Reichen unsere Gesetze nicht aus oder wird viel zu oft ein Kläger zu einem "Vergleich hingeführt", damit die Akte vom Tisch ist?
Ist ein Urteil überhaupt noch etwas Wert?
Für mich hat es keinen Wert mehr.
Mir wurde zwar schriftlich bescheinigt, dass ich recht habe und was der Verurteilte zu machen hat, aber es wird alles legal ? unterlaufen.
Das ist in Deutschland alles ganz einfach.
Man entledige sich seiner Gläubiger indem man einen Firmenbestatter für seine "insolvenzgefährdete" Firma einschaltet. Die Firma wird verkauft und es wird ein neuer Geschäftsführer eingesetzt und meistens wird der Standort gleich mitverlegt, denn im Heimatort des alten Geschäftsführer soll das natürlich auch keiner mitbekommen.
Bei der 1.Verhandlung vor dem Landgericht fehlt der Beklagte unentschuldigt.
Auf jeder Ladung zu einem Gerichtstermin wird ein Zwangsgeld von € 1.000 angedroht, wenn man am genannten Termin unentschuldigt fehlt.
Wahrscheinlich steht es nur da, weil auf dem Blatt Papier noch Platz war und es macht sich gut.
Der Termin ist kurz es wird ein Versäumnisurteil gesprochen. Was hat es für einen Wert?
Dann kommt der nächste Termin, da erscheint der Beklagte selbst nicht, sondern (s)ein Anwalt
in Begleitung eines sehr netten Herrn, der mir während der Verhandlung intensiv in die Augen schaute und mir eindringlich sagte, er ist meinetwegen hier, er ist auf meiner Seite.
Sehr eindrucksvoll!
Dann wurde erstmal mit großen Erklärungen dem Gericht und meinem Anwalt und mir klar gemacht, wie nett und korrekt der Beklagte ist, der nämlich, obwohl die Firma verkauft wurde und er für nichts mehr zuständig ist, für dieses Geschäft alle meine bekannten Forderungen, die dem Gericht und auch dem Beklagten vorlagen, von ihm akzeptiert wurden.
Sobald von mir der Vorwurf kam, was es für eine Art wäre sich seinen Verpflichtungen durch den Verkauf der Fa. über einen Bestatter zu entziehen, hat man sich schnellstens beeilt mich zu unterbrechen, das es hier nicht hergehöre und schließlich käme der Beklagte mir entgegen indem er alle meine Forderungen privatrechtlich anerkennen würde.
Ich habe dem Vergleich mit einem "dicken Hals" zugestimmt, weil man sich beeilte zu sagen dass dieses Angebot des Herrn H. jetzt angenommen werden kann oder ich sollte es lassen, dann hätte ich u.U. gar nichts, denn er ist vom Gesetz her zu diesem Angebot nicht verpflichtet.
Plötzlich war es "verkehrte Welt" und wenn ich mich nicht kooperativ gezeigt hätte, wäre ich als "gefühlte" Schuldige aus der Verhandlung gegangen.
Ich war eine Klägerin die kooperativ war und die Erwartungshaltung aller erfüllt habe.
Meinen Anwalt habe ich selbst zahlen müssen wie das so bei einem Vergleich ist, plus einer Vergleichsgebühr.
Leider hat der Beklagte sich nicht an die Umsetzung des Urteils gehalten und sein Anwalt antwortet nicht einmal mehr auf Schreiben meines RA.
Jetzt könnte ich natürlich wieder klagen und dann?
Dann hätte ich noch mehr Kosten an der Backe.
Dieser Wirtschaftsdienst wird übrigens bei Abzocker.News.de genant und die Firma wurde dort "vorgestellt".
Es ist ja nicht nur die Börse wo manipuliert und betrogen wird. So wie es aussieht und ich es erlebe zieht es sich durch alle Bereiche.
Offenbar ist das alles legal.
Gibt es überhaupt noch eine Werteordnung?