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Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, die Förderung für Windkraft an Land doch nicht stärker zu kürzen. Bei einer Spitzenrunde im Kanzleramt einigte sich Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) am Donnerstagabend mit den Staatskanzleichefs der Länder, dass es bei der jährlichen Absenkung der Förderung von einem Prozent bleiben soll. Das geht aus einer entsprechenden Protokollnotiz hervor. Ursprünglich war eine jährliche Kürzung um zwei Prozent geplant. Bisher wird eine Anfangsvergütung von 9,02 Cent pro Kilowattstunde Strom gezahlt.
Allerdings können die Fraktionen noch Änderungen durchsetzen. Im Streit um das Ökostromziel bis 2020 soll es nun binnen neun Jahren einen Anstieg auf "mindestens" 35 Prozent geben. Die Länder hatten sich dagegen gestemmt, dass die Bedingungen für Windenergie an Land verschlechtert werden und kritisiert, die Regierung setze zu stark auf Windenergie auf See. Hier sollen bis 2030 Windparks mit einer Leistung von 25 000 Megawatt entstehen, allerdings gibt es bisher aufgrund fehlender Netze und technischer Unwägbarkeiten eine Investitionszurückhaltung. Daher soll die Förderung hier um 2 auf mindestens 15 Cent pro produzierter Kilowattstunde Strom steigen.
An Land war der Zubau zuletzt deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben - auch wegen fehlender Flächen. Hier drehten sich zuletzt rund 21 600 Windräder mit einer Gesamtleistung von 27 200 Megawatt. Die Regierung hofft, dass mit der Energiewende und dem stufenweisen Atomausstieg bis 2022 auch in der bisherigen "Wind-Diaspora" Bayern und Baden-Württemberg verstärkt Windparks entstehen.
Der Energiekonzern RWE begrüßte die neuen Förderpläne und kündigte ein Mittragen der Energiewende an. "RWE gehört bereits heute zu den Top 3 der Windbetreiber in Deutschland und will auch hier weiter wachsen", sagte ein Sprecher am Freitag. Man setze beim Ausbau der Erneuerbaren-Energie-Sparte RWE Innogy massiv auf Windkraft auf See wie Windkraft an Land sowie auf Biomasse
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