Morgen Zeit für

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Morgen Zeit für Study

Morgen Zeit für

 
#1
einen Dax-Put????

UPDATE Elliottwellen Analyse Dax


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Der Dax hat in der vergangenen Wochen gleich beide große Kursziele, nämlich das September-Tief und das eigentlich erst für Herbst anvisierte Ziel von 3.200-3.450 Punkte erreicht. Die Trenddynamik ist vergleichbar mit der Kursentwicklung im Herbst 1998 und September 2001. In der zweiten Wochenhälfte bildete der Dax eine Zwischenkorrektur aus.

Ausgehend vom Wochenchart kann man also feststellen, dass der Dax seine Kursziele erreicht hat und deshalb nicht mehr weiter fallen muss. Auch wellentechnisch liegen die Mindestvoraussetzungen für eine Trendwende vor. Wie die nachfolgende Detailanalyse aber noch zeigen wird, ist eine weitere Abwärtswelle klar zu favorisieren, damit sich ein harmonisches Wellenbild ergibt.

Interessanterweise ist aber häufig in solchen Extremsituationen beobachtbar, dass die Indizes keine idealtypischen Muster ausbilden. Häufig ist eine letzte Abwärtswelle zu favorisieren, die dann typischerweise ausbleibt. Insbesondere die Verbindung aus allgemeinem Marktpessimismus, sehr hoher Volatilität (die ja implizit die Marktunsicherheit anzeigt) und stark überverkaufter Markttechnik ist mittlerweile ein nicht unbedeutender Hinweis, dass der Dax unter Umständen in der vergangenen Handelswoche schon sein signifikantes Tief ausgebildet hat. Dass das Wochentief an einem zyklischen Trendwendetermin stattgefunden hat, darf aber in diesem Zusammenhang nicht überbewertet werden (nächster: 31. Juli).

Kritisch muss allerdings das mittelfristige Chartbild bewertet werden. Denn hier wurden (auch bei vielen anderen großen Indizes) die langfristigen Haussetrends durchbrochen und negative charttechnische Muster (z.B. SHS-Formationen) aktiviert, die deutliches Abwärtspotenzial generieren. Beim Dax wäre Verluste bis in den unteren 2.000-er Bereich realistisch.

Eine solche Entwicklung hätte auch weitreichende Auswirkungen auf das mittel- bzw. langfristige Wellenbild. Bislang wurde und konnte davon ausgegangen werden, dass der Dax (ebenso wie z.B. auch Dow Jones) in den vergangenen Jahren in der großen Korrekturwelle IV steckt. Dies impliziert, dass der Index den dicken Support bei 3.200-3.450 verteidigt. Langfristig steht bis 2012 jedenfalls noch eine letzte große Haussewelle auf dem Programm, bevor in der nächsten Dekade eine langfristige Baisse (vergleichbar wie in Japan seit 1989) beginnt. Sollte der Dax die genannte Unterstützung durchbrechen, verschieben sich die entsprechenden Wahrscheinlichkeiten für das langfristige Wellenbild. In diesem Fall wird es ab spätestens nächstem Jahr zu einer mehrmonatigen Rallye bis in den oberen 4.000-er Bereich kommen. Nichtsdestotrotz werden die Bäume in den Folgejahren nicht in den Himmel wachssen, da die große Baisse länger andauert.

Kann man also die jetzige Börsenphase mit der im Oktober 1998 und September 2001 vergleichen? Ja und nein. Parallelen im Grad der Übertreibung sind in jedem Fall erkennbar. Beispielsweise notiert der VDax nur knapp unterhalb der Niveaus von 1998. Andererseits ist aus markttechnischer Sicht Spielraum für weitere Verluste vorhanden, da problemlos weitere 1-3 negative Wochen möglich sind, bevor vergleichbare Niveaus beobachtbar sind.

Um die weiteren Erkenntnisse wieder einmal vorweg zu nehmen: Am Montag wird die Konsolidierung fortgesetzt. NUR, wenn es dem Dax gelingt über 3.850/3.900 zu steigen, wird eine short-squeeze zu schnellen Gewinnen bis 4.400 Punkte führen - also vergleichbar mit der Kursentwicklung im Oktober/November 1998 und 2001. ABER: So lange dieser Bruch nicht vorliegt, wird die Wiederaufnahme der Baisse ab Dienstag favorisiert, so dass es bis Wochenschluss Verluste bis 3.233 bzw. 3.185 gibt. Der Re-Break von 3.590 kann dann als Verkaufssignal verstanden werden.



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