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deepL + edit
FHFA, Fannie und Freddie haben heute Abend einen Antrag auf Ablehnung gestellt, in dem sie Richter Lamberth bitten, den [Anwälten der] Aktionäre[n] in den Schlussplädoyers in der nächsten Woche die Erwähnung eines Schadensmodells zu untersagen, das den Aktionären einen Schaden von mehr als 1,6 Mrd. Dollar zubilligt.
FHFA, Fannie and Freddie filed a motion in limine this evening asking Judge Lamberth to restrict shareholders from making reference in closing arguments next week to any damage model suggesting shareholders were harmed by more than $1.6 billion.
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A.L.: Immerhin lässt sich daraus implizit ableiten, dass die Beklagten gegen eine Schadensersatzzahlung in vorgesehender Höhe (1,6 Mrd. $) wohl keinen Widerspruch (mehr) einlegen werden.
Die Jury gibt ihr Urteil am Montag bekannt. Wenn es bei 1,6 Mrd. $ Schadensersatz bleibt, dürfte es vor Gericht keine Revision geben, die bei Geschworenen-Prozessen ohnehin eher selten erfolgt.
Und zwar schon deshalb nicht, weil den Anwälten der Kläger Formfehler unterlaufen sind. Sie hatten triftige Gründe angeführt, die für das zugelassene ("kleine") Schadensmodell einen Schadensersatz von ca. 2,9 Mrd. $ gerechtfertigt hätten, allerdings bei der Einreichung die Frist versäumt.
Bei einer Revision würde im Folgeprozess von Anfang an das 2,9 Mrd-Schadensmodell angewandt - also deutlich mehr -, und es könnte sogar sein, dass die drei "großen" Forderungsvarianten, die Lamberth im Vorfeld abgebürstet hatte, aufgrund der belastenden Aussagen von DeMarco im ersten Prozess nachträglich doch noch Erfolg haben. [Bei den "großen" Varianten winkt den JPS Schadensersatz zum Nennwert, auch für die Freddiestämme gäbe es mehr (Details weiß ich bei denen nicht).]
Das Risiko für die Beklagten, nach einer Revision noch schlechter als jetzt dazustehen, ist daher groß genug, dass sie lieber das Urteil der Jury, sofern es max. 1,6 Mrd. $ umfasst, stehen lassen dürften.
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Auf alle genannten Beträge kommen noch 6 % Verzugszinsen seit 2012.