Es ist ein Spiel mit dem Feuer,
Hopp oder Top
Den Insolvenz- und Anleihespezialisten wird die Arbeit nicht ausgehen, die nächsten Problemfälle für Anleihesparer deuten sich bereits an. Die Gläubiger des Baumarktkonzerns Praktiker etwa haben bereits vorsorglich einen gemeinsamen Vertreter gewählt. 2012 war das Unternehmen knapp an der Pleite vorbeigeschrammt. Praktiker plante schon mal, weniger Zins auszuzahlen.
Inzwischen hat sich die finanzielle Lage zwar etwas entspannt. Der neue Vorstandschef Armin Burger treibt die Umstellung zahlreicher Praktiker-Märkte auf die Schwester-Marke Max Bahr voran. Ob das Experiment gelingt, ist aber offen. Wenn Praktiker am 28. März die Bilanz für 2012 präsentiert, erwarten Analysten einen Nettoverlust in dreistelliger Millionenhöhe. Geht es in diesem Tempo weiter, könnte es für das Unternehmen bald erneut eng werden.
Leidtragende wären neben den Aktionären auch die Anleiheinvestoren. Erst vor zwei Jahren hatte Praktiker einen Bond im Volumen von 250 Millionen Euro emittiert. Praktiker galt damals als breit aufgestellter Heimwerkerkonzern, der zwar Verluste schrieb, aber über die profitable Tochter Max Bahr verfügte. Anleger investierten unter diesen Vorzeichen – doch der vermeintliche Rettungsanker Max Bahr hielt nicht. Der Praktiker-Ableger wurde im vergangenen Jahr als Sicherheit für eine neue Kreditlinie verpfändet. Sollte der Konzern dereinst tatsächlich in die Pleite trudeln, bliebe den Gläubigern wohl kaum mehr als die Verwertung einer Holdinghülle.
Quelle
www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/...as-entspannt/7933162-9.html
Wer sich über mich ärgert,der hat kein Problem mit mir,
sondern mit sich selbst