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„Ich bin ein Fan der Brennstoffzelle“
„Ich persönlich bin ein Fan der Brennstoffzelle“, so Wolf weiter. Die Brennstoffzelle setze ausschließlich Wasserdampf als Abgas frei und sei ein sehr sauberer Energiewandler mit aktuell bis zu 60 Prozent Wirkungsgrad. Wasserstoff könne im Alltag in Fahrzeugen so eingesetzt werden, wie man es von Verbrenner-Modellen gewohnt ist. „Betankung und Reichweiten sind gleich. Auch hat man keine Einschränkung in Hinblick auf das Gewicht“, argumentierte Wolf.
Der Antriebsexperte räumte ein, dass es bei der Brennstoffzelle auch um die Wertschöpfung geht: Viele Komponenten stammten hier nicht von außerhalb Europas. Bei rein batteriebetriebenen Fahrzeugen ist dies anders, mit dem Akku wird die zentrale Komponente hier derzeit nahezu exklusiv von asiatischen Unternehmen geliefert. Die Brennstoffzelle „bietet also viele Vorteile“, betonte Wolf.
Er halte den Einsatz von Brennstoffzellen-Technologie insbesondere für leichte und schwere Nutzfahrzeuge sinnvoll, etwa Busse und Lkw – „voraussichtlich schon ab 2022“, sagte Wolf. Nach 2025 sei dies durch ein kostengünstigeres Niveau auch in Pkw der Fall, ab 2030 im Massenmarkt. Vitesco Technologies sei so aufgestellt, dass auch Wasserstoffantriebe abgedeckt werden können. „Für uns ergeben sich daraus Umsatzpotenziale und insgesamt mehr Chancen als Risiken“, erklärte der Spartenchef.