"DIE WELT"
Sonntag, 18. Mai 2003 Berlin, 13:59 Uhr
MWG lockt mit schwarzen Zahlen
Berlin - Nach Software, Telekommunikation und Medien erobert jetzt die Zukunftsbranche der Bio- und Gentechnologie zunehmend den Neuen Markt. Im Gegensatz zu den meisten Unternehmen der Branche befaßt sich die Ebersberger MWG Biotech aber nicht selbst mit der Entwicklung neuer Medikamente, sondern agiert als Dienstleister für andere Forschungsgesellschaften und Pharmaunternehmen. Die Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Synthese und Analyse von Erbsubstanzen, sowie in der Zellbiologie. Hinzukommt der Vertrieb selbst entwickelter und produzierter Geräte für die DNA-Analyse.
Das übliche Schicksal von Biotech-Unternehmen, die in der Regel über viele Jahre Kapital verbrauchen, aber keine Erträge generieren, teilt der Dienstleister dabei nicht. MWG Biotech arbeitet seit der Firmengründung vor neun Jahren in den schwarzen Zahlen. 1998 lag das Betriebsergebnis (Ebit) leicht oberhalb von einer Mio. DM. Der Gesamtumsatz konnte von 30,5 auf 41,9 Mio. DM gesteigert werden. 1999 wird eine weitere Ausdehnung auf rund 65 Mio. DM anvisiert. Der Großteil der Umsätze wird derzeit noch im deutschsprachigen Raum erzielt (72 Prozent). Ein Anteil von 24 Prozent entfällt auf Großbritannien. Mit dem Mittelzufluß aus dem Börsengang soll nun aber die Präsenz in dem mit weitem Abstand bedeutendsten Markt für Bio- und Gentechnologie - den USA - forciert werden. Ein erster Schritt hierzu erfolgte zu Jahresbeginn mit der Gründung einer amerikanischen Tochtergesellschaft. Darüber hinaus sollen aber auch Forschungsprojekte und Akquisitionen finanziert werden. Angeboten werden bis zu 1,7 Millionen Aktien, die beinahe vollständig aus einer Kapitalerhöhung stammen. Der Streubesitz wird sich auf gut 30 Prozent belaufen. Die übrigen Anteile verbleiben bei Firmengründer Michael Weingärtner und bei Finanzvorstand Helmut Pende. raf
Sonntag, 18. Mai 2003 Berlin, 13:59 Uhr
MWG lockt mit schwarzen Zahlen
Berlin - Nach Software, Telekommunikation und Medien erobert jetzt die Zukunftsbranche der Bio- und Gentechnologie zunehmend den Neuen Markt. Im Gegensatz zu den meisten Unternehmen der Branche befaßt sich die Ebersberger MWG Biotech aber nicht selbst mit der Entwicklung neuer Medikamente, sondern agiert als Dienstleister für andere Forschungsgesellschaften und Pharmaunternehmen. Die Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Synthese und Analyse von Erbsubstanzen, sowie in der Zellbiologie. Hinzukommt der Vertrieb selbst entwickelter und produzierter Geräte für die DNA-Analyse.
Das übliche Schicksal von Biotech-Unternehmen, die in der Regel über viele Jahre Kapital verbrauchen, aber keine Erträge generieren, teilt der Dienstleister dabei nicht. MWG Biotech arbeitet seit der Firmengründung vor neun Jahren in den schwarzen Zahlen. 1998 lag das Betriebsergebnis (Ebit) leicht oberhalb von einer Mio. DM. Der Gesamtumsatz konnte von 30,5 auf 41,9 Mio. DM gesteigert werden. 1999 wird eine weitere Ausdehnung auf rund 65 Mio. DM anvisiert. Der Großteil der Umsätze wird derzeit noch im deutschsprachigen Raum erzielt (72 Prozent). Ein Anteil von 24 Prozent entfällt auf Großbritannien. Mit dem Mittelzufluß aus dem Börsengang soll nun aber die Präsenz in dem mit weitem Abstand bedeutendsten Markt für Bio- und Gentechnologie - den USA - forciert werden. Ein erster Schritt hierzu erfolgte zu Jahresbeginn mit der Gründung einer amerikanischen Tochtergesellschaft. Darüber hinaus sollen aber auch Forschungsprojekte und Akquisitionen finanziert werden. Angeboten werden bis zu 1,7 Millionen Aktien, die beinahe vollständig aus einer Kapitalerhöhung stammen. Der Streubesitz wird sich auf gut 30 Prozent belaufen. Die übrigen Anteile verbleiben bei Firmengründer Michael Weingärtner und bei Finanzvorstand Helmut Pende. raf