Steine und Brandsätze fliegen durch die Luft
Bei den Zusammenstößen zwischen Hindus und Muslimen in Westindien kommt es zu immer brutaleren Exzessen: Hindus stürmten ein Elendsviertel in Ahmadabad und steckten die Behausungen von Muslimen in Brand. 27 Menschen verbrannten, die meisten davon im Schlaf. Hunderte von Menschen suchten vor den marodierenden Banden Schutz in Krankenhäusern. Es sind die schwersten Unruhen in Indien seit neun Jahren.
Sicherheitskräfte haben Lage nicht im Griff
Zwar wurden die Sicherheitskräfte von regulären Truppen der Streitkräfte verstärkt, die Polizei sah sich aber dennoch außer Stande, die weit verbreiteten Ausschreitungen einzudämmen. Es gab zahlreiche Zwischenfälle mit Steinewerfern, in den Krankenhäusern wurden zahlreiche Verletzte mit Stichwunden behandelt. Seit Beginn der Unhruhen wurden 1200 Personen verhaftet. In 30 Städten gelten Ausgangssperren.
158 Menschen starben seit Mitte der Woche
Der Innenminister des Staates Gujarat, K. Nityanandam teilte mit, dass seit Beginn der Rachezüge nationalistischer Hindus 158 Menschen umgebracht wurden. Die Zahl könnte noch steigern, da noch nicht alle Opfer des Massakers in den Elendshütten geborgen seien. Auslöser der Gewalt war ein Brandanschlag von Muslimen auf einen Zug, bei dem am Mittwoch 58 Hindus umkamen.
Geplanter Tempelbau ist Ursache für Streit
Hintergrund der Unruhen ist der Streit um Ayodhya im Norden Indiens. Hindu-Fundamentalisten wollen dort auf den Trümmern einer Moschee einen Tempel für den Hindu-Gott Ram bauen. Die Zerstörung der Moschee durch Hindu-Fanatiker hatte Ende 1992 Unruhen ausgelöst, bei denen schon damals 2000 Menschen getötet wurden.
Moslems sind in Indien in der Minderheit
Von den mehr als eine Milliarde Menschen in Indien sind 82 Prozent Hindus und zwölf Prozent Moslems. Die überwiegende Mehrheit der Hindus und Moslems ist nicht fundamentalistisch und lebt friedlich zusammen. Provokateuren gelingt es aber immer wieder, Ausschreitungen auszulösen. Auch nach der Welle der Gewalt in Gujarat stellten viele die Frage, wer ein Interesse an dieser Eskalation haben könne. Verteidigungsminister George Fernandes forderte zu prüfen, ob der pakistanische Geheimdienst ISI die Hand im Spiel haben könnte..
Quelle: spiegel.de / dpa/AP
Bei den Zusammenstößen zwischen Hindus und Muslimen in Westindien kommt es zu immer brutaleren Exzessen: Hindus stürmten ein Elendsviertel in Ahmadabad und steckten die Behausungen von Muslimen in Brand. 27 Menschen verbrannten, die meisten davon im Schlaf. Hunderte von Menschen suchten vor den marodierenden Banden Schutz in Krankenhäusern. Es sind die schwersten Unruhen in Indien seit neun Jahren.
Sicherheitskräfte haben Lage nicht im Griff
Zwar wurden die Sicherheitskräfte von regulären Truppen der Streitkräfte verstärkt, die Polizei sah sich aber dennoch außer Stande, die weit verbreiteten Ausschreitungen einzudämmen. Es gab zahlreiche Zwischenfälle mit Steinewerfern, in den Krankenhäusern wurden zahlreiche Verletzte mit Stichwunden behandelt. Seit Beginn der Unhruhen wurden 1200 Personen verhaftet. In 30 Städten gelten Ausgangssperren.
158 Menschen starben seit Mitte der Woche
Der Innenminister des Staates Gujarat, K. Nityanandam teilte mit, dass seit Beginn der Rachezüge nationalistischer Hindus 158 Menschen umgebracht wurden. Die Zahl könnte noch steigern, da noch nicht alle Opfer des Massakers in den Elendshütten geborgen seien. Auslöser der Gewalt war ein Brandanschlag von Muslimen auf einen Zug, bei dem am Mittwoch 58 Hindus umkamen.
Geplanter Tempelbau ist Ursache für Streit
Hintergrund der Unruhen ist der Streit um Ayodhya im Norden Indiens. Hindu-Fundamentalisten wollen dort auf den Trümmern einer Moschee einen Tempel für den Hindu-Gott Ram bauen. Die Zerstörung der Moschee durch Hindu-Fanatiker hatte Ende 1992 Unruhen ausgelöst, bei denen schon damals 2000 Menschen getötet wurden.
Moslems sind in Indien in der Minderheit
Von den mehr als eine Milliarde Menschen in Indien sind 82 Prozent Hindus und zwölf Prozent Moslems. Die überwiegende Mehrheit der Hindus und Moslems ist nicht fundamentalistisch und lebt friedlich zusammen. Provokateuren gelingt es aber immer wieder, Ausschreitungen auszulösen. Auch nach der Welle der Gewalt in Gujarat stellten viele die Frage, wer ein Interesse an dieser Eskalation haben könne. Verteidigungsminister George Fernandes forderte zu prüfen, ob der pakistanische Geheimdienst ISI die Hand im Spiel haben könnte..
Quelle: spiegel.de / dpa/AP