Karstadt-Quelle erfüllt Umsatzprognose


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Karstadt-Quelle erfüllt Umsatzprognose

 
10.01.02 10:26
Europas größter Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle hat nach vorläufigen Zahlen 2001 die eigene Umsatzprognose erfüllt.

Reuters ESSEN. Der Umsatz sei im Konzern um 4 % auf 15,9 (Vorjahr 15,2) Mrd. € gestiegen, teilte das Handelshaus am Donnerstag in Essen mit. Im November war die Umsatzprognose wegen der Konsumschwäche von sieben auf vier Prozent fast halbiert worden. Das Weihnachtsgeschäft sei zufrieden stellend verlaufen. Den Umsatz für das vierte Quartal 2001 bezifferte der Konzern mit 4,8 Mrd. €, nach 4,5 Mrd. € im Vorjahr. Ergebniszahlen nannte Karstadt nicht.

Konzernchef Wolfgang Urban erklärte nur, zu der im November vorgelegten Ergebnisprognose für 2001 gebe es nichts Neues zu berichten. Damals hatte Urban gesagt, die geplante Steigerung des Vorsteuergewinns um 25 % sei erreichbar. Nur indirekt gab Urban für das Geschäftsjahr 2002 einen Ausblick. Er verwies auf das laufende Wertsteigerungsprogramm. Danach soll die Umsatzrendite bis 2003 von knapp zwei Prozent auf vier Prozent verdoppelt und der 2000 erzielte Vorsteuergewinn von 272 Mill. € auf über 700 Mill. € fast verdreifacht werden.

Kooperation mit der Telekom

Europas größter Warenhaus- und Versandhandelskonzern und die Deutsche Telekom wollen nach Angaben von Karstadt-Quelle künftig mit weiteren Partnern eine gemeinsame Kundenkarte anbieten und haben dazu ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Details würden die Partner Ende Januar bekannt geben, teilte Karstadt-Quelle weiter mit. Über das Bündnis zwischen dem Handelskonzern und der Telekom war seit August vergangenen Jahres spekuliert worden. Mit einer gemeinsamen Kundenkarte könnten die beiden Unternehmen der von Metro und Deutsche Lufthansa getragenen Payback-Karte die Führungsrolle in Deutschland streitig machen.

Die Kundenkarte von Karstadt-Quelle und anderen Konzerntöchtern steckt nach früheren Angaben in mehr als acht Millionen Geldbörsen, während die Telekom mit ihrem im Herbst 2001 gestarteten Kundenkartenprogramm Zugang zu mehr als 40 Millionen Haushalten in Deutschland hat.

Ausbau des Immobilien- und Bankgeschäftes

Die ECM-Euro-Center-Management GmbH, Essen, soll weiteren Angaben zufolge eine führende Rolle im Center- und Facility-Management im Einzelhandel übernehmen. Die Karstadt Hypothekenbank soll zunächst die Immobilienbestände und künftigen Investitionen des Konzerns finanzieren, jedoch ausdrücklich keine Fremdrisiken. Später sind auch Vermieter- und Kundenfinanzierungen geplant. Die Bank wird geleitet von Robert K. Gogarten, vorher Vorstand der Düsseldorfer Hypotheken Bank AG und Managing Director der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, sowie von Walter-Dietrich Poetsch, ehemals Vorstand der Westfälische Hypothekenbank AG.

Der Konzern expandiert ferner im Markt für Informationsdienstleistungen. Dazu wurde die Karstadt-Quelle Information Services GmbH (KQIS), Essen, gegründet. Sie werde ein ganzheitliches Angebot an Informationsdienstleistungen anbieten und sich hauptsächlich auf die Felder Marketing-, Risiko- und Forderungs-Management konzentrieren, wird erläutert. Das im Konzern bestehende Dienstleistungs-Portfolio in diesem Bereich wird unter dem Dach der Gesellschaft neu strukturiert und vernetzt. Das Angebot der neuen Dienstleistungsgesellschaft richtet sich an Konzern- und Drittgesellschaften.

Durch Akquisitionen sowie durch Ausweitung des Geschäfts, insbesondere mit Drittkunden, soll der Umsatz im Bereich Informationsdienstleistungen im Geschäftsjahr 2003 auf etwa 92 (2001: rund 49) Mill. € steigen. Zu Geschäftsführern wurden Klaus Hassel, Martin Krämer und Rainer Meckelein ernannt.
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