17.02.2004
Plambeck Kursgewinne absichern
Performaxx-Anlegerbrief
Nach Ansicht der Experten von "Performaxx-Anlegerbrief" sollten Anleger der Aktie von Plambeck (ISIN
DE0006910326/ WKN
691032) Kursgewinne absichern.
Plambeck erzeuge Strom und Wärme ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. Neben dem bisherigen Kerngeschäft mit der Windkraft würden die solare Strahlungsenergie und die Biomasse zunehmend an Bedeutung gewinnen. Neben der Entwicklung, Projektierung, Realisierung und dem Betrieb der Vorhaben biete Plambeck auch einen Hersteller unabhängigen Service für Betreiber von Windparks. Die Aktien des Energieversorgers hätten im "Umwelt-Hype" Anfang 2001 Notierungen von 35 Euro erreicht, ehe den Windrädern ein wenig die Puste ausgeblieben sei.
Seit Anfang 2002 sei es mit dem Aktienkurs besonders steil abwärts gegangen, als dieser erneut den massiven Widerstand bei 26 Euro nicht habe überwinden können. Die Kurse seien seither streng monoton abwärts gefallen, um exakt zwei Jahre später ein neues Allzeittief bei 2,15 Euro auszuloten. Dem neuen Tiefpunkt zum Jahreswechsel sei sogleich eine saftige, jedoch nur kurzlebige Gegenbewegung gefolgt, die die Anteilsscheine bis auf 2,83 Euro habe ansteigen lassen.
Aktuell würden die Papiere des alternativen Energieversorgers etwas leichter, jedoch noch deutlich über den Tiefstständen bei ca. 2,40 Euro notieren. Durch die sich mehr und mehr weiter entwickelnde Seitwärtsbewegung habe der Kurs in den vergangenen Wochen bzw. Monaten eine bullishe Keilformation entwickelt, die ein deutlich nachlassendes Abwärtsmomentum repräsentiere.
Dazu würden zusätzlich die charttechnischen "Standard"-Indikatoren ausgeprägte Divergenzbildungen aufweisen, die zum Beispiel im RSI oder MACD deutlich zu erkennen seien. Die bereits durchbrochenen Abwärtstrends würden das bullishe Keilbild abrunden. Gelinge dem Kurs mit Bruch der oberen Keillinie (aktuell bei 2,65 fallend) ein erster Befreiungsschlag, so könnte sich der Kursverlauf deutlich von dem nahe stehenden Allzeittief absetzen und dadurch erste, wenngleich noch kurzfristig zu deutende Kaufsignale erzeugen.
Als nächst gelegenes Ziel käme dann der mittelfristige Abwärtstrend bzw. das Widerstandsniveau um die Marke von 4 Euro in Betracht. Überzeuge der vermeintlich kommende Anstieg weiter durch starkes Momentum und Volumen, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die mittelfristige Abwärtslinie ebenfalls überwunden und sich weiteres Potenzial in Richtung des langfristigen Abwärtstrends auf sich der kommenden zwei Jahre eröffnet werde.
Gelinge es der Aktie nicht sofort, die Keilbildung mit einem Kaufssignal zu verlassen, sei mit einem erneuten Test der unteren Keillinie zu rechnen. Der Kurs sollte hier idealerweise darauf mit wieder steigenden Kursen antworten. Werde die untere Keillinie signifikant unterschritten, sei das gerade beschriebene Bodenbildungsszenario zu verwerfen. Die Experten würden bei Plambeck einen potenziellen Ansatz für eine baldige Kurserholung sehen. Vorraussetzung bleibe, dass der Kurs die obere Keillinie bei momentan 2,65 Euro nachhaltig überwinde.
Das anfängliche Stop-Loss-Limit ist nach Ausbruch bei 2,30 Euro zu platzieren und mit steigenden Kursen konstant nachzuziehen, um Kursgewinne abzusichern bzw. um einem misslingenden Ausbruch von Plambeck vorzubeugen, so die Experten von "Performaxx-Anlegerbrief". Dabei sei die Entwicklung an den beschriebenen Widerständen genau zu verfolgen.