www.wiwo.de/futureboard/...en-asiens-uebermacht/23121500.html
So kämpfen deutsche Autobauer gegen Asiens Übermacht
von Stefan Hajek
04. Oktober 2018
Quelle: imago
Bild: imago
Ausgerechnet beim Herz des Elektroautos, der Batterie, steckt die deutsche Autoindustrie in einer gefährlichen Abhängigkeit. Nun setzt sie auf eine neue Technologie, von der niemand genau weiß, was sie kann und wann sie kommt.
Akira Yoshino sieht etwas müde aus an diesem sonnigen Septembertag. 9310 Kilometer ist der Erfinder des Lithium-Ionen-Akkus aus Tokio angereist, um in Düsseldorf vor Vertretern der europäischen Autoindustrie zu sprechen. Und er hat eine unmissverständliche Warnung im Gepäck: „Wenn Europa in den kommenden Jahrzehnten noch Autos verkaufen will, sollte es besser umgehend anfangen, eigene Batteriefabriken aufzubauen.“
Der Akku ist der technologische und wirtschaftliche Kern jedes Elektroautos. Auf ihn entfällt fast die Hälfte der Wertschöpfung. Er bestimmt den Verkaufspreis und damit die Gewinne der Hersteller. Für seine Fertigung braucht es Rohstoffe und Know-how, die auf dem Weltmarkt zunehmend umkämpft sind. Die Produktion der Akkuzellen liegt bisher in der Hand weniger asiatischer Konzerne. Und das Quasioligopol spielt seine Marktmacht aus: Kleinere Abnehmer bekommen – trotz laufender Verträge – oft keine Zellen mehr.
Die Machtverhältnisse dürften die europäische Autoindustrie hart treffen; ihr Bedarf nach Zellen für E-Autoakkus steigt. Doch statt eine eigene Zellfertigung anzuschieben, baut etwa die deutsche Fahrzeugindustrie auf ein Luftschloss: Egal, ob VW-Boss Herbert Diess, Conti-Chef Elmar Degenhart oder BMW-Chef Harald Krüger – wann immer deutsche Automanager auf die drohende Zellknappheit angesprochen werden, verweisen sie auf den Festkörperakku.
Der soll alle Akkuprobleme auf einmal lösen. Soll die Reichwei............................................