Nachfrage nach Technologiewerten beflügelt Wall St


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Nachfrage nach Technologiewerten beflügelt Wall St

 
03.01.02 22:44
onnerstag 3. Januar 2002, 22:34 Uhr
Nachfrage nach Technologiewerten beflügelt Wall Street



New York (Reuters) - Die Hoffnung auf eine Erholung der US-Konjunktur in diesem Jahr hat nach Händlerangaben am Donnerstag an den New Yorker Aktienmärkten eine starke Nachfrage nach Technologiewerten ausgelöst und die Kurse auf breiter Front beflügelt. Der Dow-Jones-Index schloss auf dem höchsten Stand seit dem 28. August 2001, der Nasdaq-Index endete erstmals seit dem 18. Dezember wieder über der Marke von 2000 Punkten. Die Anleger rechneten damit, dass die Technologieunternehmen als erste Branche von einer möglichen Belebung der US-Wirtschaft profitieren würden, sagten Börsianer. "Die Leute ziehen ihr Geld aus den Geldmarktfonds und Bondfonds ab und stecken es in den Aktienmarkt und dabei in Branchen, bei denen sie Anzeichen einer Erholung sehen", sagte Gail Seneca, Chief Investment Officer bei Seneca Capital Management.


Der Dow-Jones-Index schloss 0,98 Prozent im Plus auf 10.172,14 Punkten, während der technologielastige Nasdaq-Index deutlich stärker um 3,28 Prozent auf 2044,23 ANZEIGE
 
Zähler zulegte. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte 0,92 Prozent auf 1165,27 Punkte.


Es gebe Anzeichen für eine steigende Nachfrage nach Produkten der Halbleiterfirmen und anderen Industrieprodukten, sagte Seneca. Besonders gesucht waren nach Händlerangaben Halbleiterwerte wie Intel sowie Titel von Datenspeicherkonzernen wie EMC. Die Aktien des weltgrößten Chipproduzenten Intel gewannen rund 7,6 Prozent auf 35,52 Dollar und gehörten zu den am meisten gehandelten Werten an der Nasdaq. Die US-Investmentbank JP Morgan hatte ihre langfristige Kaufempfehlung für die Aktien des Dow-Wertes aufrecht erhalten. Das Server-Geschäft des Unternehmens dürfte sich nach Einschätzung der Bank im ersten Quartal besser entwickeln. "An Weihnachten wurden viele PCs verkauft. Das hat im Bereich der Halbleiter für einen positiven Unterton gesorgt", sagte Erik Gustafson, Portfolio Manager bei Stein, Roe & Farnham.


An der New York Stock Exchange waren die Aktien des Datenspeicherkonzerns EMC der umsatzstärkste Wert und legten zum Schluss rund zwölf Prozent auf 16,59 Dollar zu. Die US-Investmentbank Salomon Smith Barney hatte ihre Bewertung der Aktien des Unternehmens auf "Buy" von "Outperform" angehoben. EMC sei eines der führenden Unternehmen der Branche, hieß es zur Begründung. Im Sog der positiven EMC-Bewertung stiegen auch andere Titel von Datenspeicher-Unternehmen. Die Aktien der Network Appliance 12,83 Prozent auf 26,83 Dollar zu, die Aktien der Brocade Communications gewannen rund zehn Prozent auf 39,01 Dollar.


Gegen den Trend gaben die Aktien des Softwareherstellers Peregrine rund 36 Prozent auf 9,27 Dollar nach. Das Unternehmen hatte am Mittwochabend eine Verlustwarnung für das dritte Quartal ausgegeben.


Wenig Einfluss auf den Handel hatten nach Händlerangaben die am Donnerstag veröffentlichten US-Konjunkturdaten. Das US-Arbeitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenuntersützung in den USA sei in der Woche zum 29. Dezember auf 447.000 von revidiert 411.000 gestiegen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für die Berichtswoche mit 392.000 Anträgen gerechnet. Am Freitag wird die US-Arbeitsmarktstatistik für Dezember erwartet.


An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,41 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei überwogen 2108 Gewinner 1055 Verlierer, und 168 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen nach Umsätzen von 2,18 Milliarden Aktien 2287 Aktien im Plus, 1350 im Minus und 263 unverändert.


Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden zehnjährigen Bonds zuletzt 12/32 im Plus auf 99-6/32 und erbrachten eine Rendite von rund 5,11 Prozent. Die 30-jährigen Titel wurden mit 9/32 höher auf 97-22/32 bewertet und rentierten mit 5,54 Prozent.

 

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Euro wieder knapp unter 0,90 Dollar

 
03.01.02 22:48
Donnerstag 3. Januar 2002, 18:03 Uhr
Euro wieder knapp unter 0,90 Dollar


New York/Frankfurt (Reuters) - Am zweiten Handelstag nach seiner Einführung als Bargeld hat der Euro am Donnerstag im internationalen Devisenhandel etwas nachgegeben. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen. Zudem hielten sich viele Marktteilnehmer vor dem amerikanischen Arbeitsmarktbericht für Dezember am Freitag zurück. Der schlechter als erwartet ausgefallene Wochenbericht vom US-Arbeitsmarkt habe dagegen keine nennenswerte Rolle gespielt. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen in der Euro-Zone unverändert zu belassen, sei erwartet worden. Der Euro wurde gegen 18.00 Uhr MEZ mit knapp 0,90 Dollar bewertet und lag damit unter dem EZB-Referenzwert von 0,9036 (Vortag 0,9038) Dollar.


Während europäische Händler nach dem bislang reibungslosen Verlauf der Bargeldeinführung in den zwölf Ländern der Euro-Zone dem Euro weiteres Aufwärtspotenzial bescheinigen, sind Händler in New York etwas skeptischer. Die Umstellung habe zwar sehr gut funktioniert,  

doch werde die Begeisterung des Handels über den Euro kaum von langer Dauer sein, erklärte Ben Strauss von der Bank Julius Baer in New York.


Auch andere Experten zeigten sich skeptisch. "Es ist schwer, sich zu sehr am Euro zu begeistern, da die Erholung der Wirtschaft in der Euro-Zone hinter der US-Wirtschaft hinterher hinkt", erklärte einer. Dagegen erwartete Paul Meggyesi, Devisenstratege bei der Deutschen Bank, langfristig eine positive Entwicklung des Euro-Kurses. Die Wirtschaft der Euro-Zone werde sich stabiler als die US-Wirtschaft entwickeln.


Die Entscheidung der EZB, die Zinsen unverändert zu lassen, war weitgehend erwartet worden. "Dies war sicherlich keine Überraschung", sagte Adolf Rosenstock von Nomura International in Frankfurt. "Dies war eine logische und aufrichtige Entscheidung", fügte er hinzu. Analysten hatten bereits im Vorfeld der ersten EZB-Ratsitzung dieses Jahres gesagt, die Zentralbank wolle die Märkte nicht so kurz nach der Euro-Bargeldeinführung überraschen und werde deshalb den Leitzinssatz nicht verändern.


Für die Kursentwicklung des Dollar könnte die Dezemberstatistik vom US-Arbeitsmarkt entscheidend sein. Analysten rechnen mit einem Anstieg der Arbeitslosenrate von 0,1 Prozent auf 5,8 Prozent. Die Zahl der Stellen dürfte um weitere 139.000 geschrumpft sein. Im November hatte die Arbeitslosigkeit in den USA mit 5,7 Prozent bereits den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren erreicht. Die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft war gegenüber dem Vormonat um 331.000 gefallen.

 




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EZB lässt Zinsen unverändert

 
03.01.02 22:50
EZB lässt Zinsen unverändert
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FrankfurtMain (AP) Der Rat der Europäischen Zentralbank hat erwartungsgemäß beschlossen, die Zinsen im Euro-Raum unverändert zu lassen. EZB-Präsident Wim Duisenberg sagte im Anschluss an die turnusmäßige Sitzung des Rates am Donnerstag in Frankfurt am Main, im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld erwarte die EZB keinen Aufwärtsdruck für die Inflation.

Duisenberg sagte auch, die EZB erwarte eine Konjunkturerholung im Laufe des Jahres. Es sei aber ungewiss, wann diese Erholung einsetze. Das erste Quartal 2002 werde ökonomisch gesehen voraussichtlich ähnlich verlaufen, wie das dritte und vierte Quartal 2001. Auf Fragen zum Euro-Kurs, der am gestrigen Mittwoch deutlich auf 0,9038 Dollar gestiegen war, zeigte sich der oberste Euro-Währungshüter nicht unzufrieden und sagte aber, er wolle nicht über die weitere Entwicklung spekulieren.


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