an einen Investor verkaufen, der Schuss könnte ja in einer gewissen Zeit nach hinten losgehen, wenn der Investor seine Zusagen nicht einhält. Bei stark überschuldeten Unternehmen ist es gängige Praxis, diese zu einen niedrigen Preis an Investoren zu verkaufen.
Bei Thielert liegt der Fall aber völlig anders, wie hier alle wissen, deshalb auch keine weiteren Erklärungen.
Schon am 3. Sept. 2008 sagte Dr. Kübler "Wir können dem Investor ein intaktes Unternehmen anbieten, das keine Verluste macht."
Durch den Einstieg von Prof. Kappler (ein genialer Schachzug Küblers) im Juli 2008 wurden die Motoren und die technichen Komponenten wie Kupplung usw. so perfektioniert, dass sich die Wartungsintervalle mehr als verdoppelten.
Am 1. Juli 2008 wurde das Insolvenzverfahren gegen die Thielert AG eröffnet. Bereits einen Tag später begann der Investorenprozess mit einem Anschreiben Küblers an mindestens 30 potentielle Interessenten. Laut einer Aussage von Kübler dauert so ein Prozess vom 1. Kontakt bis zum Abschluss 3 Monate.
Der zweite Investorenprozess begann am 1.12.2010. Das Resultat würde demnach nicht von 1.März 2011 vorliegen.
Für das Geschäftsjahr 2007 existieren öffentlich nur die 3-Monatszahlen, habe sie aufs Jahr hochgerechnet.
2007 Umsatz 84 Mio Euro
Gewinn pro Aktie 0,53 Euro
durchschnittlicher Kurs 20 Euro
MCap 30.7.2007 426 Mio Euro
Höchstkurs 12.5.2006 27,50 Euro MCap 583 Mio Euro
Vor dem Absturz des Kurses am 3.1.2008 lag der MCap immerhin noch bei 311 Mio Euro.
Wieso soll diese Firma jetzt, nach der excellenten Sanierung und Restrukturierung nur noch 80-100 Mio Euro wert sein. Den Umsatzanstieg in den letzten 3 Jahren schätze ich auf mindestens 60%. Ein Umsatz von geschätzt 134 Mio Euro 2010 würde nicht einmal das einfache Umsatzmultiple zum Kaufpreis bedeuten. Das 2-3 fache Multiple wäre bei einer Technologiefirma mit schönen operativen Gewinnen ein akzeptables Level.
Drei Messen mit Thielert-Beteiligung stehen an:
13.-16.4. AERO Friedrichshafen
27.-29.5. Aviation Expo Bitburg
17.-19.6. AERO EXPO Sywell GB
Ich kann mir nur einen Grund vorstellen, die Thielert Aircraft Engines GmbH an einen Investor zu verkaufen anstatt sie restrukturiert und florierend an den IV Dr. Ahrendt und damit an die AG zu übergeben.
Da Herr Kübler eine Rückführung in die AG öffentlich nie in Betracht gezogen hat, nehme ich berechtigterweise an, dass der Verkauf honorarmäßig für ihn der wesentlich lukrativere Weg ist. Hoffentlich werden wir Aktionäre da nicht verarscht.
Wenn hier am Board ein Kenner im Insolvenzrecht ist, wäre ich dankbar um einen Kommentar.
Quellen: Websites von Kübler, Thielert, Ariva, AERO-Kurier