Jensen Huang (63) spricht über eine Zahl, die selbst im Silicon Valley wie Größenwahn klingt: 1 Billion Dollar Umsatz. Was nach Fantasie klingt, ist für den Nvidia-Chef ein konkretes Ziel bis 2027. Denn der KI-Boom krempelt ganze Industrien um. Nvidia ist dabei maßgeblich. Und so macht der Boom Huang selbst zu einem der reichsten Männer der Welt. Laut „Forbes“ liegt sein Vermögen bei 158,7 Milliarden Dollar – umgerechnet rund 138,11 Milliarden Euro.
Dabei begann sein Leben am anderen Ende der Welt. Jensen Huang wird 1963 in Taiwan geboren, wächst zeitweise in Thailand auf. Der Vietnamkrieg rückt näher, die Eltern schicken ihre beiden Söhne allein in die USA.
Dort läuft zunächst alles schief. Der zehnjährige Jensen landet in einer Einrichtung für schwer erziehbare Jugendliche. „Jeder Schüler dort rauchte, ich war der einzige ohne Messer in der Tasche“, erinnert er sich später im Gespräch mit dem „New Yorker“. Erst Jahre später kommt die Familie wieder zusammen, zieht nach Oregon.
Huang arbeitet sich nach oben, überspringt zwei Anfang der 80er Jahre studiert er Elektrotechnik, verliebt sich in seine spätere Frau Lori Mills und arbeitet nebenbei – unter anderem bei der Restaurantkette Denny’s.
Seinen Master macht er an der Elite-Uni Stanford. 1993 gründet Huang mit zwei Partnern Nvidia. Die Idee: Grafikchips für Computer. Doch der Start wird zum Desaster. Das erste Produkt floppt, die Firma steht kurz vor dem Aus. Huang entlässt die Hälfte der Belegschaft und setzt alles auf einen Neustart. Mit Erfolg: Der nächste Chip wird ein Hit.
Von da an wächst Nvidia rasant. 1997 geht das Unternehmen an die Börse. Für einen Aktien-Meilenstein lässt sich Huang sogar das Firmenlogo tätowieren. Lange gilt Nvidia als Firma für Gamer. Doch Huang denkt weiter.
Nvidia-Chef Jensen Huang zeigt sein Firmenlogo-Tattoo. Gestochen, als die Aktie erstmals 100 Dollar erreichte
Heute stecken Nvidia-Chips in autonomen Autos, in Rechenzentren – und vor allem in der Künstlichen Intelligenz. Systeme wie ChatGPT oder Anwendungen von Google, Amazon und Meta laufen auf dieser Rechenleistung.
Nvidia ist heute der Motor des KI-Booms. Und Huang? Denkt längst in der nächsten Dimension. Die 1 Billion Umsatz ist für ihn nur der nächste Schritt.
Quelle: Blöd