Quelle: iwr.de/
08.02.2012, 11:36 Uhr
BEE fordert mehr Entschlossenheit zur Energiewende
Berlin - Auf dem Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) hat Verbandspräsident Dietmar Schütz die fehlende Entschlossenheit der Bundesregierung in Sachen Energiewende bemängelt. "Zentrale Vorhaben werden von einigen gebremst, blockiert oder sogar hintertrieben", sagte Schütz vor rund 1000 Gästen aus Politik, Verwaltung, Unternehmen und Verbänden. Der Neujahrsempfang war gleichzeitig Feier des 20-jährigen Verbandsjubiläums. "Im Jahr eins nach Fukushima und dem Atomausstieg der schwarz-gelben Regierung darf eigentlich kein Zweifel an dem Willen der Regierung bestehen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien zügig voranzutreiben. Doch die jüngsten Angriffe auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus dem Regierungslager sprechen eine andere Sprache."
Regenerativer Wärmesektor stagniert
Eine der zentralen Fragen ist nach Ansicht des BEE, wie der Umbau im Wärmesektor in Gang gebracht werden kann. Hier werde rund die Hälfte der Energie in Deutschland verbraucht, der Anteil der Erneuerbaren stagniere aber seit Jahren bei etwa zehn Prozent. Daher komme es jetzt darauf an, wirksame Instrumente für den Umstieg auf Erneuerbare Energien zu schaffen. Doch schon bei der ersten Maßnahme, die Sanierungsquote durch Steueranreize zu erhöhen, kämen Bund und Länder nicht zu einer Einigung.
Verbandsgündung im Dezember 1991
Der BEE-Präsident erinnerte in seiner Rede das Festpublikum an die Gründung des Verbandes im Dezember 1991 und bezeichnete die Arbeit der letzten 20 Jahre als erfolgreich. Nun gelte es, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen, um die Ziele von damals zu erreichen: den Aufbau einer klima- und umweltschonende Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energiequellen – unabhängig von fossilen und atomaren Brennstoffen.