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bammie:

Jetzt auf Gold wetten ?

 
27.07.04 12:41
Gold ist eine Absicherung gegen fallende Kurse bei Aktien und Anleihen. Wer in das Edelmetall investiert, wettet gegen einen Großteil des Finanzestablishments.

Hier irgendwo muss es liegen. Zwischen der New Yorker Canal Street und der Wall Street schmückt viele Gebäude das Zeichen von HSBC, der zweitgrößten Universalbank der Welt. Unter dem schwarzgrauen Straßenpflaster der Finanzmetropole hat die Bank Gold eingelagert. Wie viel, verrät sie nicht. Bekannt ist nur, dass gut 59 Tonnen des unterirdischen Metalls Anlegern versprochen sind: HSBC lagert die Barren für so genannte Gold Bullion Securities (GBS) ein. Seit Anfang Juli werden diese Papiere auch in Deutschland verkauft. Eine Offerte speziell für misstrauische Investoren: Sollte die HSBC irgendwann nicht mehr zahlen können, dürfen sich die GBS-Besitzer die Barren in New York abholen. So die Theorie.

Seit nunmehr drei Jahren kennt der Goldpreis nur eine Richtung: Er steigt. Mit ihm steigt die Anzahl an Anlagevehikeln, mit denen Bankkunden auf den Goldpreis setzen können. Für konservative, auf Vermögenserhalt bedachte Investoren gibt es inzwischen ebenso genügend Auswahl wie für die Spekulanten, die sich vom Preisauftrieb schnellen Gewinn erhoffen. „Zehn Prozent ihres liquiden Vermögens sollten Anleger in Gold investieren. Es dürfen auch 20 Prozent sein“, sagt Folker Hellmeyer, Chefstratege der Bremer Landesbank. Denn viele Faktoren sprechen für einen weiteren Anstieg des Goldpreises. Allerdings sollten sich Anleger im Klaren sein, dass sie damit gegen die Interessen weiter Teile des Finanzestablishments wetten. Die Banken sehen Avancen der Krisenwährung Gold mit Grausen.

Auf den ersten Blick bringt eine Goldinvestition nur wenig. Gold verzinst sich nicht, im Hintergrund lauert ständig die Gefahr, die staatlichen Notenbanken könnten Gold aus ihren Beständen verkaufen und so den Preis drücken. Die Zentralbanken lagern eine Goldmenge in ihren Kellern, die der 13fachen Jahresproduktion aller Minengesellschaften entspricht. Doch erst vergangene Woche sprach sich Frankreichs Notenbankchef Christian Noyer dagegen aus, mit massiven Goldverkäufen den defizitären gallischen Staatshaushalt zu sanieren. Es sei „nicht Aufgabe einer Zentralbank, kurzfristige Erträge zu erzielen“, ergänzt Stratege Hellmeyer. Vielmehr sollen Notenbanken der Wirtschaft genug Liquidität zur Verfügung stellen und stark steigende Preise an den Gütermärkten bekämpfen, so die klassische Lehre.

Die Angst vor Inflation war nach dem Bersten der Technologieblase allerdings zunächst kein Thema mehr. Die US-Notenbank Fed schrieb sich nach der Jahrtausendwende die Bekämpfung fallender Preise (Deflation) auf die Fahnen: Sinkende Aktienkurse, Massenentlassungen und eine äußerst niedrige Auslastung der Industrie hatten jeglichen Preisdruck genommen. Die Tendenzen der Weltwirtschaft zur Rezession drohten in einer Preissenkungsspirale zu enden. „Die US-Regierung hat eine Technologie, Gelddruckmaschine genannt, die es erlaubt, so viele Dollar zu drucken, wie sie will.“ Mit diesen Worten leitete Fed-Gouverneur Ben Bernanke am 22. November 2002 den geldpolitischen Kurswechsel ein: die Abkehr von der
Inflationsbekämpfung als oberstem Ziel der Notenbanken. Der Goldpreis reagierte sofort auf die Rede; er schoss in kurzer Zeit von 320 auf 380 Dollar. Denn Gold kann im Gegensatz zu Papiergeld von keiner Zentralbank gedruckt und damit beliebig vermehrt werden.

Mit massiven Zinssenkungen stellte die Fed dem Markt ausreichend Liquidität zur Verfügung. Niedrig verzinste Darlehen schoben die Investitionen an und puschten das US-Wachstum 2003 zeitweise bis an die Zehn-Prozent-Marke. Gleichzeitig legten die Märkte in Asien ein beeindruckendes Tempo vor, das Thema Preisauftrieb rückte in den Blickpunkt. Mit der ersten Zinserhöhung Ende Juni 2004 läutete die Fed das Ende der jahrelangen Zinssenkungen ein, während der Inflationsdruck zunimmt. In den USA beträgt die offiziell gemessene Teuerung inzwischen rund drei Prozent. Und der Goldpreis? Sein Höhenflug hält an, derzeit bei 405 Dollar je Feinunze.

Stefan Schilbe, Chefvolkswirt bei HSBC Trinkaus & Burkhardt in Düsseldorf, sieht die US-Notenbank „hinter der Kurve der Inflationsbekämpfung“. Ähnlich wie in den Siebzigerjahren könnte ein Zyklus mit deutlichen Zinssteigerungen die Folge sein. Doch spricht Inflationsdruck für Gold? Skeptiker mahnen, dass bei steigender Inflation und damit steigenden Zinsen andere Kapitalanlagen wieder an Attraktivität gewinnen, allen voran Anleihen. Da verblasse das unverzinste Gold. „Entscheidend ist der Realzins“, hält Eugen Weinberg dagegen – also der Zins nach Abzug der Geldentwertung. Der Rohstoffanalyst der Stuttgarter BW-Bank erwartet, dass die Preise schneller steigen werden als die nominalen Zinsen. Weinberg: „Daraus ergibt sich ein negativer Realzins, und der ist positiv für die Alternativwährung Gold.“

Schon früher stieg der Goldpreis, wenn die Inflation anzog und sich gleichzeitig die Konjunktur eintrübte. So kletterten die Zinsen in den Siebzigerjahren auf zweistellige Werte, die Aktienkurse bewegten sich unter starken Schwankungen per saldo zur Seite, nur der Goldpreis hob von 35 Dollar im März 1970 auf 835 Dollar im Januar 1980 um mehr als 2000 Prozent ab. Auch beim letzten starken zwischenzeitlichen Zinsanstieg 1993/94 machte der Goldpreis binnen weniger Monate einen mächtigen Satz um 25 Prozent. Doch nagelten Verkäufe der Notenbanken, die seinerzeit noch auf einer 20fachen Jahresproduktion saßen, den Goldpreis bei 400 Dollar fest.

Grund für die Eingriffe der Notenbanker: Das gelbe Metall ist ein zuverlässiger Gradmesser für die Qualität des US-Dollar. Ein Anstieg signalisiert auch einen Vertrauensverlust in die Weltleitwährung. „Gerade bei Inflationsschocks ist Gold deshalb eine der besten Versicherungen gegen Vermögensverluste“, sagt Markus Mezger, Aktien- und Rohstoffexperte der BW-Bank.

Von einem Comeback des Edelmetalls als Anlagemedium ist allerdings noch wenig zu spüren. Aus den Statistiken des auf Edelmetalle spezialisierten Research- und Beratungsunternehmens GFMS geht hervor, dass die Nachfrage nach Barren und Münzen 2003 um 27 Prozent auf 183 Tonnen zurückfiel. Das waren gerade vier Prozent der gesamten Goldnachfrage von 4142 Tonnen. Zwar hat sich die gesamte Investitionsnachfrage nach Gold auf 888 Tonnen nahezu verdoppelt, der Großteil davon ging aber auf das Konto spekulativer Investoren, zum Beispiel Hedge-Fonds. Sie kaufen keine Barren und Münzen, sie spekulieren indirekt am Terminmarkt auf den Goldpreis. Ihr Anlagehorizont ist auf schnelle Gewinne ausgerichtet – sie können sich jederzeit vom Gold abwenden und einen Preisverfall auslösen.

Fernab jeder unsicheren Konjunktur- und Zinsprognose brauchen Anleger jedoch nicht gleich Extremszenarien zu unterstellen, um dem Gold Glanz abzugewinnen. Wichtigster Verarbeiter des Rohstoffs ist die Schmuckindustrie. Sie stellt 61 Prozent der Gesamtnachfrage. Ein Drittel davon stammt aus Asien, wo Goldschmuck einen hohen Stellenwert genießt. Nicht Krisen, sondern Wohlstandseffekte beflügeln auf dem Wachstumskontinent die Nachfrage. Die a jährliche Minenproduktion der Goldfördergesellschaften reicht gerade aus, um die Schmucknachfrage zu decken. Die 20-jährige Baisse des Unzenpreises von 1980 bis 2000 gab Goldförderern wenig Anreiz, neue Lagerstätten zu erschließen. Das treibt nun den Preis. Denn bis sich ein Anstieg in steigenden Produktionszahlen bemerkbar macht, werden noch Jahre vergehen.

Zumal dafür der Goldpreis auch in den Währungen der Produzenten gerechnet steigen muss. So sind derzeit zahlreiche Minen in Südafrika, woher 15 Prozent der Weltproduktion kommen, wegen der Stärke der heimischen Währung Rand von der Schließung bedroht. Das Minenangebot dürfte sich daher eher verknappen. „Der Markt hat ein Produktionsdefizit“, sagt Hellmeyer. Pessimistische Prognosen rechnen bis 2010 mit einem weiteren Rückgang der Fördermenge um zehn Prozent. Weniger Angebot schafft Luft für steigende Preise. Zudem bauen die Minengesellschaften ihre Absicherungsgeschäfte auf Termin ab. Hintergrund: Mit dem Verkauf ihrer künftigen Produktion zu einem festgelegten Preis hatten sich viele Schürfer in der Goldbaisse vor weiter fallenden Notierungen geschützt. Doch steigt der Goldpreis, drohen mit diesen Absicherungsgeschäften empfindliche Verluste.

Warum der Goldpreis trotz der großen Förderlücke seit seinem Tief 2001 bei 250 Dollar dennoch erst 60 Prozent zugelegt hat, ist dabei leicht zu erklären. Denn das jährliche Förderloch von zuletzt 1549 Tonnen wird bisher mit am Markt umlaufendem Altgold und über Goldverkäufe der Notenbanken geschlossen. Der gesamte oberirdische Goldbestand wird auf immerhin 147 800 Tonnen geschätzt. Davon liegen nach offiziellen Statistiken 31 822 Tonnen bei den Notenbanken. Das reicht ihnen über Jahre, um mit potenziellen Verkäufen den Goldpreis auf einem niedrigen Niveau verharren zu lassen. Positiv für den Preis des Edelmetalls ist jedoch, dass seit fünf Jahren 15 europäische Notenbanken ihre Goldverkäufe untereinander abstimmen. Das so genannte Washingtoner Goldabkommen wollen die Zentralbanker von Oktober 2004 an für weitere fünf Jahre mit einer leicht erhöhten Verkaufsquote (500 statt 400 Tonnen pro Jahr) verlängern.

Theoretisch entstünde so auch erhöhter Druck auf den Goldpreis. Bisher hielten sich die Zentralbanken mit Großverkäufen aber zurück. Vergangenes Jahr lösten Notenbanken lediglich Bestände von insgesamt 606 Tonnen auf. Trotz der notorischen Finanznot einiger Länder ist also eine von Notenbankverkäufen ausgelöste Goldschwemme unwahrscheinlich. Das letzte Tafelsilber abzustoßen, interpretierten die Märkte als finanziellen Offenbarungseid. Daran hat niemand in den Zentralbanketagen Interesse. Schon die geplanten kleineren Goldverkäufe der Deutschen Bundesbank sieht BW-Bank-Experte Mezger kritisch: „Die nationalen Goldreserven sind für den Notfall gedacht.“ Mezger verweist dabei auf die USA. Dort betonte Notenbankchef Alan Greenspan mehrfach, den eigenen Goldschatz nicht zu verkaufen. Die USA halten 57 Prozent ihrer Zentralbankreserven in Gold. Deutschland hat eine hohe Quote von 39 Prozent. BundesbankKenner gehen sogar davon aus, dass unter dem neuen Chef Axel Weber die Diskussion um mögliche Goldverkäufe abebben wird: „Weber setzt auf eine andere Politik als sein Vorgänger Ernst Welteke.“ Die Gefahr für den privaten Anleger, dass eine Goldinvestition zu herben Verlusten führt, ist daher überschaubar.

Zumal andere Notenbanken ohnehin nicht an Goldverkäufe denken, sondern im Gegenteil zukaufen und den Preis stützen. Die Währungshüter Russlands, Japans und Chinas haben eine Erhöhung der strategischen Goldreserven angekündigt. Die chinesische Zentralbank stockte die Goldreserven zwischen 2000 und 2002 bereits um 200 Tonnen auf. Wollten China und Japan ihre Goldreserven nur auf das international durchschnittliche Niveau von 15 Prozent ihrer Devisenreserven bringen, müssten beide Zentralbanken rund 10.000 Tonnen kaufen. Das entspricht vier Jahresproduktionen der Goldminen und würde einen Schub auslösen, der den Preis weit über das aktuelle Niveau von 400 Dollar triebe. So glauben Goldoptimisten wie Folker Hellmeyer schon an eine Hausse noch in diesem Jahr: „550 Dollar sind drin“, wenn einige Zentralbanken ihren Nachholbedarf decken.

Nachholbedarf haben auch private Anleger. Der Wert aller börsennotierten Goldminen weltweit liegt bei etwa 75 Milliarden Dollar – so viel kostet auch ein 30-Prozent-Anteil an der Citigroup. Um die privaten Portfolios wieder auf Goldquoten von fünf bis zehn Prozent aufzustocken, wie sie vor der Aktienhausse der Neunzigerjahre üblich waren, müssten sich die Engagements der Anleger im Durchschnitt verfünffachen.

Innerhalb der Anlageklasse Gold gilt jedoch als Faustregel, die Investitionen zu streuen. Eine Aufteilung von „je einem Drittel physisches Gold, Zertifikate und Goldfondsanteile“, rät Landesbank-Stratege Hellmeyer konservativen Investoren. Spekulativere Geister können den Anteil an Investmentfonds mit Goldminenaktien und von Gold abgeleiteten Produkten zulasten von Münzen und Barren erhöhen. Dabei sollten Anleger auch auf die Währung achten.

Der Goldpreis bewegt sich nach einer jüngsten Berechnung der Société Générale in 71 Prozent aller Fälle parallel zum Dollar. Fällt die US-Devise, bringt auch ein Anstieg des in Dollar notierten Goldpreises wenig. „Eine währungsabgesicherte Anlage ist ratsam“, so Hellmeyer. So bietet die Commerzbank ein währungsgesichertes Goldzertifikat an. Für konservative Anleger eignen sich auch zwei Anleihen von ABN Amro und Trinkaus & Burkhardt, die zudem den Erhalt des eingesetzten Kapitals garantieren. Allerdings profitiert der Anleger beispielsweise beim Trinkaus-Papier nur zu 40 Prozent vom Goldanstieg – der Preis für die doppelte Absicherung.

„Anleger sollten zudem beachten, dass bei einem Aktienausverkauf an der Börse auch Goldminenpapiere stark leiden könnten, selbst wenn der Goldpreis stabil bleibt“, sagt Schilbe. Starke Rückschläge bei Schürferaktien böten Anlegern aber dann eine gute Einstiegsgelegenheit. So erwiesen sich trotz deutlicher Schwankungen in den vergangenen Jahren Top-Goldminenfonds wie der Merrill Lynch World Gold Fund als sehr lukrativ – zeitweise schon mit dreistelligen Zuwachsraten.
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bammie:

Wie der China-Faktor am Goldmarkt wirkt

 
27.07.04 12:44
Private Investoren in China – und damit ein Viertel der Weltbevölkerung - können seit kurzem ohne Einschränkung Gold erwerben. Beim Brokerhaus Merrill Lynch wird Gold unter anderem auch deshalb positiv gesehen, weil ein enger Zusammenhang zwischen dem Leistungsbilanzdefizit der USA gegenüber China besteht. Peking verhindert eine Aufwertung des Renminbis u.a. durch den Kauf von Dollar- Staatsanleihen.

HB FRANKFURT/M. Die VR China und Japan sind die größten ausländischen Besitzer von US-Staatsanleihen. Dies ist sowohl für die USA als auch für die beiden Gläubigerländer beunruhigend. Für die USA ist es politisch unbequem, da die Notenbank die Kontrolle über ihre Geldpolitik verlieren könnte, falls China und Japan in großem Maße Staatsanleihen verkaufen. Für China besteht durch diese starke Konzentration der eigenen Währungsreserven auf US-Staatsanleihen – zumindest theoretisch - ein erhöhtes Risiko.

Wegen der guten Bonität der USA sei dieses Risiko zwar zu vernachlässigen, doch erscheine allein der Umfang der Positionen beunruhigend, sagt Graham Birch von Merrill Lynch. Daher sei es über kurz oder lang nötig, dass die vorhandenen Außenhandelsüberschüsse in andere Anlagen diversifiziert werden. Diese Alternativen müssten gewisse Merkmale aufweisen, um sie als Zentralbankreserve einsetzen zu können. Sie müssten in US-Dollar denominiert sein, dürften kein zu hohes Risiko aufweisen und müssten zudem eine Absicherung gegen das Kreditrisiko bieten. Da Staatsanleihen in einem inflationären Umfeld an Wert verlieren, sei eine mit Inflationsschutz versehene Kapitalanlage wünschenswert, sagt Birch. Der einzige Vermögenswert, der diese Kriterien wirklich erfülle, sei Gold. Die VR China habe in den vergangenen Monaten ihre Goldreserven bereits deutlich erhöht.  
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bammie:

der Jahreschart sieht diesbezüglich auch

 
27.07.04 13:08
sehr interessant aus. Nur leider kann ich ihn nicht anhängen :( irgendwie funktioniert das von hier aus nicht.


greetz

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bammie:

Gold steigt auf über 400 Dollar

 
06.08.04 19:06
Gold ist zum Wochenschluss in einem lebhaften Handel auf eine Zweiwochen geklettert und hat im Handelsverlauf die Marke von 400 Dollar durchbrochen.


HB LONDON. Zuvor hatten enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten zu kräftigen Verlusten beim Dollar geführt, sagten Händler. Eine schwache US-Währung drückt den Goldpreis für Anleger mit Fremdwährungen.

Im Juli hat der Beschäftigungszuwachs außerhalb der Landwirtschaft in den USA nach Angaben des Arbeitsministeriums 32 000 Stellen betragen, während Analysten mit einer wesentlich deutlicheren Zunahme um 228 000 Arbeitsplätze gerechnet hatten. Der Goldkurs reagierte mit einem Plus von in der Spitze zwei Prozent auf 400,75 Dollar, wurde dann aber durch Gewinnmitnahmen wieder unter 400 Dollar zurück gedrängt.

Manche Analysten rechnen nach dem rasanten Anstieg, bei dem gleich mehrere Widerstandsmarken an einem Tag übersprungen worden seien, mit weiteren Gewinnen in den nächsten ein bis zwei Wochen.

Die Feinunze Gold stand zum Handelsschluss in Europa bei 399,60/400,10 Dollar nach 391,40/391,9 Dollar am Vorabend. In London wurde das Edelmetall am Nachmittag bei 399,00 sfr gefixt, nach 392,25 am Vormittag und 390,85 Dollar am Donnerstagnachmittag.

Eine Schweizer Großbank gab den Gold-Kilopreis mit 15.963/16.213 sfr an nach 15.936/16.186 sfr am Vorabend. Silber stieg parallel zum Goldkurs auf 6,73/6,76 nach 6,67/6,70 Dollar am Donnerstag.


HANDELSBLATT, Freitag, 06. August 2004, 18:39 Uhr

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bammie:

Chinas Goldabbau steigt um 5,94 %

 
20.08.04 10:59

Peking 19.08.04 (asia-economy.de) Der Goldabbau ist im ersten Halbjahr in China um 5,94 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt wurden 93.351 Tonnen Gold abgebaut. Der Wert aus China abgebautem Gold betrug im ersten Halbjahr in etwa 14,219 Milliarden Yuan. Dies sind gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 20,83 Prozent.

An der chinesischen Goldbörse in Shanghai wurden insgesamt 144,41 Tonnen gehandelt. Dies ist nach Angaben ein Shanghai Gold Exchange das höchste Handelsvolumen, das je in Shanghai erzielt wurde. 19.08.2004 (rh)

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bammie:

update: Goldpreis klettert über 410 Dollar

 
20.08.04 11:28
SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der Höhenflug des Ölpreises hat am Donnerstag die Goldnotierung über 410 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit fünf Wochen getrieben. Der Dezember-Kontrakt für eine Feinunze legte im Tagesverlauf um 4 Dollar auf 410,40 Dollar zu. "Gold bewegt sich im Einklang mit der steigenden Ölnotierung, durch die Sorgen über höhere Inflationsraten aufkommen", sagte Analyst Phil Flynn bei Alaron Trading. Der Ölpreis hat mit knapp 48 US-Dollar je Barrel bereits den sechsten Tag in Folge einen neuen Rekordstand erreicht./FX/jha/cs



© dpa - Meldung vom 19.08.2004 16:23 Uhr



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bammie:

na wer sagts denn, auf dem Weg zu alten highs

 
20.08.04 16:22
20.08.2004 16:07:
GOLD kurz vor weiterem Durchstarten

GOLD: 408,35 $ pro Unze

Aktueller Tageschart (log) seit 09.04.2004 (1 Kerze = 1 Tag) als Kurzupdate:

- GOLD kann intraday anziehen und steht mit 408,35 $ nun leicht oberhalb einer wichtigen BUY Triggermarke von 407,7 $.

- Ein Tages- und Wochenschluß über 407,7 löst ein charttechnisches Kaufsignal bis 413,6 $ und anschließend bis 430 $ aus.

(Verkleinert auf 89%) vergrößern
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bammie:

long CB5545 , Meinungen zu diesem Scheinchen? o. T.

 
21.08.04 15:09
CB5545 , Meinungen zu diesem Scheinchen? o. T.">
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bammie:

Gold langfristig weiter positiv

 
21.08.04 15:14
20.08.2004
Gold langfristig weiter positiv
tradesignal.com

Gold kämpft derzeit mit einem Widerstand, verteidigt und untermauert aber sein langfristig positives Chartbild, berichtet Jürgen H. Nowacki, Analyst von "my-broker GmbH", bei "tradesignal.com".

Seit Juli habe sich das gelbe Metall wie erwartet vom seit Ende 2001 intakten, langfristiger Aufwärtstrend über die Tiefs in 2003 und 2004 bei aktuell 390,0 Dollar (+1,0 Dollar/Woche) nach oben abgestoßen und sei bis an die obere Begrenzung der Seitwärtsbewegung zwischen 388 und 408 Dollar herangelaufen. Ein kurzfristiger Rückschlag sollte zum Positionsaufbau genutzt werden.

Kurzfristig stoße Gold auf Widerstand aus einer seit Ende 2003 etablierten horizontalen Marke über die jüngsten Bewegungshochs bei 407,75 bis 408,7 Dollar. Danach lauere der mittelfristige Abwärtstrend über die Hochs im Januar und April 2004 bei aktuell 410,8 Dollar (-0,6 Dollar/Woche). Im Wochenchart würden sich weitere Widerstände durch eine Horizontale bei 417,0 Dollar aus einigen seit Jahresanfang markierten Extrempunkten, sowie auf dem Jahreshoch bei 430,5 Dollar zeigen.

 
Das langfristige Bild bleibe positiv. Bei einer Korrektur finde Gold erste Unterstützung durch die - nicht nur psychologisch wichtige - horizontale Marke bei 400,0 Dollar. In diesem Bereich liege auch der steigende exponentielle Durchschnitt der vergangenen 10-Wochen bei 398,5 Dollar, der bereits mehrfach als wichtige Unterstützung gedient habe. Sollten diese Niveaus bei einer Korrektur in der Seitwärtsrange unterschritten werden, liege massive Unterstützung beim 38,2%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung von April 03 bis Januar 04 bei 387,8 Dollar. Hier hätten mehrere Korrekturbewegungen seit Jahresbeginn geendet.

Für eine weitere Aufwärtsbewegung bei Gold spreche auch die Intermarket-Analyse. Als Frühindikator der Preisbewegungen am Kassamarkt für Gold könne der AMEX Gold Bugs Index genutzt werden, der die Entwicklung der 15 wichtigsten Goldminenwerte an der US-Börse nachzeichne. Der Index habe am Donnerstag über den entscheidenden Widerstandbereich bei 200,0 bis 202,8 Punkten nach oben ausbrechen können. Zwar sei auch hier ein Pullback nicht unwahrscheinlich, das mittel- bis langfristige Bild sei aber positiv. Dies werde durch Kaufsignale in dem APS-Handelssystem seit Monatsbeginn bestätigt.

Zudem sollte man bei der Beurteilung der Chancen und Risiken von Gold auch ein Auge auf Euro/Dollar haben - traditionell zeige sich eine sehr enge Korrelation zwischen Euro und Gold. Der Euro habe zuletzt ebenfalls seinen langfristigen Aufwärtstrend bei 1,220 Dollar (+0,003 Dollar/Woche) halten können. Allerdings hänge die Gemeinschaftswährung ähnlich wie das Kassagold an einem Widerstand bei 1,238 Dollar, der zum Wochenende zunächst nicht überwunden werden könne. Entsprechend könne auch hier eine Korrektur für neue Long Positionen genutzt werden.

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FlorianPascale:

"Double Top BREAKOUT" vom 20.08.

 
21.08.04 20:18
Ein schöner "Double Top BREAKOUT" auf dem P&F Goldchart!

stockcharts.com/def/servlet/...GOLD,PLTB[PA][DA][F!3!!]&pref=G

Zwei grüne "X" am Freitag und das Kursziel von mir lautet nun $480+++!


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FlorianPascale:

The Gold Bull Market this week

 
21.08.04 20:24
THE GOLD BULL MARKET THIS WEEK
www.the-privateer.com
FROM : THE PRIVATEER
"The Gold Bull Market This Week"
August 20, 2004

SNIP:
Just over a month ago, Mr Greenspan came up with the rosiest of rosy scenario regarding the future of the US economy. Since then, every financial statistic has refuted him. Treasurer Snow is now complaining about "flagging" global economic growth and its effect on the US trade deficit while defending the US Dollar's status as the world's reserve currency by claiming that record foreign ownership of US debt is a "healthy" situation. Meanwhile, oil is mounting an assault on the $US 50 a barrel level while US government debt closes inexorably on the Treasury's debt "ceiling" of $US 7.384 TRILLION.

The surprising part of the equation is not that Gold is now moving back towards the level at which it started the year, it is that Gold is not yet setting new 2004 highs and indeed pushing towards highs last seen in the heady days of the end of the 1970s. The parallels with the 1970s and today are as numerous as they are obvious. The major difference is the HUGELY bloated $US debt pile now compared to then.

Gold was up $US 14.30 this week, having halved the distance to its 2004 high ($US 427.80 spot future close set on April 1). There are many reasons to expect a challenge to that 2004 high in the near future. Asian demand is VERY strong, and Asian demand is seldom if ever strong when Gold is at or near a short or medium-term top. Evidence of a global economic slowdown is gathering by the day. Any oil price above the $US 50 level will trigger the conclusion amongst many traders that a replay of the 1970s is becoming inevitable. And the $US is being held up by little more than jawbone and wishful thinking."
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bammie:

Das Goldfieber steigt

 
23.08.04 09:44
Der interessante Vergleich mit den 70er Jahren
 
Von Udo Rettberg

Die Welt ist viel zu hässlich, als dass Gold wirklich schwach werden könnte!“ Mit diesen und ähnlichen Thesen versuchen Gold-Fanatiker das Interesse der Finanzwelt auf das edle Metall zu lenken.  


FRANKFURT/M. Tatsächlich ist dies in den vergangenen vier Jahren auch gelungen, als der Goldpreis in US-Dollar gerechnet um mehr als 70 Prozent in die Höhe schoss. Einige Auguren stellen angesichts des neuen Gold-Glanzes den Vergleich mit den 70er Jahren an. Ein solcher Vergleich hinkt jedoch. Weder die makroökonomischen Fundamentaldaten, noch die markttechnische Seite des Goldmarktes lassen einen Vergleich der Dekaden sinnvoll erscheinen.

Der Aufschwung des Goldpreises verläuft heute fast unbemerkt; er ist bei weitem nicht von jenen Fanfaren begleitet wie in den 70er Jahren. Nach dem Ende des Währungssystems von Bretton Woods und der Abschaffung des Goldstandards wurde US-Anlegern seinerzeit ab Dezember 1974 erstmals überhaupt der direkte Erwerb von Gold ermöglicht. Vor diesem Hintergrund wies der Preis des Goldes in den 70er Jahren mehr als eine Verzwanzigfachung auf. Er startete bei 35 Dollar und endete – in einer von starken Korrekturen geprägten beispiellosen Hausse – im Jahr 1980 bei 855 Dollar je Feinunze. Es folgte allerdings eine steile Talfahrt, die im Jahr 1999 bei etwa 250 Dollar endete.

Wenn Betrachter der Finanzmärkte heute bei einem Preisniveau von 400 Dollar von einem starken Goldpreis sprechen, so überzeichnen die Situation fast schon. Ein Zeichen hierfür ist auch,dass Gold für die meisten US-Anleger noch kein großes Thema zu sein scheint. Richtig ist zwar, dass sich der Preis des gelben Metall vom Doppeltief der Jahre 1999 und 2001 deutlich abgesetzt hat, doch kann von einer wirklich ausgeprägten Goldhausse noch längst nicht die Rede sein. Einige Auguren sehen die aktuelle Situation bestenfalls als erste Phase eines länger ausgeprägten Bullenmarktes.

Auch eine andere Betrachtung relativiert den Aufschwung am Goldmarkt. Wird die reale Wertentwicklung des gelben Metalls – also der um die Inflation der vergangenen 34 Jahre bereinigte absolute Wert – berücksichtigt, so hat sich Gold über diesen Zeitraum hinweg nicht gerade als attraktive Kapitalanlage erwiesen, die Anleger zu Begeisterungsstürmen hinreißen könnte. Daran ändert auch der Preisaufschwung der vergangenen drei Jahre insgesamt nur wenig. Dies gilt vor allem für Anleger in der Euro-Zone, die Währungsverluste im US-Dollar in ihr Anlageresultat einbeziehen müssen; in Euro betrachtet nimmt sich die jüngste Aufwärtsbewegung des Goldpreises wesentlich weniger spektakulär aus.
Der Vergleich der 70er Jahre mit der aktuellen Situation hinkt auch bei der Betrachtung ökonomischer Fundamentaldaten. Seinerzeit wies die „ökonomische Triade“ – also die USA, Europa und auch Japan – nicht nur starke Wachstumsimpulse, sondern auf Grund einer üppigen Versorgung der Wirtschaft auch hohe Inflationsraten und hohe Zinsen auf. Heute sieht die Lage sowohl bei den Wachstums- als auch bei den Inflationsraten anders aus.

Auch wenn sich der Vergleich der Lage am Goldmarkt mit der in den 70er Jahren nicht aufdrängt, gibt es andere Gründe, die für eine Kapitalanlage in Gold sprechen. Zum einen besteht nach wie vor ein Angebotsdefizit, das nur durch die hohen Bestände der Notenbanken ausgeglichen wird. Zum anderen bringt der „China-Faktor“ neuen Pep in den Markt. Die Goldnachfrage der Chinesen wird in Zukunft weiter steigen.

Analysten stellten zuletzt auch den Zusammenhang zwischen Öl und Gold her. In früheren Zyklen verlief die Preisentwicklung von Öl und Gold nicht selten synchron, beide Rohstoffe signalisierten dabei Inflationsgefahren. Betrachter stellen sich daher heute die Frage, ob der zuletzt starke Goldpreis eine von den Märkten bislang noch ignorierte neue Inflations-Ära ankündigt. Das würde den Vergleich mit den 70ern zumindest ein Stückchen näher rücken.


HANDELSBLATT, Montag, 23. August 2004, 08:14 Uhr

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bammie:

Am Golde hängt...

 
23.08.04 09:56
WALL STREET

Am Golde hängt...

In einem Bunker tief unter dem Wall-Street-Viertel lagert die sicherste Geldanlage: 8000 Tonnen Goldbarren - die größte Goldreserve der Welt. Deren Gesamtwert, derzeit knapp eine Billion Dollar, steigt mit jeder Terrorwarnung.

New York - Leise führt einen der Aufzug in die Tiefe, hinab bis zum Felssockel Manhattans, 30 Meter unter New Yorks Finanzdistrikt. Der Tresor, ein dreistöckiger Betonbunker, ist mit einem einzigen, gigantischen, 90 Tonnen schweren Stahlzylinder versiegelt. Jeden Morgen dreht sich der Zylinder langsam und gibt den Zugang frei. Jeden Abend schließt er sich dann wieder. "Wer hier eingesperrt wird", sagt eine Bankangestellte, "hat 76 Stunden Atemluft."

Gut zu wissen, dass das größte Goldlager der Welt so hermetisch abgeriegelt ist. Rund 8000 Tonnen Goldbarren, Marktwert derzeit fast eine Billion Dollar: Hier unter dem Finanzherz der USA, im untersten Keller der New Yorker Vertretung der US-Notenbank Federal Reserve, ruht ein Viertel aller globalen Goldreserven - mehr als in Fort Knox.

Der Fahrstuhl in den Goldbunker schickt den Besucher auf eine seltsame Zeitreise. Während heutige Wall-Street-Reichtümer im virtuellen Raum gehandelt werden, in gestaltlosen Google-Aktien oder digitalen Transaktionen, wirkt die physische Präsenz der hier gehorteten Barren überwältigend. Matt schimmernd, in 122 Gitterzellen bis zur Decke gestapelt, sieht das so unwirklich aus wie die Szenerie eines James-Bond-Films aus den 60er Jahren.

Verlässlicher Trend nach oben

Doch dies ist real. Überall hängen Videokameras. Elektronische Sensoren registrieren jede Bewegung der Tresortür. Die Wächter sind überwiegend Scharfschützen, die auf einer eigenen Schießbahn im Hause trainieren. Im Alarmfall schließen sich alle Tore in 27 Sekunden; das Gebäude wird zur Festung verbarrikadiert. Das letzte Mal geschah das am 11. September 2001. Als zwei Straßen weiter das World Trade Center zusammenstürzte, versank die Welt draußen im Chaos. Die Waage im bebensicheren Goldbunker der Fed bewegte sich um keinen Millimeter.

"Gold", sagt Peter Bakstansky, Vizepräsident der New Yorker Fed, "bleibt unsere sicherste Reserve." Das bedeutet erstens: So schnell kommt hier keiner rein (und hat es seit dem Bau dieses Tresorbunkers 1924 auch noch keiner versucht). Zweitens: So leicht wird der Wert des Goldes nicht durch äußere Ereignisse wie Krieg, Terror und Rezession erschüttert.
Im Gegenteil. Gold war immer schon die beste Krisenanlage und ist es heute mehr denn je. Gold-Futures schlossen die vergangene Woche mit 415,50 Dollar pro Feinunze ab. Anfang 2001 noch bei knapp 260 Dollar, hat das edelste aller Metalle somit bisher 60 Prozent zugelegt, in mitunter wilden Sprüngen zwar, doch stets mit verlässlichem Trend nach oben.

Bei Gefahr: Run aufs Gold

Die meisten Gewinne machte Gold in den Zeiten, da andere Wertanlagen schlingerten. Denn jede Krise, die die Börsen schockt, ist gut für Goldanlagen. Die Kämpfe im Irak, der Ölpreis, die Unsicherheit über die US-Wirtschaft: All das fördert den Gold-Boom. "Die Terror-Bedrohung", sagt der australische Investment-Experte Jonathan Barratt, "bleibt der Hauptfaktor, der den Goldpreis stützt."

Ein Ende scheint nicht in Sicht. Todd Hultman, Chef der Futures-Website Dailyfutures.com, erwartet, dass sich die meisten Negativ-Faktoren - inklusive der US-Wirtschaft - auch mittelfristig nicht ändern und die Gold-Futures zum Jahresende 450 Dollar erreichen. Investmentberater Peter Grandich peilt 2005 sogar 500 Dollar pro Feinunze an.

Gold-Futures reagieren auf jede neue Terrorwarnung, jede neue Schlacht im Irak, jede neue Attentatssorge bei den Olympischen Spielen. "Wenn die internationale Lage gefährlich wird", weiß Milton Ezrati, Ökonom beim Investmenthaus Lord, Abbett & Co., "gibt es immer einen Run aufs Gold." Wie seit Jahrhunderten versuchten die Leute dort ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Zuflucht in der Anonymität

Hinzu kommen die nagenden Zweifel an der US-Konjunktur: All dies treibe weitere Anleger vom Dollar und von US-Aktien weg zum Gold, dem "sicheren Schutzhafen in unsicheren Zeiten", sagt Ezrati. So machten Gold-Futures an der New York Mercantile Exchange kürzlich, als die miesen US-Arbeitsmarktzahlen bekannt wurden, einen Tagessprung von 7,50 Dollar.

Ezrati weist auch noch auf einen anderen Aspekt hin. Die verschärfte Überwachung globaler Geldströme auf der Jagd nach gut finanzierten Terrorgruppen wie al-Qaida, sagt er, mache Gold als Rücklage zusätzlich attraktiv: "Das hat viele Individuen und Institutionen - egal, ob sie mit Terrorismus zu tun haben oder nicht - veranlasst, Zuflucht in der Anonymität des Goldes zu suchen."

So anonym ist das, dass einem auch Fed-Banker Bakstansky nicht sagen mag, wessen Gold da eigentlich tief unter seinem Büro eingelagert ist. Schmunzelnd verrät er nur Allgemeines: Die meisten der 60 Goldkonten seien Reserven ausländischer Zentralbanken und Währungsinstitutionen. Die freuen sich nicht nur über die Anonymität und Sicherheit der Verwahrung, sondern auch über die geringen Nebenkosten: Die Fed hebt die Barren umsonst auf und verlangt nur für jede Transportaktion eine Gebühr - 1,75 Dollar.  
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bammie:

Goldpreis kann sich leicht erholen

 
25.08.04 17:05
25.08.2004 16:11:


Die Goldfutures können heute einen Teil ihrer Verluste vom Vortag gutmachen. Gold steigt aktuell um $3.80 auf $408.80. Am Vortag büßte Gold um fast $8 je Feinunze ein. Analysten bezogen sich bei dem Kursrutsch auf die charttechnische Widerstandszone zwischen $410-$415. Händler hätten verkauft, als sich ein deutliches Überwinden dieser Marke nicht abzeichnete. Vor dem Hintergrund der weiterhin anhaltenden starken Nachfrage nach Gold rechnen Analysten jedoch mit einem mittelfristigen Anstieg des Goldpreises bis auf $430. „Sollte die Marke von $410-$415 überwunden werden können, so ist aufgrund der zugrundeliegenden starken Nachfrage ein Anstieg auf die alten Hochs von $430-$435 zu rechnen“, so Peter Grandich, Chefredakteur des US-Investment-Newsletters The Grandich Letter.
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bammie:

Der Goldpreis ist auf dem Weg nach oben

 
06.09.04 10:07
Charttechnik signalisiert solide Unterstützung

Der Goldpreis ist auf dem Weg nach oben

Von Frederik Altmann

Das glänzende Gold ist als wichtiges Thema am Kapitalmarkt in den vergangenen Monaten vom „schwarzen Gold“ Rohöl in den Hintergrund gedrängt worden. Nach dem steilen Preisanstieg beim gelben Metall von 2001 bis 2003 ist seit Jahresbeginn Ruhe eingekehrt. Aus charttechnischer Sicht spitzt sich nun die Lage beim Gold allerdings wieder zu – und das erneut im positiven Sinne.

FRANKFURT/M. Seit Ende 2001 konnte sich der Goldpreis mehrfach von seinem langfristigen Aufwärtstrend bei aktuell rund 395 Dollar je Unze nach oben abstoßen. Auf dem gleichen Niveau verläuft auch der exponentielle, gleitende Durchschnittskurs der vergangenen 40 Wochen. Die leicht steigende Linie stellt den langfristigen Kursverlauf geglättet dar und dient vor allem Händlern als wichtiger Anhaltspunkt. Zusätzlich stützt oberhalb dieses Niveaus bei gut 400 Dollar auch eine „innere Trendlinie“ den Goldpreis, die seit dem Hoch im Februar 2003 etabliert wurde.

Entsprechend ist die positive Grundtendenz bei dem Edelmetall ungebrochen. Bei 395 bis 400 Dollar ist der Ölpreis derzeit gut unterstützt ist. Andererseits kämpft Gold mit seinem mittelfristigen Abwärtstrend, der aktuell bei rund 414 Dollar verläuft. Dieser bildet eine zusätzliche Grenze oberhalb der Widerstandszone bis 408 Dollar, wo die obere Begrenzung einer seit Herbst 2003 intakten Seitwärtsbewegung liegt.

Nach unten wird diese Handelsspanne bei 388 Dollar abgeschlossen. Ein erneuter Rückschlag ist somit nicht ausgeschlossen. Angesichts der guten Unterstützungszone um 400 Dollar, die als Einstiegsniveau dienen sollte, ist ein starker Kurssturz zunächst aber unwahrscheinlich.

Positive Signale gibt auch der Kursverlauf der wichtigsten Minenaktien, der als Frühindikator für die Goldpreisentwicklung zu sehen ist. Die entsprechenden Branchenindizes laden derzeit zum Kauf ein. Wichtig bei der Beurteilung von Gold ist im Sinne der Intermarket-Analyse auch ein Blick auf die Entwicklung des Euros. Die Gemeinschaftswährung befindet sich allerdings aus technischer Sicht in einer etwas schlechteren Verfassung als im Juli dieses Jahres.

Je nach Risikoneigung können zwei Handlungsempfehlungen für Investoren abgeleitet werden: Prozyklisch orientierte Anleger können bei einem signifikanten Überschreiten des Bereichs über 414 Dollar Positionen aufbauen. Antizykliker hingegen können einsteigen, wenn es noch mal zu einem Rückschlag auf den langfristigen Aufwärtstrend bei etwa 395 Dollar kommt.

Auf jeden Fall sollten Anleger ihre Positionen unter 388 Dollar absichern. Bei schwächeren Notierungen würde sich das Chartbild massiv eintrüben. Aus technischer Sicht spricht derzeit aber mehr für ein positives Szenario: den Ausbruch des Goldpreises nach oben.

Der Autor ist technischer Analyst in Frankfurt am Main.


HANDELSBLATT, Montag, 06. September 2004, 08:47 Uhr

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Twinson_99:

Meine Goldchanalyse - long

 
06.09.04 10:19
langfristig long, kurzfrisitg überkauft...

PS Ich gebe derzeit dennoch ein paar Krügerränder ab (sollte jemand interesse haben, kurz via BM melden - Erstauflage 67 kostet von privat bei mir derzeit 420 Euro)

Gruß

Twinson_99

Your-Investor.com

 

 

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bammie:

CB5545 sehr schönes Weihnachtsgeld *g* o. T.

 
02.12.04 15:32
CB5545 sehr schönes Weihnachtsgeld *g* o. T.">
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bammie:

460 Dollar ist für Gold das nächste Kursziel

 
05.12.04 20:28
So könnte der kräftig gefallene Ölpreis dazu führen, dass Anleger zumindest zum Teil aus den in diesem Jahr bisher außerordentlich populären Anlagen in Rohstoffindizes aussteigen werden. Da diese Indizes in gewissem Umfang auch Gold und Silber enthalten, würden Abgaben automatisch auch zu Edelmetallverkäufen führen.

Vergangene Woche erreichte der Goldpreis mit 456,75 $ je Feinunze den höchsten Wert seit 16,5 Jahren. Unterstützt wurde diese Entwicklung einmal mehr von einem schwachen US-Dollar, der Ende der Woche zum Euro fast bei 1,35 $ notierte. Angesichts der nachhaltigen Schwäche des Dollar bleibt die Marke von 460 $ das kurzfristige Ziel für den Goldpreis. Nach unten liegt eine charttechnische Unterstützung bei 440 $.

StarkeSchwankungen bei Silber

Silber erlebte eine volatile Woche. Nachdem es vergangenen Montag auf 7,60 $ je Unze zurückgefallen war, legte es bis Donnerstag um beinahe 60 US-Cent zu. Getrieben von Fonds-Käufen und beflügelt vom festen Goldpreis erreichte es schließlich 8,15 $, den höchsten Stand seit dem 8. April. Im Frühjahr notierte das Metall nicht einmal drei Wochen später auf dem Jahrestiefstkurs bei nur noch 5,60 $ je Unze.

Palladium setzte vergangene Woche den schon Mitte November eingeleiteten Abwärtstrend fort und fiel am Donnerstag durch die charttechnische Unterstützung bei 208 $.

Wolfgang Wrzesniok-Rossbach ist Produktmanager Edelmetalle und Rohstoffe bei Dresdner Kleinwort Wasserstein in Frankfurt.
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bammie:

meine chartanalyse

 
05.12.04 21:27
Ich denke schon, das wir eine Chance auf die 460 haben, wenn nicht sogar mehr.
Allerdings wird es langsam heiß da oben und nachdem es schon 2 Steigerungen hinter sich hatte, sollte es alsbald bis max. 425 korrigieren. Damit wäre der mittelfristige Aufwärtstrend gewährleistet. Die Nachfrage ist weiterhin ungebrochen, langsam dafür kontinuierlich.

Womöglich schon bald, werden sich die Euro/Dollar Spekulanten nach etwas neuem umschauen.

Für diejenigen, die short gehen wollen, brauchen noch harte Nerven.
Ich bin noch optimistisch und verfolge den CB5545 , seit Posting ist er super gelaufen.



greetz bammie
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bammie:

Gold gewinnt weiter an Glanz

 
02.01.05 00:43
Gold hat gute Chancen, seinen Anstieg weiter fortzusetzen. Anfang Dezember war das Edelmetall erstmals seit 16 Jahren über 450 Dollar gesprungen. Platin schnellte zugleich mit einem Unzenpreis von 940 Dollar bis auf den höchsten Stand in 23 Jahren.


HB DÜSSELDORF. Nach den spektakulären Zugewinnen erwarten die meisten Experten nun bei Platin eine Konsolidierung. Gold werde dagegen wegen der fortgesetzten Unsicherheit an den Finanzmärkten weiter zulegen, so die Prognosen. Gold hat in unruhigen Zeiten oft von seinem Ruf als Fluchtwährung profitiert. Noch wichtiger ist diesmal jedoch der schwache Dollar. Der Kursrutsch der US-Währung macht das Edelmetall vor allem für amerikanische Anleger attraktiv. Zwischen Dollar und Gold besteht traditionell ein enges Zusammenspiel – beide bewegen sich in entgegengesetzter Richtung. Viele Experten halten weitere Kursverluste des Dollars für wahrscheinlich.

Für Gold spricht aber auch, dass es mittlerweile in immer neuen Anlageformen wie etwa Goldzertifikaten angeboten wird – ein Indiz für das steigende Interesse. Markus Bachmann vom Edelmetallfonds Craton Capital spricht deshalb von einer „strukturellen Aufwärtsbewegung“ des Edelmetalls. Bis Ende 2005 könne der Preis auf 500 Dollar oder noch etwas höher steigen. Gründe dafür seien die rückläufige Minenproduktion und die wachsende Zahl von Investoren, die nach sicheren Anlagen suchen.

Vergleichsweise vorsichtig bewertet Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Produktmanager für Edelmetalle bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, die Aussichten für Gold. Zwar ist auch er insgesamt positiv gestimmt, doch verweist der Edelmetallspezialist auf die hohe Bedeutung der physischen Nachfrage für weitere Preissteigerungen. In vielen Regionen seien Verbraucher inzwischen äußerst preisbewusst.

Platin profitierte 2004 von einer leichten Unterversorgung und sporadischen Zukäufen durch Spekulanten. Deren Interesse könnte 2005 jedoch nachlassen, weil der britische Edelmetallverarbeiter Johnson Matthey zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder einen ausgeglichenen Markt und zum Jahresende sogar einen leichten Angebotsüberhang vorhersieht. Viel wird auch hier von der Nachfrage der sehr preisbewussten chinesischen Schmuckhersteller abhängen, die 2004 fast 20 Prozent allen Platins verbrauchten. Angesichts der geringen Margen der Schmuckindustrie ist Platin zuletzt in China verstärkt durch Weißgold ersetzt worden. GFMS-Edelmetallspezialist Paul Walker rechnet in China mit einem Nachfrageeinbruch um rund ein Drittel. Bisher war der Rückschlag beim Schmuck von der hohen Nachfrage der Autoindustrie aufgefangen worden.

Gleichwohl driften die Prognosen für Platin auseinander: Der südafrikanische Edelmetallexperte Rene Hochreiter von Nedcor Securities hält einen Anstieg des Platinpreises auf über 1 000 Dollar für möglich. Johnson Matthey prophezeit für die nächsten sechs Monate dagegen einen deutlich niedrigeren Preis zwischen 760 und 880 Dollar.

Als wenig günstig gelten die Aussichten für Platins Schwestermetall Palladium, das mit 180 Dollar pro Unze gerade erst auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten gefallen ist. Zurzeit besteht wegen der erhöhten Förderung in Russland ein Überangebot. Spekulationen, wonach Autobauer für die Katalysatorenproduktion künftig verstärkt Palladium einsetzen könnten, hatten den Preis im März 2004 bis auf fast 300 Dollar steigen lassen. Eine neue Hausse gilt aber als unwahrscheinlich.



Chartprognose weiterhin intakt.

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bammie:

Edelmetalle Gold strebt weiter nach oben

 
02.01.05 23:41
Hauptargument für den Optimismus ist die andauernde Dollarschwäche. Sollten Prognosen eintreffen, die teils Euro-Kurse von 1,50 $ beinhalten, könnte die Notierung für Gold 2005 auf 480 $ je Unze und mehr steigen.

Ein weiterer Unterstützungsfaktor entwickelt sich nur sehr langsam und hängt mit den Goldverkäufen der Zentralbanken zusammen. Es ist nach Aussage der Deutschen Bundesbank nicht auszuschließen, dass die Verkäufe der europäischen Zentralbanken in den nächsten Jahren nicht den erwarteten Umfang haben werden. Dazu kommt, dass die Verkäufe der außereuropäischen Zentralbanken einen Tiefpunkt erreicht haben. Vereinzelt stehen ehemalige Verkäufer inzwischen sogar wieder auf der Käuferseite.

Preisstützend könnte sich auch eine steigende Nachfrage von längerfristig orientierten Investoren auswirken. Die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein erwarten für 2005 eine Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums, was zu einem anhaltenden Interesse der Anleger für alternative Investments führen könnte. Gold, das im Gegensatz zu anderen Rohstoffen weniger von einer sinkenden Nachfrage der Industrie betroffen ist, dürfte davon besonders profitieren.

Schmucknachfrage wirkt sich negativ aus

Zu den möglichen negativen Einflussfaktoren gehört weiterhin die sinkende Nachfrage nach Gold für Schmuckzwecke. Eine solche Entwicklung war jedoch bereits in den letzten beiden Jahren zu beobachten und dürfte daher 2005 lediglich bei einem drastisch steigenden Goldpreis noch einmal ins Gewicht fallen.

Auch haben die Rückkäufe von Terminsicherungsgeschäften (), die die Minengesellschaften in den 90er Jahren abgeschlossen hatten, ihren Höhepunkt überschritten. Diese waren in der Vergangenheit eine wesentliche Stütze der seit 2001 andauernden Hausse des Goldpreises. Die möglicherweise abnehmenden Zentralbankverkäufe und ein steigendes Anlegerinteresse sollten dieses Minus jedoch mehr als aufwiegen.
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bammie:

Charttechnik zeigt bei Gold Gefahr weiterer Verlus

 
09.01.05 22:08
Charttechnik zeigt bei Gold Gefahr weiterer Verluste

Obwohl Gold vergangene Woche erneut einen herben Rückschlag erlitten hat und eigentlich überverkauft ist, zeigt ein Blick auf den wöchentlichen Chart die Gefahr weiterer Kursverluste.
Mit aktuell knapp unter 418 $ je Freinunze hat Gold binnen vier Wochen fast zehn Prozent an Wert verloren. Auch dass Devisenanalysten für diese Woche eher positive Wirtschaftsdaten in den USA erwarten spricht eher gegen eine Stabilisierung des Goldpreises. Denn dies würde den Dollar stärken und könnte Gold erneut unter Druck setzen.
Charttechnisch liegen die nächsten Unterstützungslinien bei 416,75 und 412 $ je Unze. Sollte nach der Rückkehr der meisten Marktteilnehmer aus dem Weihnachtsurlaub aber die Nachfrage steigen, ergäbe sich ein Erholungspotential bis 425 $ je Unze. Danach läge das nächste Kursziel sogar erst bei 432 $.
Silber folgte vergangene Woche wieder dem Gold und lag zeitweise mit nur noch 6,27 $ je Unze am Freitag auf dem tiefsten Stand seit September. Sollte Gold weiter fallen, könnte das Schwestermetall sogar auf 6,03 $ abrutschen. Platin verlor im Verlauf Woche fast 20 $ und notierte vorübergehend bei nur noch 836 $ je Unze. Verstärkt einsetzende Nachfrage der Industrie dürfte in absehbarer Zeit die Abwärtsspirale verlangsamen. Palladium dürfte sich zunächst weiter in der Handelsspanne der vergangenen drei Wochen von 178 bis 186 $ je Unze halten.
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Knappschafts.:

Investment in Gold war keine gute Anlage

 
25.01.05 16:17
Gold:Wenn man den Goldchart sieht, könnte man annehmen, dass in den letzten zwei Jahren ein Investment in Gold eine gute Anlage war. Dies trifft jedoch nur für den US-Dollar-Raum zu. Für uns Europäer war ein Goldinvestment leider nur ein Nullsummenspiel (Siehe Chart), da die gute Performance des Goldes durch den schwachen US-Dollar ausgeglichen wurde. Man kann eigentlich sagen, dass sich das Gold ziemlich exakt gegenläufig zum US-Dollar entwickelt. Langfristig wird es jedoch beim Gold sehr spannend. Denn seit fast einem Jahrzehnt übersteigt schon die Goldnachfrage das Goldangebot.
Ausgeglichen wird dies nur durch die Bestände der Notenbanken.
Irgendwann wird sich aber dieser Knoten lösen und es wird zu einem deutlichen Anstieg des Goldpreises kommen.
Dabei würden mich Preise von weit über 1000 US-Dollar pro Unze nicht überraschen. Verschärft wird dies auch durch die aufstrebenden Märkte in Osteuropa und Asien (höhere Nachfrage nach Schmuck, usw.). Wann es soweit sein wird, ist derzeit nicht absehbar. Jedoch sollte eine kleine Goldposition (physisch oder über Goldaktien) in keinem gut sortierten Depot fehlen.
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bammie:

Goldpreis: Abwärtsimpuls vollendet

 
30.01.05 13:54
Von Stefan Liphardt

Bisher konnte die Zone von 430 nicht zurückerobert werden und neue Abschwächungen müssen betrachtet werden, aber auch die Chance auf einen neuen größeren Upmove. Eine die letzten Wochen favorisierte Welle neigt sich dem Ende zu und könnte bei Kursen +430/431 einen neuen Aufwärtstrend in Richtung 460 und 480$ etablieren. Darunter besteht immer wieder die Gefahr einer erneuten Abschwächung an 418-415, wobei diese Stütze erneut zu einem starken Rebound genutzt werden und ebenfalls der Weg an 460 und 480 gesucht werden kann.
Fazit: Mittlerweile befinden wir uns idealerweise in der Welle und haben den Abwärtsimpuls bereits vollendet und starten über 431 in Richtung 450 oder testen nochmals die Marke von 418 um erneut hier den Rebound zu versuchen. Vorsicht sollte geboten sein, wenn das Edelmetall unter 410$ fällt, die Chance auf 456 wäre zunächst vertan. Bricht der erste grüne Trend ist die erste Chance auf 450 vertan und 418 rückt in den Fokus. Der zweite grüne Trend hat stützenden Charakter und der blaue Trend ist ein langfristiger Aufwärtstrend der zuletzt erfolgreich getestet wurde.


Stefan Liphardt ist Herausgeber des Börsenbriefes "Elliott Wave Trading"
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bammie:

Gold/Silber: Jubilee erreicht Allzeithoch

 
30.01.05 14:16
(Siegel Investments) Der Goldpreis nach einem schwächeren europäischen Handelsverlauf auf untypische Weise erneut von 424 auf 426 Dollar je Feinunze zulegen und notiert heute morgen im Handel in Sydney und Hongkong um die 426 Dollar je Feinunze-Marke um etwa 1 Dollar je Feinunze unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit uneinheitlich, wobei die etwas schwächere Tendenz des Gesamtmarktes durch einige sprunghafte Aufwärtsentwicklungen bei Einzelwerten durchbrochen wurde. Auf Eurobasis kann sich der Goldpreis weiter stabilisieren, so daß kurzfristig eine Seitwärtsentwicklung des Gesamtmarktes angezeigt wird (aktueller Preis 10.518 Euro/kg, Vortag 10.489 Euro/kg). Die Widerstandsmarke von 11.300 Euro/kg spielt derzeit keine Rolle.

Mittelfristig wird der Goldpreis durch eine breit angelegte Aufwärtsentwicklung der Basismetallpreise und des Silberpreises unterstützt, der sich von den Tiefständen der letzten Tage erholten konnte (aktueller Preis 6,77 Dollar je Feinunze, Vortag 6,80 Dollar je Feinunze). Parallel zu dieser Entwicklung konnten in den letzten Monaten massive Vermarktungsaktivitäten im Basismetallbereich beobachtet werden, die darauf hindeuten, daß dieser Bereich demnächst weltweit "gespielt" werden könnte, was sich wiederum positiv auf den Goldbereich auswirken dürfte. Ein Anstieg des Goldpreises in Richtung 480 Dollar je Feinunze erscheint ohne massive Eingriffe der Zentralbanken mittelfristig weiterhin möglich.

Mit dem erneuten Anstieg des Goldpreises über die 425 Dollar je Feinunze hat sich die Wahrscheinlichkeit wieder verringert (aktuelle Wahrscheinlichkeit 30:70), daß der Goldpreis durch gezielte Manipulationseingriffe der Zentralbanken, insbesondere durch Goldverleihungen der Bank of England unter den langfristigen Aufwärtstrend bei 410 Dollar je Feinunze gedrückt werden könnte. Trotz der massiven Bemühungen der Bundesregierung und der Unterstützung durch den Bundesbankpräsidenten Axel Weber, Goldverkäufe der Bundesbank durchzudrücken, weigert sich die Bundesbank aus grundsätzlichen Überlegungen, die Option auf die Goldverkäufe von jährlich 120 t auszuüben. Die Verkaufsquote der Bundesbank wird nun von anderen Zentralbanken übernommen. Am 20.12.04 wurde unsere Vermutung bestätigt, daß Frankreich bereits Ende 2004 massive Goldverkäufe vorgenommen hat. Der Preisrückgang der letzten Wochen deutet darauf hin, daß die Zentralbanken Frankreichs, der Schweiz und der Niederlande auch zum Jahresbeginn 2005 als Verkäufer aufgetreten sind. Mit dem massiven Abbau der Goldreserven der Zentralbanken und der unlösbaren Krise im Weltfinanzsystem bleibt der langfristige Ausblick unverändert positiv.

Im nordamerikanischen Handel schwächte sich der Xau-Index um 0,5 Prozent auf 92,1 Punkte ab. Bei den Standardwerten fiel Placer Dome um 1,6 Prozent zurück. Iamgold konnte um 3,7 Prozent zulegen. Bei den kleineren Werten sprangen Northern Orion 11,5 Prozent, Cumberland 6,7 Prozent (Vortag +5,9 Prozent) und Minefinders 5,4 Prozent (Vortag +6,4 Prozent) nach oben. Zaruma gaben um 6,7 Prozent, High River um 4,2 Prozent und Apollo Gold um 3,7 Prozent nach.

Die südafrikanischen Werte entwickelten sich im New Yorker Handel nachgebend. Anglogold büßten 1,4 Prozent und Harmony 1,2 Prozent ein. Gold Fields konnte sich um 0,4 Prozent verbessern.

Die australischen Goldminen präsentierten sich heute morgen uneinheitlich. Bei den Produzenten brach Triako um 13,6 Prozent ein. Resolute verloren 3,7 Prozent, Lihir 3,6 Prozent und Croesus 3,5 Prozent. Herald konnten um 4,4 Prozent und Equigold um 4 Prozent zulegen. Bei den Explorationswerten gaben Midas 8,0 Prozent und Oroya 4,7 Prozent ab. Tanami gewannen 7,1 Prozent, Gindalbie und International Gold jeweils 6,4 Prozent sowie Jackson 4,7 Prozent.

Bei den Basismetallwerten erreichte Jubilee mit einem Gewinn von 3,1 Prozent und großen Umsätzen ein neues Allzeithoch bei 4,96 Austral-Dollar.
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