damit machen die Montega-Analysten uns Investierten ja einen schönen Deckel auf unsere Zielvorstellungen fürs kommende Jahr. Die Veröffentlichung fällt zusammen mit dem zweiten - mit Stand heute abend wohl abermals gescheiterten - Anlauf, auf dem Weg der Erholung den ersten Widerstand bei ca. 2,10 zu knacken. Der wird also nochmal richtig zementiert durch diese Kurszielfestlegung. Man empfiehlt "halten", aber einen solchen statischen Zwischenzustand gibt es erfahrungsgemäß bei der Verbio nicht - hier geht's entweder rauf oder runter. Ich fürchte, diese Analystenmeinung hat bereits begonnen, kursdämpfend zu wirken, denn allzu viele Auguren kümmern sich ja nun nicht um unsern wackeren Biokraftstofferzeuger mit seinem engen Freefloat voller idealistischer, bereits viel geprügelter Kleinanleger. Da sieht es mit der medialen Aufmerksamkeit für Verbio als Marktführer schon wesentlich besser aus - Herr Sauter tut, was er kann, um das Biomethan immer wieder in die Energiewende-Diskussion einzubringen.
Natürlich haben wir es hier mit einer ausgeprägten "Glas halb leer versus halb voll"-Situation zu tun. Beziehungsweise mit dem kurz- bis mittelfristigen und dem langfristigen Anlagehorizont. Eben eine Wachstumsstory mit dem üblichen Auf und Ab. Die vorgelegte Analyse würdigt durchaus die Aussichten des Biomethangeschäfts sowie die eingetretenen Margen-Verbesserungen bei der Achillesferse Biodiesel, aber rückt die aus der Vergangenheit sattsam bekannten Unsicherheiten fürs erste wieder in den Vordergrund.
Ich fürchte, die immer wieder frustrierte Anlegerphantasie ist der einzige Mist, aus dem Herr Sauter noch keine Energie gewinnen kann.
