Kostolany out?


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Slater:

Kostolany out?

 
06.12.05 12:47
Die Schlaf-Therapie ist out
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Kostolanys Schlaftabletten-Strategie zahlt sich nicht immer aus. Einige frühere Top-Unternehmen stehen heute in der zweiten Reihe. Fondsgesellschaften raten deshalb zu Fonds, aber auch Indexzertifikate sind eine Alternative.
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"Kaufen Sie sich sichere Aktien, an die Sie glauben, und nehmen Sie ein paar Schlaftabletten für die nächsten 10 Jahre – und dann schlaaafen Sie!" Es war einer bekanntesten Ratschläge von André Kostolany, der ein Verfechter der langfristigen Anlagestrategie war. Der 1999 verstorbene Börsenaltmeister riet immer wieder, Aktien "laaaange" liegen zu lassen.

Doch die Buy-and-Hold-Strategie besteht den Praxistest nicht. Eine Auswertung der Fondsgesellschaft Fidelity International zeigt, dass die Börsenschwergewichte vor zwanzig Jahren heute nicht mehr in den Top-Ten-Listen zu finden sind.

Daimler nicht mehr unter den Top 20
"Viele Anleger setzen auf die größten Aktiengesellschaften und fühlen sich damit auf der sicheren Seite. Größe allein ist jedoch kein Kriterium für Sicherheit", sagte Andreas Kuschmann, Leiter Investment Consulting von Fidelity International in Deutschland. "Die Gegenüberstellung zeigt, dass auch langfristig geplante Anlagen stets überprüft und häufig angepasst werden müssen.
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Der Automobilhersteller DaimlerChrysler (damals Daimler-Benz) zum Beispiel rangierte vor 20 Jahren hinter Royal Dutch Shell auf Platz 2. Heute ist der Konzern trotz der Fusion mit Chrysler auf Platz 21 zu finden. Anders der französische Ölkonzern Total. Vor 20 Jahren noch auf Platz 98 führt das Unternehmen heute mit 147 Milliarden Euro Börsenwert die Liste der größten Unternehmen in Kontinentaleuropa an.

Noch anschaulicher sind die Veränderungen auf Länderebene. Waren damals unter den zehn größten noch sieben deutsche Unternehmen, darunter Siemens, Allianz und die Deutsche Bank, ist heute keines mehr unter den Top Ten. Dafür haben die Schweizer nun die Oberhand gewonnen. Sie waren 1985 lediglich mit der Schweizer Bankgesellschaft vertreten, heute sind es gleich vier: Novartis, Nestlé Roche und UBS.

Vorsicht vor zu viel "hin und her"
Die Welt ist schneller und dynamischer geworden. Eine einzelne Aktie zu erwerben und sich nicht mehr darum zu kümmern, kann sehr riskant sein. Das Portfolio muss ständig überprüft, aktuelle Marktentwicklungen verfolgt werden. Falls nötig, muss der Anleger sein Depot umschichten, etwa wenn sich bei Fundamentaldaten wie Zinsen und Währungen bedeutende Veränderungen ergeben haben.

Nach wie vor Gültigkeit hat aber zugleich auch der alte Leitspruch: Hin und Her macht Taschen leer. Denn die Kosten für Kauf und Verkauf von Aktien sind nicht zu unterschätzen. Sie schmälern die Rendite.

Fonds versus Zertifikate
Fidelity stellt – verständlicherweise – die Überlegenheit von Fonds heraus, bei denen die Titelauswahl und -beobachtung einem professionellen Fondsmanager übertragen wird. Doch Fonds sind jedoch nicht das Allheilmittel. Sie bieten zwar ein diversifiziertes Portfolio und die Chance, stärker als der Gesamtmarkt zu gewinnen. Gleichzeitig könnte aber auch der Fondsmanager falsch liegen, so dass sich sein Fonds schlechter als der Markt entwickelt.

Entsprechendes lässt sich mit Zertifikaten auf den gewünschten Index erreichen. Sie bieten ebenfalls eine breite Streuung und vollziehen Indexanpassungen nach. Der Anleger verdient automatisch an jeder Bewegung des Marktes nach oben, verliert aber auch bei jedem Rückschlag. Dazu kommen die üblichen Gebühren für den Kauf sowie je nach Emittent ein mehr oder weniger großer Spread und jährliche Managementgebühren. Umfassende Vergleichsmöglichkeiten bietet zum Beispiel die Website www.zertifikateweb
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