Die FHFA hat Fannie und Freddie in 2014 beauftragt, eine Common Securitization Platform (CSP) zu entwickeln, die diesen Juni in vollständigen Betrieb gehen soll. Diese Online-Plattform für hypothekarisch gesicherte Wertschriften (MBS) soll
"...die Aktivitäten der Unternehmen im Bereich der Einfamilien-Hypothekenverbriefung unterstützen, einschließlich der Ausgabe einer gemeinsamen MBS durch beide Unternehmen, die als Uniform Mortgage-Backed Security (UMBS) bekannt ist. Die Ausgabe von UMBS sollte die Gesamtliquidität der Wertpapiere der Unternehmen verbessern und dazu beitragen, die Liquidität der nationalen Wohnbaufinanzierungsmärkte sicherzustellen."
www.fhfa.gov/PolicyProgramsResearch/...on-Infrastructure.aspx
Zur CSP gibt es viel zu sagen. Im Wesentlichen geht es darum, Wettbewerbsgleichheit auf dem sekundären Hypothekenmarkt zu schaffen. Dadurch können Fannie und Freddie Marktanteile verlieren.
Außerdem liegen Pläne vor, wonach Ginnie Mae diese UMBS über diese Plattform staatlich garantieren soll. Das würde bedeuten, dass Fannie und Freddie die Garantie für diese Wertpapiere bei Ginnie Mae kaufen müßten.
Um diese Pläne zu verwirklichen, bedarf es allerdings der Zustimmung des Kongresses: Ein Gesetz müßte her, dass es der FHA erlauben würde, eine staatliche Garantie über Ginnie Mae herauszugeben.
Kurz gesagt: Ich sehe in der CSP mehr Risiken als Chancen für uns. Leider haben sich die Kritiker dieser Plattform nicht durchgesetzt. Sie wird wohl kommen.
Der Gesetzgeber kann uns mittels der CSP großen Schaden zufügen. Administrativ ist das meines Erachtens nicht mögllich. Die Einbußen blieben überschaubar.
Überschaubar? Na ja. Die Sache ist wirklich komplex. Es gibt wohl nicht viele Leute auf der Welt, die heute schon wissen, wie sich die CSP und die UMBS entwickeln werden und welche Auswirkungen sie haben.
Finanzmärkte sind dynamisch, Diversifizierung bleibt ein Schlüsselelement. Es bleibt abzuwarten, ob die geplanten Vereinheitlichungen dem Markt gerecht werden.
Jetzt wird erst einmal bis Juni getestet...