Die Credite Suisse hat bei Jinko ihre EPS-Schätzung für dieses Jahr von 6,48 auf 5,70 $ gesenkt (2017 von 6,98 auf 6,60 $), bei Trina von 1,41 auf 1,30 $ und bei JA Solar von 1,72 auf 1,56 $. Das Jinko Kurziel wurde ja bekanntermaßen von 42 auf 40 $ gesenkt.
Die Credite Suisse gibt sich recht skeptisch gg. Solar vor allem bezüglich Nachfrage und Überkapazitäten. Wobei aber die Credite Suisse bei ihren Zubauschätzungen für dieses Jahr mit 59 GW meines Erachtens dann schon mehr als sehr konservativ ist. Sieht man gut an den Prognosen über China mit nur 16,1 GW (heute hat der weltgrößte Polysiliziumproduzent und weltgrößte Waferhersteller GCL Poly für China einen Zubau von 20 GW prognostizert und die sollten es nun wirklich wissen), den USA mit 11 GW (selbst das amerikanische Energieministerium geht von 13,5 GW aus - höchste Prognosen liegen bei 16 GW) und Japan mit lediglich 6 GW (wenn ich mir anschaue was dort so alles aktuell gebaut wird, dann kommen da in diesem Jahr wie von Solar Frontier prognostiziert mit Sicherheit so um die 10 GW raus). Interessant ist aber, dass die Credite Suisse im kommenden Jahr von einem deutlich höheren Wachstum ausgeht wie in diesem Jahr. In diesem Jahr erwarten die Schweizer lediglich ein Wachstum von 6 GW bzw. 12% auf 58,8 GW (2015: + 7 GW bzw. 17% auf 52,7 GW) und in 2017 rechnen sie mit einem Wachstum von 9 GW bzw. 16% auf 68 GW.
Die Hauptgründe warum die Credite Suisse so skeptisch ist mit ihrer 2016er Nachfrageprognose sind die Probleme bei den YieldCos (mittlerweile sind laut der Credite Suisse 6 GW an Solarkraftwerkskapazitäten gebaut worden, die eigentlich für einen YieldCo gedacht waren), die Einspeisevergütungskürzungen in China/Japan und den nach wie vor großen Verzögerungen bei der Auszahlung der Einspeisevergütungen in China.
Da die Credite Suisse bei ihren Zubauprognosen dann doch recht niedrig liegt meines Erachtens nach sieht die Credite Suisse auch höhere Überkapazitäen wie im Vorjahr. Es wird erwartet, dass in diesem Jahr 10 GW an neuen Zellfertigungskapazitäten aufgebaut werden (2015 sollen es 8 GW gewesen sein), während das Wachstum aber nur 6 GW betragen soll (2015: + 7 GW). Nach den Zahlen der Credite Suisse lagen die Zellfertigungsüberkapaziäten in 2014 bei 26 GW, in 2015 bei 27 GW und in diesem Jahr sollen die Überkapazitäten um 4 GW auf 31 GW steigen und damit wären sie fast auf dem Niveau von 2011.Im Gesamten geht die Credite Suisse Ende des Jahres von Zellfertigungskapazitäten von 89 GW aus (2015: 79 GW).
Bei den Wafer erwartet die Credite Suisse einen Engpass, da nur 4,9 GW an neuen Waferfertigungskapazitäten dazu kommen sollen in diesem Jahr. Heute hat aber GCL Poly angekündigt, dass man seine Waferfertigungskapazitäten von 15 auf 18 GW erhöht und zugleich auch die Polysilziumfertigungskapazitäten von 75.000 auf 100.000 t deutlich ausbauen wird (in etwa 4,5 bis 5 GW).
Bezüglich der Entwicklung der Modulpreise/Bruttomargen ist die Credite Suisse logischerweise aufgrund ihrer Schätzungen bezüglich Nachfrage und Zellüberkapazitäten etwas negativer eingestellt wie Jinko und Co. Die erwarten im Schnitt einen relativen stabilen Modulpreis bis Mitte des Jahres und im 2. Halbjahr soll er zwischen 5 bis 10% fallen. So ab Mai/Juni kommen dann recht viele neue Modul/Zellfertigungskapazitäten in den Markt und die Q3-Nachfrage ist eh relativ schwach und könnte in diesem Jahr sogar das schwächste Absatzquartal werden. Die Credite Suisse dagegen erwartet einen größeren Preisdruck ab Jahresmitte wie Jinko und Co, da die Modulpreise z.B. in den USA aufgrund der höheren strafzollfreien Zellfertigungskapazitäten fallen oder in China wie Japan aufgrund der Einspeisevergütungskürzungen hoher Preisdruck aufkommen sollte.
Auf der Kostenseite sehen die Schweizer Probleme durch den erwarteten Waferengpass. Zumal mit der Erhöhung der Zellwirkungsgrade von 0,5 bis 1% die Kosten lediglich um 0,01 bis 0,02 $/W gesenkt werden können. Mit der Umstellung auf PERC sollte diese Kostenreduzierung nun wirklich null Problem sein meiner Einschätzung nach. Auf der anderen Seite werden durch die neuen Produktionen außerhalb Chinas deutlich Kosten gesenkt um 0,05 bis 0,07 $/W für in den USA verkauften Module nach den Berechnungen der Credite Suisse.
Hier der Link zu der ausführlichen Solaranalyse der Credite Suisse:
doc.research-and-analytics.csfb.com/...oQT2wz09vthmZKbV4oU%3D
Nun aber schöne Ostern. Morgen soll das Wetter ja richtig schlecht werden, aber dann soll es super werden.
Obelisk wenn du mit dabei bist, dann kann es ja nur aufwärts gehen. Ich warte aber noch ab. Ist mir alles (noch) zu unberechenbar bei den Solaris zur Zeit. Vor zwei Wochen meine 800 Jinkos zu 23,80/23,90 $ verkauft und heute steht Jinko um 3,40 $ niedriger und das bei stabilen Börsen.
Wann bist du eigentlich bei Norcom raus Obelisk ? Im dortigen Thread kann man sich ja gar nicht mehr unterhalten, da sind ja nur noch Zocker inkl. richtiger Träumer ala 100 € unterwegs. Aber 20 bis 22 € könnten in diesem Jahr bei Norcom meiner Schätzung nach schon drin sein wenn es da weiterhin operativ sehr gut läuft und der Audivertrag nicht der letzte war von einem Automobilhersteller und sollte tatsächlich ein strategischer Investor in den nächsten Monaten dazu kommen, dann könnte es sogar noch höher als 22 € gehen. Jetzt fang ja ich schon an zu träumen. Nach dem fulminanten Anstieg der letzten 2 Wochen von fast 70%, zweitweise waren es ja sogar über 100%, müssen da jetzt aber die Zocker raus, so dass sich der Norcom-Kurs beruhigen kann und das ganze dann auch kurstechnisch besser eingeschätzt werden kann.
Die Credite Suisse gibt sich recht skeptisch gg. Solar vor allem bezüglich Nachfrage und Überkapazitäten. Wobei aber die Credite Suisse bei ihren Zubauschätzungen für dieses Jahr mit 59 GW meines Erachtens dann schon mehr als sehr konservativ ist. Sieht man gut an den Prognosen über China mit nur 16,1 GW (heute hat der weltgrößte Polysiliziumproduzent und weltgrößte Waferhersteller GCL Poly für China einen Zubau von 20 GW prognostizert und die sollten es nun wirklich wissen), den USA mit 11 GW (selbst das amerikanische Energieministerium geht von 13,5 GW aus - höchste Prognosen liegen bei 16 GW) und Japan mit lediglich 6 GW (wenn ich mir anschaue was dort so alles aktuell gebaut wird, dann kommen da in diesem Jahr wie von Solar Frontier prognostiziert mit Sicherheit so um die 10 GW raus). Interessant ist aber, dass die Credite Suisse im kommenden Jahr von einem deutlich höheren Wachstum ausgeht wie in diesem Jahr. In diesem Jahr erwarten die Schweizer lediglich ein Wachstum von 6 GW bzw. 12% auf 58,8 GW (2015: + 7 GW bzw. 17% auf 52,7 GW) und in 2017 rechnen sie mit einem Wachstum von 9 GW bzw. 16% auf 68 GW.
Die Hauptgründe warum die Credite Suisse so skeptisch ist mit ihrer 2016er Nachfrageprognose sind die Probleme bei den YieldCos (mittlerweile sind laut der Credite Suisse 6 GW an Solarkraftwerkskapazitäten gebaut worden, die eigentlich für einen YieldCo gedacht waren), die Einspeisevergütungskürzungen in China/Japan und den nach wie vor großen Verzögerungen bei der Auszahlung der Einspeisevergütungen in China.
Da die Credite Suisse bei ihren Zubauprognosen dann doch recht niedrig liegt meines Erachtens nach sieht die Credite Suisse auch höhere Überkapazitäen wie im Vorjahr. Es wird erwartet, dass in diesem Jahr 10 GW an neuen Zellfertigungskapazitäten aufgebaut werden (2015 sollen es 8 GW gewesen sein), während das Wachstum aber nur 6 GW betragen soll (2015: + 7 GW). Nach den Zahlen der Credite Suisse lagen die Zellfertigungsüberkapaziäten in 2014 bei 26 GW, in 2015 bei 27 GW und in diesem Jahr sollen die Überkapazitäten um 4 GW auf 31 GW steigen und damit wären sie fast auf dem Niveau von 2011.Im Gesamten geht die Credite Suisse Ende des Jahres von Zellfertigungskapazitäten von 89 GW aus (2015: 79 GW).
Bei den Wafer erwartet die Credite Suisse einen Engpass, da nur 4,9 GW an neuen Waferfertigungskapazitäten dazu kommen sollen in diesem Jahr. Heute hat aber GCL Poly angekündigt, dass man seine Waferfertigungskapazitäten von 15 auf 18 GW erhöht und zugleich auch die Polysilziumfertigungskapazitäten von 75.000 auf 100.000 t deutlich ausbauen wird (in etwa 4,5 bis 5 GW).
Bezüglich der Entwicklung der Modulpreise/Bruttomargen ist die Credite Suisse logischerweise aufgrund ihrer Schätzungen bezüglich Nachfrage und Zellüberkapazitäten etwas negativer eingestellt wie Jinko und Co. Die erwarten im Schnitt einen relativen stabilen Modulpreis bis Mitte des Jahres und im 2. Halbjahr soll er zwischen 5 bis 10% fallen. So ab Mai/Juni kommen dann recht viele neue Modul/Zellfertigungskapazitäten in den Markt und die Q3-Nachfrage ist eh relativ schwach und könnte in diesem Jahr sogar das schwächste Absatzquartal werden. Die Credite Suisse dagegen erwartet einen größeren Preisdruck ab Jahresmitte wie Jinko und Co, da die Modulpreise z.B. in den USA aufgrund der höheren strafzollfreien Zellfertigungskapazitäten fallen oder in China wie Japan aufgrund der Einspeisevergütungskürzungen hoher Preisdruck aufkommen sollte.
Auf der Kostenseite sehen die Schweizer Probleme durch den erwarteten Waferengpass. Zumal mit der Erhöhung der Zellwirkungsgrade von 0,5 bis 1% die Kosten lediglich um 0,01 bis 0,02 $/W gesenkt werden können. Mit der Umstellung auf PERC sollte diese Kostenreduzierung nun wirklich null Problem sein meiner Einschätzung nach. Auf der anderen Seite werden durch die neuen Produktionen außerhalb Chinas deutlich Kosten gesenkt um 0,05 bis 0,07 $/W für in den USA verkauften Module nach den Berechnungen der Credite Suisse.
Hier der Link zu der ausführlichen Solaranalyse der Credite Suisse:
doc.research-and-analytics.csfb.com/...oQT2wz09vthmZKbV4oU%3D
Nun aber schöne Ostern. Morgen soll das Wetter ja richtig schlecht werden, aber dann soll es super werden.
Obelisk wenn du mit dabei bist, dann kann es ja nur aufwärts gehen. Ich warte aber noch ab. Ist mir alles (noch) zu unberechenbar bei den Solaris zur Zeit. Vor zwei Wochen meine 800 Jinkos zu 23,80/23,90 $ verkauft und heute steht Jinko um 3,40 $ niedriger und das bei stabilen Börsen.
Wann bist du eigentlich bei Norcom raus Obelisk ? Im dortigen Thread kann man sich ja gar nicht mehr unterhalten, da sind ja nur noch Zocker inkl. richtiger Träumer ala 100 € unterwegs. Aber 20 bis 22 € könnten in diesem Jahr bei Norcom meiner Schätzung nach schon drin sein wenn es da weiterhin operativ sehr gut läuft und der Audivertrag nicht der letzte war von einem Automobilhersteller und sollte tatsächlich ein strategischer Investor in den nächsten Monaten dazu kommen, dann könnte es sogar noch höher als 22 € gehen. Jetzt fang ja ich schon an zu träumen. Nach dem fulminanten Anstieg der letzten 2 Wochen von fast 70%, zweitweise waren es ja sogar über 100%, müssen da jetzt aber die Zocker raus, so dass sich der Norcom-Kurs beruhigen kann und das ganze dann auch kurstechnisch besser eingeschätzt werden kann.