. Januar 2012, 19:18
Branche beklagt Banken-Zurückhaltung bei Energiewende
Düsseldorf (dpa) - In der Energiebranche macht sich Unmut über eine angebliche Zurückhaltung privater Banken bei der Finanzierung der Energiewende breit. «Wir beobachten, dass sich die privaten Banken im Zuge der Euro-Krise und mit Blick auf eine sich verschärfende Bankenregulierung eher zurückhalten», sagte der Finanzvorstand von Alstom Deutschland, Thomas Kresser, dem «Handelsblatt» (Donnerstag).
Dem Bericht zufolge teilen andere Anlagenbauer und Projektentwickler sowie kleinere Energieversorger seine Einschätzung. Das betreffe vor allem die Offshore-Windkraft, aber auch den Ausbau der Netze. Selbst für Gaskraftwerke ließen sich nur schwer Geldgeber finden.
Hintergrund ist aus Sicht der Banken, dass gerade die Stromerzeugung auf hoher See eine Rechnung mit vielen Unbekannten ist, wie das Blatt weiter schreibt. «Die Zurückhaltung der Banken ist eine Gefahr für die Energiewende», warnte Ulf Moslener, Professor für die Finanzierung nachhaltiger Energiesysteme an der Frankfurt School of Finance & Management, im Gespräch mit dem «Handelsblatt».
Auch auf Seiten der Banken werden Vorbehalte eingeräumt: Der Investitionsbedarf, der sich aus der Energiewende ergebe, beinhalte für die Geschäftsbanken zwar viele Chancen. Allerdings erschwerten die Staatsschuldenkrise und neue regulatorische Anforderungen die Finanzierung großvolumiger und langfristiger Projekte, sagte Hans-Joachim Massenberg, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes, der Zeitung. «Hinzu kommt, dass gerade relativ neue Technologien wie Offshore-Windparks noch sehr hohe Risiken in sich bergen», so Massenberg. # dpa-Notizblock ## Redaktionelle Hinweise - Der Beitrag lag
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