SDax: PA Power fährt Achterbahn
König&Bauer sowie Stada rücken in die nächsthöhere Börsenliga auf
Unbeeindruckt von einer möglicherweise bevorstehenden Zinssenkung in den USA halten die Kursverluste im SDax auch zur Wochenmitte an. Dies ist, sollte sich bis zur Schlussglocke daran nichts mehr ändern, der dritte Tag in Folge mit Kursverlusten. Aktuell verzeichnet der Index einen Abschlag von 11 Punkten oder 0,4%. Die Hoffnung sollte jedoch nicht aufgegeben werden. Mit einer freundlichen Entwicklung an der Wall Street nähert sich auch der Dax von unten der Pluszone an. Sollte die deutschen Standardtitel in den grünen Bereich wechseln, könnte die Verbesserung der Stimmung auch auf den SDax übergreifen.
Deutlich aufgehellt im Vergleich zu den vergangenen Tagen hat sich die Marktbreite. Hier halten sich Gewinner und Verlierer derzeit die Waage. Die Stimmung für die Finanztitel im Index bessert sich etwas. Hier können deutlich mehr Titel als gestern zu dieser Zeit Kursgewinne verbuchen.
Derzeitiger Spitzenreiter ist das Papier von PA Power. Nach den gestrigen Verlusten von rund 40% steht nun ein Plus von etwa 25% zu Buche. Auch für diese Kursbewegung gibt es aktuell keine Nachrichten. Der Automationsspezialist scheint fest in der Hand der Spekulanten zu sein.
Nach der Sitzung der Deutschen Börse bezüglich der Zusammensetzung der Indizes, kommt es nicht nur im Dax zu Veränderungen. Der Druckmaschinenhersteller König&Bauer rückt den Plänen zufolge in die nächste Börsenliga auf und wird demnächst in den MDax wechseln . Die Nachricht sorgt für ein Kursplus von mehr als 4%. Den „Versetzungsbescheid“ erhält auch Stada. Der nächste freiwerdende Platz, und das dürfte der von MLP sein, ist für das Pharmaunternehmen reserviert. Stada hat sich mit starken Kursgewinnen für den Aufstieg qualifiziert. Das Kursplus fällt mit rund 1,7% etwas geringer aus .
Unter Druck steht dagegen Vivanco. Die geplante Ausgabe von Genussscheinen im Volumen von 30 Mio. Euro dürfte hierfür der Auslöser sein. Der Knackpunkt: Die Genussscheine können dank eines Wahlrechts in Vivanco-Aktien umgetauscht, also zu Eigenkapital umgewandelt werden. Die Aktie verliert aktuell über 5%. Der Konzern will die Mittel für ein organisches Wachstum verwenden .