13.12.2009 20:35
dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende
Ringen um HGAA-Rettung - 'Ernste Situation'
WIEN - Die Verhandlungen um die Rettung der angeschlagenen österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) sind in die entscheidende Runde gegangen. Österreichs Finanzminister Josef Pröll, Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU), BayernLB-Chef Michael Kemmer und Vertreter der übrigen Eigentümer trafen sich am Sonntagnachmittag in Wien, um den drohenden Kollaps der Bank abzuwenden. Die Hypo Alpe Adria braucht etwa 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital. "Ich glaube, dass wir uns alle des Ernstes der Situation bewusst sind", sagte Fahrenschon vor Beginn der Gespräche. Bayern will die Hypo Alpe Adria loswerden, die sich für die BayernLB zum Milliardengrab entwickelt hat. Eine mögliche Lösung wurde erst in der Nacht erwartet.
EADS-Chef Gallois will Umsatz bis 2020 verdoppeln ? Zukäufe geplant
DÜSSELDORF - Der Chef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS , Louis Gallois, will den Umsatz in den kommenden zehn Jahren verdoppeln und setzt dabei vor allem auf Übernahmen. "Wir wollen unseren Umsatz bis 2020 von heute 43 auf rund 80 Milliarden Euro verdoppeln", kündigte Gallois in der "Wirtschaftswoche" (Montag) an. "Das geht natürlich nicht nur mit organischem Wachstum." Akut stünden zwar keine Übernahmen an. "In der derzeitigen Krise liegen die Prioritäten zunächst auf dem Schutz unserer Liquidität und unseren Programmen zur Effizienzsteigerung. Langfristig müssen wir jedoch ein Gleichgewicht zwischen organischem Wachstum und Zukäufen finden."
Boeing: Grünes Licht für 'Dreamliner'-Erstflug
NEW YORK - Der krisengeplagte Boeing-Hoffnungsträger 787 "Dreamliner" hat grünes Licht für einen Erstflug am Dienstag. Die Maschine absolvierte am Samstag die letzten Roll-Tests am Boden, teilte der US-Flugzeugbauer mit. Dabei raste das Flugzeug unter anderem mit einer Geschwindigkeit von bis zu 240 Kilometern pro Stunde über die Startbahn und hatte auch kurz den vorderen Teil in der Luft. Der Jungfernflug des um fast drei Jahre verspäteten Langstreckenflugzeugs ist nun für den Dienstag um 19.00 Uhr deutscher Zeit angesetzt - wenn es das Wetter erlaubt.
BMW will deutschen Marktanteil steigern - Preiswertere Ersatzteile
BERLIN - Der Autohersteller BMW will seine Marktstellung im Inland im kommenden Jahr verbessern. "Wir rechnen damit, dass das Premiumsegment in Deutschland 2010 stabil bei rund 800.000 Fahrzeugen bleibt. Ich bin mir sicher, dass wir unseren Anteil steigern und qualitativ sowie quantitativ wachsen werden", sagte BMW-Deutschlandchef Karsten Engel dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Die Bestellungen für den neuen X1 und den 5er Gran Turismo überträfen die Erwartungen des Herstellers. Zu erwarten sei, dass auch gewerbliche Großkunden ihre Zurückhaltung bei der Anschaffung von Dienstwagen aufgäben.
Zeitung: Mercedes stützt Handel mit Millionenbetrag
STUTTGART - Mercedes-Benz unterstützt einem Medienbericht zufolge seine deutschen Händler mit einem zweistelligen Millionenbetrag. "Dies ist kein Hilfspaket, sondern eine an die schwierigen Rahmenbedingungen angepasste Sonderzahlung innerhalb der Margenabrechnung", sagte Mercedes-Vertriebschef Harald Schuff der Zeitung "Automobilwoche" (Montag).
'Focus': Siemens droht nach Vergleich Ärger aus USA
MÜNCHEN - Dem Elektrokonzern Siemens droht nach der Einigung im Schadenersatz-Streit mit Ex-Managern nach einem "Focus"-Bericht Ärger aus den USA. Drei große US-Pensionsfonds lehnen demnach den ausgehandelten Vergleich mit der früheren Siemens-Führung um Ex- Konzernchef Heinrich von Pierer ab. "In unseren Augen ist das ein Billigvergleich und aus Aktionärssicht nicht akzeptabel", zitierte das Nachrichtenmagazin den Tübinger Anwalt Andreas Tilp, der die drei amerikanischen Pensionsfonds vertrete. "Sollte die Hauptversammlung den Vergleichsvorschlägen zustimmen, behalten sich unsere US-Klienten alle rechtlichen Angriffe vor." Bei Siemens war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Beschäftigte von Siemens-Sparte fürchten Kündigungswelle
MÜNCHEN - Die Beschäftigten der Siemens-Sparte IT-Solutions and Services (SIS) fürchten wegen der geplanten Ausgliederung betriebsbedingte Kündigungen in größerem Umfang. "Nach aller Logik bleibt wohl keine andere Lösung als betriebsbedingte Kündigungen. Wir werden mit einer vierstelligen Zahl rechnen müssen", zitierte die Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" aus Arbeitnehmerkreisen von Siemens. In Deutschland hat die IT-Sparte inklusive der Töchter knapp 11.000 Beschäftigte, weltweit sind es rund 35.000. Bei Siemens war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Bewegung für Karstadt - Massenentlassung befürchtet
ESSEN - Bei der Suche nach einem Investor für die insolvente Warenhauskette Karstadt kommt erste Bewegung in einen Verkaufsprozess. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag, am vergangenen Donnerstag seien erste Kontakte zu den inzwischen rund 30 Interessenten aufgenommen worden. Er bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Görg zeigte sich überzeugt, die noch 120 Karstadt-Filialen erhalten zu können. Die Kaufhof-Mutter Metro erneuerte ihr Interesse. Aus der Insolvenzverwaltung warnte Rolf Weidmann aber vor einem Verkauf an Metro. Dann werde es zu Massenentlassungen kommen.
HeidelbergCement plant mittelfristig Zukäufe und höhere Dividende
MÜNCHEN - Der hoch verschuldete Zementhersteller HeidelbergCement denkt mittelfristig schon wieder an Übernahmen. "Gegen Ende 2010 werden wir intensiv über unsere Möglichkeiten nachdenken. Es muss wieder Perspektive des Unternehmens werden, Zukäufe zu tätigen", sagte Bernd Scheifele, Vorstandschef des Konzerns, dem Magazin "Euro am Sonntag". Der Anwärter auf einen Platz im Dax hat dabei vor allem die Wachstumsmärkte im Blick. "Es gibt sicher weiteren Expansionsbedarf in Asien. Das werden wir auch mit Augenmaß angehen", sagte Scheifele der Wirtschaftszeitung.
Bayer will Kündigungen 2010 ausschließen
DÜSSELDORF - Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer steht nach den Worten von Vorstandschef Werner Wenning kurz vor einer Einigung über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen im kommenden Jahr. "Die Verhandlungen sind in der finalen Phase. Wir hoffen, den Vertrag noch in diesem Jahr abschließen zu können", sagte Bayer-Chef Wenning der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Als Gegenleistung verlangt der Konzern mehr Flexibilität von seinen Mitarbeitern: "Die Beschäftigten müssen im Rahmen des Konzerns dorthin gehen, wo die Arbeit anfällt - also zum Beispiel von Uerdingen nach Leverkusen, wenn es notwendig ist", sagte Wenning. Bayer müsse seine Kapazitäten an die veränderten Marktbedingungen anpassen.
Cadbury-Übernahme: Weitere Gegenwind für Kraft
LONDON - Im Übernahmekampf um den britischen Süßwarenhersteller Cadbury bekommt der US-Nahrungsmittelkonzern Kraft weiter Gegenwind. Großbritanniens größte Gewerkschaft, Unite, forderte die Aktionäre von Cadbury am Samstag auf, das feindliche Übernahmeangebot abzulehnen. Zudem kontaktierte Unite die britische Regierung und die EU. Eine Übernahme durch Kraft würde Job, Gehälter sowie Arbeitsbedingungen bedrohen, folgert die Gewerkschaft.
/gr/
AXC0070 2009-12-13/20:35
dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende
Ringen um HGAA-Rettung - 'Ernste Situation'
WIEN - Die Verhandlungen um die Rettung der angeschlagenen österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) sind in die entscheidende Runde gegangen. Österreichs Finanzminister Josef Pröll, Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU), BayernLB-Chef Michael Kemmer und Vertreter der übrigen Eigentümer trafen sich am Sonntagnachmittag in Wien, um den drohenden Kollaps der Bank abzuwenden. Die Hypo Alpe Adria braucht etwa 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital. "Ich glaube, dass wir uns alle des Ernstes der Situation bewusst sind", sagte Fahrenschon vor Beginn der Gespräche. Bayern will die Hypo Alpe Adria loswerden, die sich für die BayernLB zum Milliardengrab entwickelt hat. Eine mögliche Lösung wurde erst in der Nacht erwartet.
EADS-Chef Gallois will Umsatz bis 2020 verdoppeln ? Zukäufe geplant
DÜSSELDORF - Der Chef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS , Louis Gallois, will den Umsatz in den kommenden zehn Jahren verdoppeln und setzt dabei vor allem auf Übernahmen. "Wir wollen unseren Umsatz bis 2020 von heute 43 auf rund 80 Milliarden Euro verdoppeln", kündigte Gallois in der "Wirtschaftswoche" (Montag) an. "Das geht natürlich nicht nur mit organischem Wachstum." Akut stünden zwar keine Übernahmen an. "In der derzeitigen Krise liegen die Prioritäten zunächst auf dem Schutz unserer Liquidität und unseren Programmen zur Effizienzsteigerung. Langfristig müssen wir jedoch ein Gleichgewicht zwischen organischem Wachstum und Zukäufen finden."
Boeing: Grünes Licht für 'Dreamliner'-Erstflug
NEW YORK - Der krisengeplagte Boeing-Hoffnungsträger 787 "Dreamliner" hat grünes Licht für einen Erstflug am Dienstag. Die Maschine absolvierte am Samstag die letzten Roll-Tests am Boden, teilte der US-Flugzeugbauer mit. Dabei raste das Flugzeug unter anderem mit einer Geschwindigkeit von bis zu 240 Kilometern pro Stunde über die Startbahn und hatte auch kurz den vorderen Teil in der Luft. Der Jungfernflug des um fast drei Jahre verspäteten Langstreckenflugzeugs ist nun für den Dienstag um 19.00 Uhr deutscher Zeit angesetzt - wenn es das Wetter erlaubt.
BMW will deutschen Marktanteil steigern - Preiswertere Ersatzteile
BERLIN - Der Autohersteller BMW will seine Marktstellung im Inland im kommenden Jahr verbessern. "Wir rechnen damit, dass das Premiumsegment in Deutschland 2010 stabil bei rund 800.000 Fahrzeugen bleibt. Ich bin mir sicher, dass wir unseren Anteil steigern und qualitativ sowie quantitativ wachsen werden", sagte BMW-Deutschlandchef Karsten Engel dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Die Bestellungen für den neuen X1 und den 5er Gran Turismo überträfen die Erwartungen des Herstellers. Zu erwarten sei, dass auch gewerbliche Großkunden ihre Zurückhaltung bei der Anschaffung von Dienstwagen aufgäben.
Zeitung: Mercedes stützt Handel mit Millionenbetrag
STUTTGART - Mercedes-Benz unterstützt einem Medienbericht zufolge seine deutschen Händler mit einem zweistelligen Millionenbetrag. "Dies ist kein Hilfspaket, sondern eine an die schwierigen Rahmenbedingungen angepasste Sonderzahlung innerhalb der Margenabrechnung", sagte Mercedes-Vertriebschef Harald Schuff der Zeitung "Automobilwoche" (Montag).
'Focus': Siemens droht nach Vergleich Ärger aus USA
MÜNCHEN - Dem Elektrokonzern Siemens droht nach der Einigung im Schadenersatz-Streit mit Ex-Managern nach einem "Focus"-Bericht Ärger aus den USA. Drei große US-Pensionsfonds lehnen demnach den ausgehandelten Vergleich mit der früheren Siemens-Führung um Ex- Konzernchef Heinrich von Pierer ab. "In unseren Augen ist das ein Billigvergleich und aus Aktionärssicht nicht akzeptabel", zitierte das Nachrichtenmagazin den Tübinger Anwalt Andreas Tilp, der die drei amerikanischen Pensionsfonds vertrete. "Sollte die Hauptversammlung den Vergleichsvorschlägen zustimmen, behalten sich unsere US-Klienten alle rechtlichen Angriffe vor." Bei Siemens war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Beschäftigte von Siemens-Sparte fürchten Kündigungswelle
MÜNCHEN - Die Beschäftigten der Siemens-Sparte IT-Solutions and Services (SIS) fürchten wegen der geplanten Ausgliederung betriebsbedingte Kündigungen in größerem Umfang. "Nach aller Logik bleibt wohl keine andere Lösung als betriebsbedingte Kündigungen. Wir werden mit einer vierstelligen Zahl rechnen müssen", zitierte die Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" aus Arbeitnehmerkreisen von Siemens. In Deutschland hat die IT-Sparte inklusive der Töchter knapp 11.000 Beschäftigte, weltweit sind es rund 35.000. Bei Siemens war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Bewegung für Karstadt - Massenentlassung befürchtet
ESSEN - Bei der Suche nach einem Investor für die insolvente Warenhauskette Karstadt kommt erste Bewegung in einen Verkaufsprozess. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag, am vergangenen Donnerstag seien erste Kontakte zu den inzwischen rund 30 Interessenten aufgenommen worden. Er bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Görg zeigte sich überzeugt, die noch 120 Karstadt-Filialen erhalten zu können. Die Kaufhof-Mutter Metro erneuerte ihr Interesse. Aus der Insolvenzverwaltung warnte Rolf Weidmann aber vor einem Verkauf an Metro. Dann werde es zu Massenentlassungen kommen.
HeidelbergCement plant mittelfristig Zukäufe und höhere Dividende
MÜNCHEN - Der hoch verschuldete Zementhersteller HeidelbergCement denkt mittelfristig schon wieder an Übernahmen. "Gegen Ende 2010 werden wir intensiv über unsere Möglichkeiten nachdenken. Es muss wieder Perspektive des Unternehmens werden, Zukäufe zu tätigen", sagte Bernd Scheifele, Vorstandschef des Konzerns, dem Magazin "Euro am Sonntag". Der Anwärter auf einen Platz im Dax hat dabei vor allem die Wachstumsmärkte im Blick. "Es gibt sicher weiteren Expansionsbedarf in Asien. Das werden wir auch mit Augenmaß angehen", sagte Scheifele der Wirtschaftszeitung.
Bayer will Kündigungen 2010 ausschließen
DÜSSELDORF - Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer steht nach den Worten von Vorstandschef Werner Wenning kurz vor einer Einigung über den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen im kommenden Jahr. "Die Verhandlungen sind in der finalen Phase. Wir hoffen, den Vertrag noch in diesem Jahr abschließen zu können", sagte Bayer-Chef Wenning der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Als Gegenleistung verlangt der Konzern mehr Flexibilität von seinen Mitarbeitern: "Die Beschäftigten müssen im Rahmen des Konzerns dorthin gehen, wo die Arbeit anfällt - also zum Beispiel von Uerdingen nach Leverkusen, wenn es notwendig ist", sagte Wenning. Bayer müsse seine Kapazitäten an die veränderten Marktbedingungen anpassen.
Cadbury-Übernahme: Weitere Gegenwind für Kraft
LONDON - Im Übernahmekampf um den britischen Süßwarenhersteller Cadbury bekommt der US-Nahrungsmittelkonzern Kraft weiter Gegenwind. Großbritanniens größte Gewerkschaft, Unite, forderte die Aktionäre von Cadbury am Samstag auf, das feindliche Übernahmeangebot abzulehnen. Zudem kontaktierte Unite die britische Regierung und die EU. Eine Übernahme durch Kraft würde Job, Gehälter sowie Arbeitsbedingungen bedrohen, folgert die Gewerkschaft.
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AXC0070 2009-12-13/20:35
Gruss
C H R I S
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