Die insolvente Freiburger Solarstrom
AG ist optimistisch, bald
einen Investor präsentieren zu
können. Dies hat die SAG in dieser
Woche mitgeteilt. Das Freiburger
Solarunternehmen verhandelt
derzeit mit international
tätigen Unternehmen aus
Europa, Asien und Amerika. Alle
möglichen Investoren seien an
der gesamten SAG interessiert,
sagt Unternehmenssprecherin
Jutta Lorberg. Ein Herauslösen
einzelner Teilewerde es nicht geben.
Noch offen ist, ob die SAG
Aktiengesellschaft bleibt. Die
SAGist seit demInsolvenzantrag
imDezember aufder Suchenach
einemInvestor.
Der Kölner Insolvenzverwalter
Jörg Nerlich geht davon aus,
dassmit einer baldigen Fortführung
der Unternehmensgruppe
„eine im Vergleich zu anderen
Insolvenzverfahren respektable
Quote für Gläubiger“ erreicht
werde. 50Prozent seienmöglich.
Die SAGverweist darauf, dass im
Durchschnitt Gläubigern in
Deutschland nach Insolvenzen
ein einstelliger Prozentsatz ihres
Engagements bleibt.
Die SAG hat in dieser Woche
den Verkauf der letzten drei
deutschen Photovoltaik-Projekte
an Investoren mitgeteilt – ein
Solarpark im thüringischen
Daßlitz und zwei Photovoltaik-
Anlagen in Sondershausen,
ebenfalls in Thüringen. Der Projektabschluss
habe eine hohe
einstellige Millionensumme in
die Kasse gespült. Weitere Geldzuflüsse
erwartet das Freiburger
Unternehmen in den kommenden
Wochen durch den Abschluss
eines italienischen Portfolios
sowie den Rückfluss eines
Darlehens. Die SAG errichtet Solaranlagen,
siemuss die Anlagen
aber bis zum Verkauf zwischenfinanzieren.
Verspätete Geldzuflüsse
in Höhe von 20Millionen
Euro hatten im Dezember zum
Liquiditätsengpass und zur Insolvenz
geführt. Man entwickle
zwar neue Projekte, teilt die SAG
mit, eine Umsetzung ist in der
jetzigen Lage aber ausgeschlossen.
Der Anlagenbau ist das
Hauptgeschäft der SAG. Entsprechend
groß ist der Druck, einen
Investor zu finden.Die SAGzählt
160 Beschäftigte. Im Dezember
waren es 200.
Nochnicht aus denAugenverloren
hat die SAG ihren Umzug
nach Merzhausen. Sobald das
Unternehmen die Turbulenzen
überstanden hat, soll der Neubau
wieder in Angriff genommenwerden.
RIX