Ist es nicht egal, ob ein Umsatz noch im alten Jahr oder wegen der Verzögerung eines Auftrags erst 2008 abgerechnet wird? Denn was 2007 in den Büchern als Highlight fehlt und den geschätzten Jahresgewinn schmälert, wird doch schließlich wenig später im neuen Jahr zum prognostizierten Ertrag hinzu addiert. Viele Anleger denken da offenbar ganz anders, wie der Fall des Solaranlagenherstellers Reinecke + Pohl zeigt. Sie freuen sich nicht über eine Ertragsüberraschung im neuen Jahr, sondern werfen die Aktie wegen einer Gewinnwarnung aus ihren Depots. Das könnte eine voreilige Reaktion gewesen sein, denn im Laufe des Tages hat das Papier bereits wieder einen Teil der Verluste wettgemacht. Besonnenes Handeln statt blinder Aktionismus war an der Börse schon immer die mehr Erfolg versprechende Variante.
www.stock-world.de
www.stock-world.de