Mobilcom-Gründer Schmid will 578 Millionen Euro erlösen
Der scheidene Mobilcom-Chef und Unternehmensgründer Gerhard Schmid will seinen 40prozentigen Anteil an dem hochverschuldeten Unternehmen für 22 Euro je Aktie an die France Telecom abgeben. Damit würde Schmid ca. 578 Millionen Euro erhalten. Das geht aus einem Aktionärsbrief hervor, der vor der heute laufenden Hauptversammlung des Unternehmens veröffentlicht wurde.
Nach monatelangem Streit mit dem Anteilseigner France Télécom kündigte Schmid Ende März diesen Jahres seinen Rücktritt als Firmenchef an. Der französische Konzern hält über seine Mobilfunktochter Orange 28,5 Prozent an MobilCom.
Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz halten Schmids Alleingänge als Geschäftsführer für einen Verstoß gegen die Sorgfaltspflichten. "Sollten seine Aussage dazu in der Hauptversammlung nicht befriedigend sein, werde ich Antrag auf eine Sonderprüfung stellen", sagte Rechtsanwalt Dirk Unrau, der sich mit dem Fall Mobilcom bei der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) befasst. Er will gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmen. Eine Insolvenz des Mobilfunkunternehmens hält er für möglich, "denn die Lage ist ernst". (as)
[ Donnerstag, 30.05.2002, 11:21 ]

bye peet
Der scheidene Mobilcom-Chef und Unternehmensgründer Gerhard Schmid will seinen 40prozentigen Anteil an dem hochverschuldeten Unternehmen für 22 Euro je Aktie an die France Telecom abgeben. Damit würde Schmid ca. 578 Millionen Euro erhalten. Das geht aus einem Aktionärsbrief hervor, der vor der heute laufenden Hauptversammlung des Unternehmens veröffentlicht wurde.
Nach monatelangem Streit mit dem Anteilseigner France Télécom kündigte Schmid Ende März diesen Jahres seinen Rücktritt als Firmenchef an. Der französische Konzern hält über seine Mobilfunktochter Orange 28,5 Prozent an MobilCom.
Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz halten Schmids Alleingänge als Geschäftsführer für einen Verstoß gegen die Sorgfaltspflichten. "Sollten seine Aussage dazu in der Hauptversammlung nicht befriedigend sein, werde ich Antrag auf eine Sonderprüfung stellen", sagte Rechtsanwalt Dirk Unrau, der sich mit dem Fall Mobilcom bei der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) befasst. Er will gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmen. Eine Insolvenz des Mobilfunkunternehmens hält er für möglich, "denn die Lage ist ernst". (as)
[ Donnerstag, 30.05.2002, 11:21 ]

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