Pressemitteilung der Plambeck Neue Energien AG
08:42 15.05.03
Ausbau des Windkraftgeschäfts
Cuxhaven, 15. Mai 2003 - Die kontinuierliche Projektumsetzung im Inland
onshore und die planmäßige Weiterentwicklung der Projekte im
Offshore-Bereich sowie in Frankreich bestimmten die Entwicklung der Plambeck
Neue Energien AG im 1. Quartal 2003. So konnte der Windpark Rositz mit 9
Südwind-Anlagen fertiggestellt und bereits im März mit dem Bau eines
weiteren Windparkprojekts begonnen werden: In den Gemeinden Zernitz und
Leddin (Brandenburg) werden 8 Enercon-Anlagen errichtet.
Da sich die Lieferzeiten für Windenergieanlagen aufgrund veränderter
Marktgegebenheiten bei den Anlagenherstellern verkürzt haben, können
Bestellungen für unsere Projekte später ausgelöst werden. Diese zeitliche
Umstellung hat unmittelbare Auswirkungen auf Teilgewinnrealisierungen nach
IAS und somit auf die Gesamtleistung, die sich in Folge dieser neuen
Entwicklung im Berichtszeitraum auf 12,1 Mio. Euro (Vorjahr 34,1 Mio. Euro)
verringerte. Die Gesamtleistung ergibt sich fast ausschließlich aus dem
Kerngeschäft, der Projektierung und Realisierung von Windparks. Die spätere
Bestellung von Windenergieanlagen führte außerdem zu Veränderungen bei den
"Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung", den "Rückstellungen", den
"Umsatzerlösen" und dem "Materialaufwand", so daß die aktuellen
Quartalszahlen nur bedingt mit denen aus den Vorjahren vergleichbar sind und
insofern auch keine Rückschlüsse auf das Geschäftsjahr zulassen.
Unter Einbeziehung des Zinsergebnisses ergibt sich ein "Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" in Höhe von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr 2,4 Mio.
Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt 0,7 Mio. Euro
(Vorjahr 0,9 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote liegt mit 40 Prozent
weiterhin sehr hoch.
Die Konzentration auf das Kerngeschäft mit der Windkraft und die
zukunftsorientierte Konzernstruktur führen dazu, daß die Plambeck Neue
Energien AG ihr Geschäft künftig nicht mehr direkt sondern vermehrt in
Tochtergesellschaften abwickeln wird und die Erlöse damit zunehmend aus
Beteiligungsergebnissen statt aus dem operativem Geschäft erwirtschaften
wird. Mit dieser Neuausrichtung wird die Basis für künftiges Wachstum
verbessert. Die Plambeck Neue Energien AG ist damit besser aufgestellt, um
sich auf den neuen Zukunftsmärkten und bei Offshore-Windpark-Projekten stark
zu positionieren. Die Auswirkungen der Neuausrichtung werden sich im Laufe
dieses Jahres deutlich zeigen.
Daher sind die ausschließlich stichtagsbezogenen Daten der Quartalsberichte
noch weniger als in der Vergangenheit dazu geeignet, auf die Jahresdaten
hochzurechnen.
Das erste Quartal im Überblick
Im ersten Quartal 2003 lagen Baugenehmigungen für mehr als 20 inländische
Windpark-Projekte vor, die kontinuierlich in die Umsetzung gehen können.
Damit sind die Bemühungen, das traditionell sehr saisonale Kerngeschäft über
den Jahresverlauf zu verstetigen, einen großen Schritt voran gekommen.
Komplett errichtet wurden der Windpark Rositz mit 9 Windenergieanlagen
Südwind S70 sowie das Umspannwerk Nieleböck (Sachsen-Anhalt). In der
Realisierungsphase befanden sich am Ende des ersten Quartals weitere 8
Windparkprojekte. Am weitesten fortgeschritten ist dabei das
Windpark-Projekt in Zernitz/Leddin mit 8 Enercon-Anlagen. Damit entwickelt
sich das Kerngeschäft im Inland entsprechend den Planungen sehr positiv. Der
weiterhin sehr große Bestand an gesicherten Standorten für Windpark-Projekte
in Deutschland ist die Basis für eine anhaltend konstante Projektumsetzung.
In Frankreich konnten im ersten Quartal weitere Bauanträge für Windparks
eingereicht werden. Erste Baugenehmigungen werden dort im Laufe dieses
Jahres erwartet.
Für das bei der Plambeck Neue Energien AG am weitesten fortgeschrittene
Offshore-Windpark-Projekt "Borkum Riffgrund" ist nach umfangreichen,
mehrjährigen Vorarbeiten der Bauantrag für die auf 77 Anlagen der
3-MW-Klasse erweiterte Pilotphase eingereicht worden. Mit einer Entscheidung
über diesen Antrag wird ebenfalls noch in diesem Jahr gerechnet.
Zur erfolgreichen Vermarktung unseres gestiegenen Projektvolumens ist neben
unserem erfolgreichen klassischen Fondsvertrieb der Vertrieb an
Direktinvestoren erfolgreich aufgebaut worden, erste Vertragsabschlüsse
konnten auch in diesem Jahr bereits getätigt werden. Außerdem wird die
Vermarktung von Auslandsprojekten intensiv vorbereitet.
Der Plambeck-Service für Betreiber von Windparks sieht sich in seiner auf
die frühzeitige Verhinderung von Schäden an Windenergieanlagen
ausgerichteten Strategie bestätigt, nachdem Versicherungen genau dieses von
Windparkbetreibern vermehrt einfordern.
Perspektiven
Wasserstoff ist eine der "Erneuerbaren Energien" deren schnelle Nutzung
immer realistischer wird. In der isländischen Stadt Reykjavik wurde bereits
die erste Wasserstofftankstelle der Welt eröffnet, Daimler-Chrysler plant
den Einsatz von Brennstoffzellen-Bussen in europäischen Metropolen. Die
Nutzung von Wasserstoff ist keine ferne Utopie mehr, sondern wird allmählich
zur Realität. Angesichts der nur begrenzten Vorräte an fossilen
Energieträgern wie Öl und Gas sowie deren klimaschädlichen Emissionen ist
der Einsatz von Wasserstoff äußerst sinnvoll. Entscheidend ist allerdings,
wie der Wasserstoff produziert wird. Um die dabei benötigten großen Menge an
elektrischem Strom zu bekommen, macht es keinen Sinn herkömmliche fossile
Energieträger zu verbrennen. Sinnvoll ist allein die Nutzung erneuerbarer
Energie.
Hier kommt der Windkraft und vor allem der Windkraft in Offshore-Windparks
eine künftig möglicherweise zentrale Rolle zu. Die Erzeugung von Wasserstoff
in Offshore-Windparks auf hoher See vermindert Sicherheitsprobleme und führt
dazu, daß ein Speicherstoff vorhanden ist. In Offshore-Windparks erzeugter
Strom muß dann nicht mehr in die Stromnetze auf dem Festland geleitet
werden. Stattdessen eröffnet sich die Alternative, den auf See produzierten
Wasserstoff mit relativ geringem Aufwand an Land zu transportieren.
Für die Planung von Offshore-Windparks und die Wirtschaftlichkeit solcher
Großprojekte ergeben sich damit völlig neue Perspektiven und mögliche
Alternativen, die auch von der Plambeck Neue Energien AG intensiv geprüft
werden.
Auf einen Blick