Aus der Pressemitteilung zum 1. Halbjahr der PRIMION Technology AG
Stetten am kalten Markt, 24. Mai 2007. Die primion Technology AG (ISIN
DE0005117006) hat ihre führende Rolle auf dem europäischen Markt für Systeme zur
Zutrittskontrolle und Zeiterfassung sowie integrierte Sicherheitstechnik weiter gefestigt.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2006/2007 (Stichtag 31. März
2007) konnte primion den Umsatz um 59 Prozent auf 26,3 Mio. Euro (Vorjahr: 16,6
Mio. Euro) und die Gesamtleistung auf 27,6 Mio. Euro (Vorjahr: 18,0 Mio. Euro) steigern.
„Darin spiegelt sich vor allem der akquisitionsbedingte Zuwachs im internationalen
Geschäft durch die fortschreitende Integration der belgischen GET-Gruppe wider“,
sagte Vorstandsvorsitzender Heinz Roth bei der Vorlage des Halbjahresberichts.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nahm
entsprechend um rund 50 Prozent auf 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro) zu. Das
EBIT legte um 23 Prozent auf 2,1 Mio. Euro zu (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro), wobei der
unterproportionale Anstieg bedingt war durch Aufwendungen (Abschreibungen) für die
Akquisitionen. Das Konzernergebnis stieg um 30 Prozent auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr:
0,8 Mio. Euro).
Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres erwartet primion nach dem traditionell
schwachen zweiten Quartal eine zunehmende Wachstumsdynamik und eine höhere
Profitabilität. Roth konkretisierte in seinem Halbjahresbericht die Prognose für das
gesamte Geschäftsjahr 2006/2007 (Ende 30. September 2007) auf eine Gesamtleistung
von 55 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge auf Vorjahresniveau.
primion auf dem Weg zum führenden Systemanbieter
„Wir wollen es unseren Kunden ermöglichen, dass sie durch den Einsatz von primion-
Technologie ihre Sicherheitsstandards und gleichzeitig ihre Wirtschaftlichkeit erhöhen
können. Wir wollen ihnen dazu künftig integrierte Sicherheitssysteme aus einer Hand
bieten“, so der Vorstandsvorsitzende Heinz Roth. Dazu werde man das Produktportfolio
ausbauen und mit weiteren Akquisitionen die Marktposition und Kompetenz ausbauen.
Die aktuell erfolgte Akquisition der Jans Sicherheitssysteme GmbH in Ludwigsburg
sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006/2007 verstärkte primion seine Aktivitäten
in Westeuropa. Nach dem im Vorjahr realisierten erfolgreichen Markteintritt in
Spanien ist primion über die Akquisition der GET-Gruppe nunmehr Marktführer in den
Beneluxstaaten. Eine Internationalisierung, die sich für primion zunehmend auszahlt:
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„Im ersten halben Jahr dieses Geschäftsjahres konnten wir bereits 38% unseres Umsatzes
und 26% unseres operativen Ergebnisses (EBIT) im Marktsegment Westeuropa
erzielen. Im vergangenen Jahr hatte dieses Segment noch fast keine Bedeutung
für uns“, erklärt Roth. Eine weitergehende Internationalisierung erreicht primion zudem
durch organisches Wachstum. „Ein Großteil unserer Kunden ist international aufgestellt.
In den Ländern, in denen unsere Kunden tätig sind, erleichtert sich dadurch der
Markteintritt für uns enorm“, so Roth.
Internationales Partnernetzwerk
primion konnte aber auch sein internationales Partnernetzwerk ausbauen. Gemeinsam
mit den Partnern Funkwerk AG und Bilfinger & Berger konnte die primion Gruppe
neue Projekte im nord- und westafrikanischen Raum gewinnen. In den Wachstumsmarkt
Russland expandiert primion über den neuen Systempartner CAB.
Die gute Entwicklung im internationalen Geschäft spiegelt sich auch in dem sehr hohen
Auftragsbestand von 31 Mio. Euro wieder (Vorjahr: 29 Mio. Euro). „Wir haben im
zweiten Quartal zwei größere Aufträge von RTL und vom belgischen Wirtschaftsministerium
erhalten. Daneben ist in den Aufträgen ein solider Wartungsbestand von 8,5
Mio. Euro enthalten“, erklärte Heinz Roth die viel versprechende Auftragslage.
Spielraum für höhere Profitabilität
Noch Spielraum nach oben sieht Roth bei der Verbesserung der Profitabilität von primion
im Material- und Personalaufwand. Zwar zeigten sich bei den Materialaufwendungen,
die im ersten Halbjahr trotz des höheren Umsatzes auf 6,0 Mio. Euro sanken
(Vorjahr: 7,3 Mio. Euro), bereits Synergieeffekte, allerdings seien diese noch nicht
komplett ausgereizt. „Das entspricht einer Materialaufwandsquote von 26,6% gegenüber
33,5% im Vorjahr. Das ist eine Reduktion um fast sieben Prozentpunkte. Ich
rechne hier jedoch noch mit einer weiteren Verbesserung im laufenden Geschäftsjahr“,
fügte Roth hinzu.
Die Zahl der Mitarbeiter hat sich auf Grund der Akquisitionen auf 381 erhöht, soll aber
mittelfristig durch die Konzentration von Funktionen an einzelnen Standorten wieder
sinken. Die Personalaufwendungen sind stichtagsbezogen durch die Übernahmen von
6,7 Mio. Euro auf 11,1 Mio. Euro gestiegen. Die Personaleinsatzquote erhöhte sich
dadurch von 37 auf 40 %. „Wir werden hier den Hebel ansetzen und durch die Akquisitionen
entstandene Überkapazitäten etwa bei der Softwareentwicklung bereits kurzfristig
abbauen. Konkret wird dies zu einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl um etwa
30 führen, was mittelfristig eine Kostenentlastung im Millionenbereich bedeutet“, kündigte
Roth an.
Deutlich erhöhter Cash-Flow
Durch die Übernahme der GET-Gruppe hat sich der Liquiditätsbedarf von primion
erhöht. Daher beträgt das Finanzergebnis – 0,4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
mit einem Wert von – 0,3 Mio. Euro. Sehr zufrieden zeigte sich Roth vor
diesem Hintergrund mit der Entwicklung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, der
auf 2,7 Mio. Euro zunahm (Vorjahr: 0,05 Mio. Euro). „Das ist eine signifikante Verbesserung“,
sagte Roth bei der Präsentation des Zwischenberichts.
Das Eigenkapital der primion Gruppe beträgt 27,7 Mio. Euro. Damit weist primion zum
Stichtag eine Eigenkapitalquote von 44,2 Prozent aus (Vorjahr: 43,5 Prozent). „Gleichzeitig
konnten wir unsere kurzfristigen Schulden um 4,4 Mio. Euro auf 15,6 Mio. Euro
verringern. Das beweist, dass unsere Bilanzstruktur sehr solide ist“, erklärte Roth.
Für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres sieht der Vorstandsvorsitzende
gute Wachstumschancen für primion. „Wir spielen bereits jetzt eine führende Rolle im
europäischen Markt, die wollen wir noch weiter ausbauen“, sagte Roth. Aus seiner
Sicht heißt das Stichwort hierbei Innovation: „Durch neue innovative Produkte auf den
bestehenden Märkten und durch Innovationen für neue Märkte beleben wir unser
Wachstum. Gleichzeitig wollen wir neue potentielle Kunden von unseren Produkten
begeistern und auch weiterhin nach geeigneten Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau
halten. Mit dieser Strategie ist primion auf einem guten Weg, langfristig die Nummer 1 in Europa zu werden.“
Verlust wurde gegenüber Vorjahr halbiert, aber trotzdem Verlust...!??
Jedoch wird endlich eine Prognose fürs Gesamtjahr gegeben -> 55 Mio Umsatz
Hätte besser sein können - aber auch schlechter!