BARNSTÄDT/STEIGRA/MZ. "Wir haben uns im Gemeinderat seit vielen Jahren gegen den Bau von Windparks in unserer Gemarkung ausgesprochen. Als wir schließlich durch Zufall erfuhren, dass die Regionale Planungsgemeinschaft (RPG) ein Vorranggebiet für Windenergieanlagen in unserer Gemarkung ausgewiesen hat, konnten wir nur noch mit einem Bebauungsplan zumindest ein wenig Einfluss auf die künftige Gestaltung eines Windparks nehmen", sagt Barnstädts Bürgermeister Otto Weber (parteilos) und sein Steigraer Amtskollege Walter Wrede (parteilos) nickt zustimmend. Der Entwurf der B-Pläne lag vom 10. April bis 4. Mai diesen Jahres öffentlich aus und jedermann konnte dazu Hinweise, Einwände und Stellungnahmen abgeben.
Auch bei der MZ kam ein entsprechender Einwurf an. Cornelia Fischer aus Langeneichstädt, die allerdings, so hat die MZ-Recherche ergeben, in Langeneichstädt selber vier Windenergieanlagen betreibt, schrieb: "Mein Mann und ich befassen uns mit dem Thema 'Erneuerbare Energie' seit fast 20 Jahren. Im Regierungsprogramm der CDU von Sachsen-Anhalt ist festgehalten, dass Windenergie mit Augenmaß zu entwickeln sei. Was passiert aber auf der Querfurter Platte? Was den Parisern der Eiffelturm ist, ist uns Langeneichstädtern die alte Warte - nämlich das Wahrzeichen! Eine Windfarm in Obhausen mit über 60 Windkraftanlagen beherrscht das Landschaftsbild. Der denkmalgeschützte Warteturm büßt seine landschaftsprägende Wirkung ein und wird vollends degradiert, wenn 185 Meter hohe Windräder von Steigra bis nach Barnstädt einen weiteren 'Spargelwald' bilden - mit noch höheren Anlagen als bisher. Was soll den Bürgern noch zugemutet werden neben nächtlichem Fluglärm und Industrialisierung der Landwirtschaft ?"
www.mz-web.de/servlet/...atype=ksArtikel&aid=1334258348664
Semperaugustus ID Sperre immer
Nordexkursziel von Semper wurde von 40 nun auf 2,99€ reduziert ;-)