Pixelpark: Fonds auf der Pirsch
Kaufpanik bei Pixelpark - Spekulationen um strategischen Investor werden vom Unternehmen dementiert
Kaufpanik bei Pixelpark. Um nahezu 200% ist die Aktie in den letzten drei Tagen gestiegen. Spekulationen schießen aus dem Boden, ein strategischer Investor kaufe. Das Unternehmen dementiert. Die Realität dürfte auch anders liegen.
Erneut liegt die Aktie von Pixelpark deutlich im Plus. Am Vormittag beträgt dies mehr als 40%. Damit hat sich der Wert in den vergangenen Tagen fast verdreifacht.
Auffällig ist, dass seit Anfang April die Stückzahl gehandelten Aktien explodiert. Waren vorher selten mehr als 50.000 Aktien im Xetra-System pro Tag gehandelt, sind es im April oft weit mehr als 250.000 Aktien. Der mittlerweile recht enge Markt könnte eine Begründung für die Kursexplosion sein. „Technische Reaktion“, urteilen daher auch die meisten Börsianer.
Spekulationen um den Einstieg eines strategischen Investors reißen nicht ab. Bertelsmann will sich allerdings außerhalb der Börse von Teilen bzw. dem kompletten Paket an Pixelpark trennen. Ein Platzierung des Pakets über die Börse wäre aufgrund der Aktienmenge kaum durchführbar. Demzufolge sind Spekulationen, ein strategischer Investor stünde hinter dem Kursanstieg, sehr gewagt. Pixelpark-Sprecherin Hong Chow dementiert dies auch im Gespräch mit w:o. Das Pixelpark-Paket von Bertelsmann stehe derzeit nicht zum Verkauf.
Das stärkste Handelsvolumen verzeichnet Pixelpark im Xetra-Handel, der eine Domäne der institutionellen Anleger ist. Mehrfach wechseln bei stark steigenden Kursen größere Stückzahlen mit Volumen bis zu 100.000 DM über Xetra den Besitzer; gleiches ist am Frankfurter Parkett zu beobachten.
So spricht weiterhin viel für den Aufbau von Positionen durch Aktienfonds. Auf Roadshows hat Pixelpark jüngst seine neue Strategie der Öffentlichkeit präsentiert. „Die Strategie ist Profitabilität“, sagt Chow. Man habe den Fehler des letzten Jahres erkannt und wolle nun nicht mehr um jeden Preis wachsen. Die Akquisitionsstrategie dürfte nun also vorsichtiger werden.
Trotzdem wird Pixelpark das Wachstum nicht aus den Augen verlieren dürfen. Chow: „Wir bewegen uns weiterhin in einen Wachstumsmarkt“. Nur solle man dem Unternehmen Zeit geben, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Das Versprechen lautet, in diesem Jahr einen Ebitda-Gewinn auszuweisen. Das wäre der erste Schritt Richtung Profitabilität.
Autor: Michael Barck, 14:14 12.04.01
Kaufpanik bei Pixelpark - Spekulationen um strategischen Investor werden vom Unternehmen dementiert
Kaufpanik bei Pixelpark. Um nahezu 200% ist die Aktie in den letzten drei Tagen gestiegen. Spekulationen schießen aus dem Boden, ein strategischer Investor kaufe. Das Unternehmen dementiert. Die Realität dürfte auch anders liegen.
Erneut liegt die Aktie von Pixelpark deutlich im Plus. Am Vormittag beträgt dies mehr als 40%. Damit hat sich der Wert in den vergangenen Tagen fast verdreifacht.
Auffällig ist, dass seit Anfang April die Stückzahl gehandelten Aktien explodiert. Waren vorher selten mehr als 50.000 Aktien im Xetra-System pro Tag gehandelt, sind es im April oft weit mehr als 250.000 Aktien. Der mittlerweile recht enge Markt könnte eine Begründung für die Kursexplosion sein. „Technische Reaktion“, urteilen daher auch die meisten Börsianer.
Spekulationen um den Einstieg eines strategischen Investors reißen nicht ab. Bertelsmann will sich allerdings außerhalb der Börse von Teilen bzw. dem kompletten Paket an Pixelpark trennen. Ein Platzierung des Pakets über die Börse wäre aufgrund der Aktienmenge kaum durchführbar. Demzufolge sind Spekulationen, ein strategischer Investor stünde hinter dem Kursanstieg, sehr gewagt. Pixelpark-Sprecherin Hong Chow dementiert dies auch im Gespräch mit w:o. Das Pixelpark-Paket von Bertelsmann stehe derzeit nicht zum Verkauf.
Das stärkste Handelsvolumen verzeichnet Pixelpark im Xetra-Handel, der eine Domäne der institutionellen Anleger ist. Mehrfach wechseln bei stark steigenden Kursen größere Stückzahlen mit Volumen bis zu 100.000 DM über Xetra den Besitzer; gleiches ist am Frankfurter Parkett zu beobachten.
So spricht weiterhin viel für den Aufbau von Positionen durch Aktienfonds. Auf Roadshows hat Pixelpark jüngst seine neue Strategie der Öffentlichkeit präsentiert. „Die Strategie ist Profitabilität“, sagt Chow. Man habe den Fehler des letzten Jahres erkannt und wolle nun nicht mehr um jeden Preis wachsen. Die Akquisitionsstrategie dürfte nun also vorsichtiger werden.
Trotzdem wird Pixelpark das Wachstum nicht aus den Augen verlieren dürfen. Chow: „Wir bewegen uns weiterhin in einen Wachstumsmarkt“. Nur solle man dem Unternehmen Zeit geben, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Das Versprechen lautet, in diesem Jahr einen Ebitda-Gewinn auszuweisen. Das wäre der erste Schritt Richtung Profitabilität.
Autor: Michael Barck, 14:14 12.04.01
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