu Deutschland
erheblich niedriger ist. Insofern ist es sinnvoll, dass deutsche Unternehmen verstärkt
im Ausland investieren. Da die Ausbildung und Forschung im Bereich der
erneuerbaren Energien in Deutschland zur Weltspitze zählt, ist zu erwarten,
dass deutsche Arbeitskräfte auch beim internationalen Ausbau der erneuerbaren
Energien entscheidend beteiligt sein werden. Die HTW Berlin wird auch weiterhin
mit einer hochwertigen Ausbildung und einer aktiven Beteiligung der Professorinnen
und Professoren an aktuellen Forschungsprojekten im Bereich der erneuerbaren
Energien ihren Beitrag dazu leisten.
Ihr Ansprechpartner für Fragen zum Thema:
Prof. Dr. Volker Quaschning, E-Mail: volker.quaschning@htw-berlin.de
www.htw-berlin.de/documents/...2011/Presseinfo_Nr._17_2011.pdf
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