Investmentchance Uran: 440 Reaktoren sind aktuell am Netz
Liebe Leser,
Gold und Silber sind als Rohstoffe sehr beliebt und vor allem teuer. Das liegt auch daran, dass sie so selten sind. Beim Uran ist das ganz anders: Uran ist in der Erdkruste 40mal häufiger zu finden als Silber und sogar 500mal häufiger als Gold. Aber dennoch wissen die meisten Menschen nur sehr wenig über diesen enorm energiereichen Rohstoff. Der folgende Vergleich verdeutlicht Ihnen den enormen Energiegehalt von Uran: Ein typisches Uranpellet wiegt ca. 7 Gramm. Dieses Pellet kann so viel Energie herstellen wie 3,5 Barrel Öl, 481 m³ Erdgas oder rund 800 kg Kohle.
Dennoch kostet ein Pfund Uran derzeit nur rund 40 Dollar. Das ist sehr weit vom Rekordpreis von 136 Dollar entfernt, den der Rohstoff genau vor drei Jahren erreicht hatte. Seit dem ging es stetig bergab mit dem Preis. Ein Problem des Marktes bestand zuletzt darin, dass viele neue Minen in Betreib genommen wurden. So hat der große Urankonzern Cameco ermittelt, dass in den vergangenen zehn Jahren 27 neue Minen in neun verschiedenen Ländern in Produktion gegangen sind. Das hat zu einem neuen jährlichen Angebot von annähernd 65 Mio. Pfund pro Jahr geführt.
Auf dem aktuellen Preisniveau können jedoch nur wenige neue Minen auch tatsächlich profitabel betrieben werden. Dieses Preisniveau reicht aber auf gar keinen Fall aus, um die in Zukunft benötigten neuen Uranminen auch tatsächlich an den Start zu bringen. Aktuell schätzen die Analysten von RBC Capital Markets, dass allein die stark steigende Urannachfrage in China den Preis im kommenden Jahr um bis zu 32% steigen lassen könnte. Daraus ergäbe sich ein Durchschnittspreis von rund 55 Dollar pro Pfund. Die weiter steigende Nachfrage könnte dann den Preis in den Bereich zwischen 60 und 80 Dollar antreiben.
2009 war jedoch ein Jahr mit einem Angebotsüberhang. Doch 2010 sieht es bislang so aus, als ob der Uranmarkt ein kleines Überangebot erreichen wird. So wird wohl die Minenproduktion in diesem Jahr 134 Mio. Pfund erreichen und damit deutlich zulegen. Auf der anderen Seite nimmt das Sekundärangebot immer weiter ab. Dazu zählen auch noch Militärbestände in den USA oder auch Russland, die sukzessive auf den Markt gebracht werden. Klar ist jedoch schon jetzt, dass dieses Angebot in den nächsten Jahren deutlich an Bedeutung verlieren wird. Lag der Anteil im vergangenen Jahr noch bei knapp 29%, so erwarten viele Experten bis 2015 ein deutliches Absacken auf unter 14%.
Die drei größten Produktionsländer (Kazachstan, Kanada und Australien) machen aktuell knapp zwei Drittel der Minenproduktion aus. Dort sind zuletzt viele neue Minen in Produktion gegangen. Das lässt sich beispielsweise daran ablesen, dass die Produktionsmenge in Kasachstan in den vergangenen drei Jahren um mehr als 100% gestiegen ist. So sorgt allein die Tortkuduk Mine die in Zusammenarbeit von Kazatompron und dem französischen Atomkonzern Areva betrieben wird allein für 4% der weltweiten Uranproduktion.
Doch auch bei den dahinter platzierten Ländern passiert sehr viel. Namibia ist dafür ein gutes Beispiel. Aus eigner Anschauung kenne ich das Warmbad-Projekt des kanadischen Uranexplorers Xemplar Energy. Doch in Namibia gibt es schon jetzt zahlreiche produzierende Minen und das Produktionsvolumen des afrikanischen Landes ist in den vergangenen drei Jahren auch um rund 60% gestiegen. Im weltweiten Ranking reicht das derzeit für den vierten Platz ein –mit einem deutlichen Abstand zu Russland.
Daran sehen Sie, dass auf dem Uranmarkt derzeit viel Bewegung herrscht. Die weitere Verbreitung der Kernenergie rund um den Globus wird somit mittel- bis langfristig für einen deutlichen Nachfrageschub beim Uran sorgen. So gibt es aktuell nach Angaben der World Nuclear Organisation 439 aktive Atomreaktoren, die den weltweiten Energiebedarf zu 14% decken. Weitere 59 sind aktuell im Bau und noch einmal 149 sind entweder schon geplant oder sogarin Auftrag gegeben.
Welche Uranfirmen von diesem Boom am meisten profitieren, erläutere ich Ihnen in einer weiteren Folge der Serie „Investmentchance Uran“.
Bis morgen,
Heiko Böhmer
Chefredakteur „Privatfinanz-Letter“
www.gevestor.de/...tm_medium=email&utm_campaign={campaign}
Liebe Leser,
Gold und Silber sind als Rohstoffe sehr beliebt und vor allem teuer. Das liegt auch daran, dass sie so selten sind. Beim Uran ist das ganz anders: Uran ist in der Erdkruste 40mal häufiger zu finden als Silber und sogar 500mal häufiger als Gold. Aber dennoch wissen die meisten Menschen nur sehr wenig über diesen enorm energiereichen Rohstoff. Der folgende Vergleich verdeutlicht Ihnen den enormen Energiegehalt von Uran: Ein typisches Uranpellet wiegt ca. 7 Gramm. Dieses Pellet kann so viel Energie herstellen wie 3,5 Barrel Öl, 481 m³ Erdgas oder rund 800 kg Kohle.
Dennoch kostet ein Pfund Uran derzeit nur rund 40 Dollar. Das ist sehr weit vom Rekordpreis von 136 Dollar entfernt, den der Rohstoff genau vor drei Jahren erreicht hatte. Seit dem ging es stetig bergab mit dem Preis. Ein Problem des Marktes bestand zuletzt darin, dass viele neue Minen in Betreib genommen wurden. So hat der große Urankonzern Cameco ermittelt, dass in den vergangenen zehn Jahren 27 neue Minen in neun verschiedenen Ländern in Produktion gegangen sind. Das hat zu einem neuen jährlichen Angebot von annähernd 65 Mio. Pfund pro Jahr geführt.
Auf dem aktuellen Preisniveau können jedoch nur wenige neue Minen auch tatsächlich profitabel betrieben werden. Dieses Preisniveau reicht aber auf gar keinen Fall aus, um die in Zukunft benötigten neuen Uranminen auch tatsächlich an den Start zu bringen. Aktuell schätzen die Analysten von RBC Capital Markets, dass allein die stark steigende Urannachfrage in China den Preis im kommenden Jahr um bis zu 32% steigen lassen könnte. Daraus ergäbe sich ein Durchschnittspreis von rund 55 Dollar pro Pfund. Die weiter steigende Nachfrage könnte dann den Preis in den Bereich zwischen 60 und 80 Dollar antreiben.
2009 war jedoch ein Jahr mit einem Angebotsüberhang. Doch 2010 sieht es bislang so aus, als ob der Uranmarkt ein kleines Überangebot erreichen wird. So wird wohl die Minenproduktion in diesem Jahr 134 Mio. Pfund erreichen und damit deutlich zulegen. Auf der anderen Seite nimmt das Sekundärangebot immer weiter ab. Dazu zählen auch noch Militärbestände in den USA oder auch Russland, die sukzessive auf den Markt gebracht werden. Klar ist jedoch schon jetzt, dass dieses Angebot in den nächsten Jahren deutlich an Bedeutung verlieren wird. Lag der Anteil im vergangenen Jahr noch bei knapp 29%, so erwarten viele Experten bis 2015 ein deutliches Absacken auf unter 14%.
Die drei größten Produktionsländer (Kazachstan, Kanada und Australien) machen aktuell knapp zwei Drittel der Minenproduktion aus. Dort sind zuletzt viele neue Minen in Produktion gegangen. Das lässt sich beispielsweise daran ablesen, dass die Produktionsmenge in Kasachstan in den vergangenen drei Jahren um mehr als 100% gestiegen ist. So sorgt allein die Tortkuduk Mine die in Zusammenarbeit von Kazatompron und dem französischen Atomkonzern Areva betrieben wird allein für 4% der weltweiten Uranproduktion.
Doch auch bei den dahinter platzierten Ländern passiert sehr viel. Namibia ist dafür ein gutes Beispiel. Aus eigner Anschauung kenne ich das Warmbad-Projekt des kanadischen Uranexplorers Xemplar Energy. Doch in Namibia gibt es schon jetzt zahlreiche produzierende Minen und das Produktionsvolumen des afrikanischen Landes ist in den vergangenen drei Jahren auch um rund 60% gestiegen. Im weltweiten Ranking reicht das derzeit für den vierten Platz ein –mit einem deutlichen Abstand zu Russland.
Daran sehen Sie, dass auf dem Uranmarkt derzeit viel Bewegung herrscht. Die weitere Verbreitung der Kernenergie rund um den Globus wird somit mittel- bis langfristig für einen deutlichen Nachfrageschub beim Uran sorgen. So gibt es aktuell nach Angaben der World Nuclear Organisation 439 aktive Atomreaktoren, die den weltweiten Energiebedarf zu 14% decken. Weitere 59 sind aktuell im Bau und noch einmal 149 sind entweder schon geplant oder sogarin Auftrag gegeben.
Welche Uranfirmen von diesem Boom am meisten profitieren, erläutere ich Ihnen in einer weiteren Folge der Serie „Investmentchance Uran“.
Bis morgen,
Heiko Böhmer
Chefredakteur „Privatfinanz-Letter“
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