Papst Jens I. genaus so dumm und


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Libuda:

Papst Jens I. genaus so dumm und

 
01.10.11 12:46
ideologisch verbohrt wie seine Vorgänger Stark und Issing:

www.ftd.de/politik/europa/...-f....-papst-jens-i/60107726.html
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Libuda:

Der Chefvolkswirt der FTD bringt es hier auf den

 
01.10.11 13:25

Punkt:

 "Bundesbankpräsident Jens Weidmann ist gegen Euro-Anleihen, und er ist gegen Staatspapierkäufe durch Europas Zentralbank. Die Begründung ist im Kern dieselbe: Beides würde bedeuten, dass die Märkte ausgesetzt werden - und nicht mehr disziplinierend auf schludernde Staaten wirken. Nur ist es deshalb nicht weniger angreifbar. Nach der Erfahrung der vergangenen Jahre lässt sich zweifeln, ob Anleihemärkte tatsächlich so vorausschauend wirken - oder dem Chaos oft nur hinterherhasten. Dann funktioniert die ganze schöne Disziplinierung nicht. Und es drängen sich ganz andere Lösungen auf, um den Kollaps zu stoppen."

Zustimmung von meiner Seite zu diesen Ausführungen, denn nichts hat in den letzten zehn Jahren in der ökonomischen Welt schlechter geklappt als die Disziplinierungsfunktion der Kapitalmärkte. Die Kapitalmärkte haben nicht die Schundbündel aus Schrotthypotheken der Finanzterroristen und auch nicht die unverantwortliche Verschuldungspolitik diverser griechischer Regierungen über Jahre durch höhere Zinsen gestoppt, wie das von der "Wir-sind-Papst"-Fraktion der Deutschen Bundesbank bei ihrer massenweise von der Praxis widerlegten Ideologien behauptet wird. Man muss wie Weidemann, Stark und Issing mit Bohnen in den Ohren, Tomaten auf den Augen und einem Brett vor dem Kopf in seinem abgeriegelten Elfenbeinturm im Kreis laufen, um sich so etwas massenhaft Widerlegtes zusammenlügen.

Ist das Kind dann in Brunnen gefallen, versagt die Disziplinierungsfunktion durch jetzt maßlose Übertreibung, die von den einen Reibach witternden Finanzterroristen noch verstärkt hat. Auch hier zeigen die jetzt fällig werden Schundpakete, dass da zwar sehr viel Anleiheschund drin war, der aber doppelt so viel und noch mehr wert ist, als die vom Markt unterstellten Werte - Banken, Hegde-Funds und andere Anleger reißen sich zur Zeit um diese Pakete. Und so wird es beim Europäischen Rettungsfonds und bei den EZB-Ankäufen auch sein: Die Tilgungsquoten vom Nominalwert werden erheblich über den Ankaufskursen der Anleihen liegen.

 

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Libuda:

Und in Griechenland versagten die Märkte

 
01.10.11 15:21
ähnlich wie in den USA bei den Hypothekenpapieren:

"Der Haken ist die Praxis. So wie in der Euro-Zone: Da kauften Banken wie Klein- und Großanleger von 1999 bis Ende 2008 fast unbekümmert griechische Anleihen, und der Zinsaufschlag zu den deutschen tendierte gegen null - obwohl Griechenlands Staatsdefizit kein Jahr unter dem Maastricht-Limit von drei Prozent der Wirtschaftsleistung lag. Wo war da die Disziplinierung?"
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Libuda:

Jens kann aber von Markus lernen

 
05.10.11 23:31
Top-Ökonom Markus Brunnermeier zur Euro-Krise


Deutschlands wohl zur Zeit bester Ökonom Markus Brunnermeier liest jetzt offensichtlich auch bei Libuda mit, denn sein Vorschlag ähnelt doch sehr dem 50%-Eurobondvorschlag von Libuda, löst allerdings das Problem der gesamtschuldnerischen Haftung effizienter als Libudas Einfachvorschlag - daher wohl auch seine 60%-Lösung statt der vorsichtigeren 50% in Libudas Lösung.

Der Kern von Brunnermeiers Vorschlag in einem Artikel aus dem heutigen Handelsblatt: "Die Politik sollte einen Markt für Europäische Sicherheitsbonds schaffen. Eine Zweckgesellschaft, die man "European Debt Agency" (EDA) nennen könnte, sollte Anleihen der Euro-Mitgliedstaaten zum Marktpreis verbriefen. Jedes Land würde alle Anleihen am Markt platzieren, aber ein Teil (z.B. bis zu 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) würde von der EDA gebündelt und verbrieft. Die EDA würde ihrerseits zwei unterschiedliche Papiere emittieren: ultra-sichere ESBies, die auch Banken weiterhin ohne Kapitalzuschlag halten könnten, sowie eine nachrangige Tranche, die sämtliche Zahlungsausfälle zuerst absorbiert und für Hedge-Funds und andere risikobereite Investoren interessant wäre. Die EDA haftet nicht und benötigt eine Eigenkapital."

Interessant gebrüllt Rudi, hätte ich auch aus alter Verbundenheit zu meinem 1860er-Kollegen fast gesagt, aber er heißt ja Markus. Da ist zwar im Detail noch viel zu klären wie z.B. über das Mengenverhältnis der sicheren und unsicheren Tranchen, aber ein Ansatz könnte das sein, wenn er in Kombination mit einem dann kleineren Rettungsschirm erfolgt.
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