So lange bei Ariva solche Typen wie dieser diplom-oekonom schreiben dürfen, der eigentlich von Ariva als Volksverhetzer angezeigt werden müsste z.B. wegen "Türken sind Kamelficker" und User unbeirrt in anderen Aktienthreads folgen und Stalken darf, so lange werde ich bei Ariva in Aktienthreads nur noch ganz ganz selten schreiben. Daran ändert auch nichts, dass dieser sogenannten diplom von Ariva in diesem Jahr über 120 Tage gesperrt wurde. Wenn Ariva meint, dass man solche Poster wie diesen sogenannten diplom-oekonom unbedingt braucht, so lange schreibe ich meine Aktienkommentare viel lieber auf Facebook und das funktioniert auch recht gut. Da ziehe ich solche Typen sofort aus dem Verkehr. Bin ja dann auch noch über Boardmail zu erreichen, zumindest so lange wie ich bei Ariva noch angemeldet bin und das kann sich recht schnell ändern, denn ich lass mich von Ariva mit Sicherheit nicht verarschen.
So viel dazu. Ein wenig noch zu Solar. Offenbar rüstet sich Sunpower vor einem akuten Liquiditätsengpass und somit vor einer Insolvenz. Jedenfalls hat das vorgestern Sunpower klipp und klar bei ihren Q3-Zahlen so gesagt. Man wird um die Liquidität zu erhöhen weitere Assets verkaufen. Schon in den letzten Monaten hat ja Sunpower etliche Assets verkauft um an Cash zu kommen (der 49%ige Anteil am Yieldco, 8point3 Energy Partners und das Geschäft mit Mikro-Wechselrichtern an Enphase Energy). So wird man Teile des einzigen profitablen Sunpower Geschäftes, das Aufdachanlagen-Leasingsgeschäft, verkaufen und man wird ein Mezzanine-Darlehn aufnehmen zu einem Zinssatz von 11,75% und dieser hohe Zinssatz zeigt wie eng es bei Sunpower steht mit Cash.
Die Zahlen von Sunpower sind ja auch desaströs. In Q3 gab es einen Nettoverlust von 90 Mio. $ bei einem Umsatz von 428 Mio. $ und für die ersten 3 Quartale sind nun schon satte 745 Mio. $ an Verlusten angefallen. Für Q4 hat Sunpower einen Verlust von 135 bis 165 Mio. $ prognostiziert.
newsroom.sunpower.com/...unPower-Reports-Third-Quarter-Results
So übel ist es Jinko bei weitem nicht. Nicht mal ansatzweise, denn in Q3 werden nach meiner Einschätzung Gewinne auf Nettogewinnbasis herausschauen mit in etwa 14 bis 16 Mio. $, also ein EPS von um die 0,40 $. Sollte Jinko ihre Guidance einhalten können mit einem Modulabsatz aufs Gesamtjahr von um die 11,5 GW und einer Bruttomarge im 2. Hj. von um die 15%, dann sollte in Q4 ein EPS > 0,50 $ sehr realistisch sein. Zumal ja der Yuan dann doch deutlich gefallen ist gg. dem US Dollar und das sollte beim Modulverkauf außerhalb Chinas dann doch sehr hilfreich sein. Ganz spannend dürfte sein in wie weit Jinko ihre Produktionskosten runter gebracht hat, denn der rückläufige Yuan wie auch die sehr billigen Polysilziumpreise sind dann alleine schon sehr hilfreich.
Übrigens hat die UBS das Kurszeil für Jinko deutlich von 18 auf 12 $ gesenkt (= wäre immerhin ein Plus von 50% zum aktuellen Kurs) und ihr Buy-Rating bestätigt:
whatsonthorold.com/2018/11/01/...target-price-per-share-of-12/
Es ist aber ganz schwer bzw. gar nicht einzuschätzen wie es hier weiter geht kurstechnisch. Eigentlich juckt es mich richtig hier mit der ersten Posi rein zugehen bei diesem Kursniveau von 8 $ (wir reden hier bei Jinko von einem KUV von unter 0,1 - das entspricht schon mehr als Insolvenzniveau), denn erstens scheint sich die globale Nachfragesituation schön aufzuhellen (selbst Deutschland dürfte in diesem Jahr wieder auf 3 GW an Solarneuinstallationen kommen - in China sieht es offenbar dann doch nicht ganz so übel aus wie gedacht), zweitens kommen gerade neue Polyfertigungskapazitäten auf dem Markt und China hat ihre Strafzölle gegen Wacker Chemie aufgehoben (das alles sollte dazu führen, dass Polysilizium sehr billig bleiben wird - Polykosten machen immerhin rd. 22% der Modulfertigungskosten bei Jinko aus), drittens verbuchte Jinko in Australien wie auch in Vietnam in den letzten Wochen super Aufträge (dazu kommt noch, dass in starken Märkten von Jinko wie in Europa, Australien und Südafrika es im nächsten Jahr zu einem hohen Wachstum kommen wird = so könnte Jinko die Wachstumsschwächen in China, USA und Indien wohl kompensieren können), viertens dürften in den kommenden Quartalen die ersten eigenen Projektverkäufe anstehen z.B. Dubai oder Mexiko (= wird zusätzlichen hochprofitablen Umsatz bringen) und fünftens scheinen die Modulpreise ihren Boden seit gut 3, 4 Wochen auf niedrigen Niveau nun gefunden zu haben nach dem viele Tier 2 und Tier 3 Solaris ihre Fertigungen zurückgefahren haben, während viele Tier 1 Solars auf Volllast fahren:
pv.energytrend.com/price/20181101-12535.html
Letztendlich dürfte aber die Bruttomarge und damit der Spread zwischen Modulverkaufspreis und Fertigungskosten die Schlüsselmarke sein für den Kurs.