Hier noch mal was zu Info was Ihr aber auch auf
www.SMIL-I.de/ finden könnt.
Marius
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Was ist die Sachsenmilch AG?
In dieser Gesellschaft ist Theo Müller (Müller Milch) indirekt der Großaktionär, und er will sie nach
unserer Auffassung bald endgültig in seinen Besitz bringen. Derzeit hält er über seine SAHO AG mindestens ca. 85,6%. Die Gesellschaft ist gut, sie verdient exzellent (KGV brutto von ca. 1,5 !!!) in einer soliden Branche und sie hat einen riesigen Verlustvortrag (ca. 290 Mio. DM bei der
Körperschaftsteuer und ca. 250 Mio. DM bei der Gewerbesteuer, und das bei 75 Mio. DM Grundkapital).
Der Buchwert übersteigt inzwischen nach drei sehr erfolgreichen Jahren (2001er Gewinne eingerechnet)
das Grundkapital deutlich. Rechnet man die vorsichtigerweise gebildeten "Steuerrückstellungen" dazu, dann beträgt der Kurs gerade die Hälfte des Substanzwertes.
Warum wollen die Kleinaktionäre mindestens 5%?
Mit dem neuen Übernahmegesetz (Gesetzentwurf des Bundesfinanzministers) wird der Squeeze-Out
von Aktionären ab 95% Eigenbesitz des Großaktionärs möglich. Ab dann ist die Abfindung nach diesem Gesetz möglich. Wir gehen davon aus, dass der Grossaktionär die Regelungen des
Übernahmegesetzes mittelfristig zur Verdrängung der Kleinaktionäre ausnutzen will.
Das Übernahmegesetz bestimmt, dass der Börsenkurs das Mindestangebot darstellt, mit dem die Aktionäre abgefunden werden können. Aus dieser Sicht ist es auch wichtig, dass eventuelle Marktpflege ("um die Aufnahmefähigkeit des Marktes zu testen") nach unten durch den Großaktionär nicht
erfolgreich ist. Da wir nicht genau wissen, wann er aktiv wird (zum Squeeze-Out braucht er ja selbst 95%), sollte man also trotz eigenen Engagements auch noch "Pulver trocken halten", um ein zwischenzeitliches Angebot von Aktien aufzunehmen. Die derzeitigen Kurse sind ganz klar Kaufkurse!
Der aktuelle Entwurf unterstellt, dass die Barabfindung angemessen ist, wenn 90% der freien Aktionäre
das Angebot annehmen. Gestritten wird noch über die Form der gesetzlichen Überprüfung des Angebots durch ein Spruchstellenverfahren. Wenn dieses durch das Gesetz entfallen sollte, dann wäre das nach Meinung vieler Fachleute ein ganz klarer Verstoß gegen den grundgesetzlichen Schutz des Eigentums (Art. 14 GG).
Erhöht sich durch Zukäufe der Kleinaktionäre nicht der Kurs?
Wenn wir kaufen,
1) wird der Kurs sich natürlich sukzessive erhöhen,
2) kann Müller dies auf Dauer nicht durch eigene Verkäufe verhindern, da er ja 95% braucht.
Ist das nicht schlecht? Kaufen wir nicht zu teuer?
Kurserhöhungen schaden uns bei vorsichtigem Einkaufen nicht, da sich ja die Abfindung mindestens danach bemisst. Wir wollen allerdings selbst über 5%, um aus einer Position der Stärke handeln zu können. Es reicht aber auch ggf. schon, wenn der Großaktionär weniger als 95% hat, d.h. andere
Kleinaktionäre ebenfalls Aktien besitzen, wie dies derzeit der Fall ist. Bisherige Kurse und Umsätze der
Sachsenmilch Aktie in Tabellenform (WKN
715260) finden Sie hier.
Wenn die Kleinaktionäre verdrängt und billig abgefunden werden sollen ...
Die Sachsenmilch AG selbst ist ja auch nach der Bilanz eine todsichere Sache. Der Verlustvortrag
macht die AG so interessant für Müller, dass er sich das Geschäft nicht entgehen lassen wird. Die Kursvergangenheit spricht ebenfalls Bände! In der Vergangenheit hat er durch verschiedene Aktionen die Kleinaktionäre verunsichert. Wir rechnen auch mit der erneuten Kündigung des Pachtvertrags zum Jahresende 2002.
Das Vermögen der Gesellschaft gehört zum jeweiligen Anteil (derzeit 1/7), abzüglich der Schulden, auf jeden Fall den Kleinaktionären. Auch wenn sie es nicht "in bar" haben, besitzen sie es indirekt. Über Gutachten und evtl. ein gerichtliches Spruchstellenverfahren kann im schlimmsten Fall eine angemessene Abfindung erreicht werden. Der Wert der Aktie ist auf jeden Fall höher als der aktuelle
Kurs. Das Nettovermögen liegt in Form von Forderungen und anderem Umlaufvermögen praktisch auf dem Tisch und den enormen Ertragswert kann selbst der blindeste Gutachter nicht leugnen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Substanzwert der Aktie (Bargeld, Forderungen aus L&L,
kurzfristige Anlagen, "Steuerrückstellungen") Ende 2001 ca. 70 Euro und Ende 2002 ca. 100 Euro beträgt. Das ertragreiche Geschäft ist hierin noch gar nicht enthalten!