Insiderhandel: Star-Hausfrau in Widersprüche verst

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Insiderhandel: Star-Hausfrau in Widersprüche verst

 
#1
Star-Hausfrau in Widersprüche verstrickt

In den USA galt Martha Stewart bisher als der Inbegriff der perfekten amerikanischen Hausfrau und als glänzende Unternehmerin. Jetzt sind die Aktien ihrer Firma im freien Fall, weil sie den Verdacht auf Insiderhandel nicht loswird.

New York - Mit einem Verlust von knapp zwanzig Prozent führte die Aktie von Martha Stewart Living Omnimedia am Montag die Verliererliste der New York Stock Exchange an. Der Kurs, der bei Börseneinführung im Oktober 1999 noch auf über 50 Dollar hochgeschnellt war, liegt jetzt mit rund 13 Dollar noch unter dem Emissionspreis von 18 Dollar.

Grund für den rapiden Fall des Papiers sind nicht etwa die schlechten Zahlen des Unternehmens. Martha Stewart hat mit Fernsehprogrammen, Magazinen, Büchern und sonstigen Produkten rund um das Dasein einer amerikanischen Hausfrau einen Konzern aus dem Boden gestampft, der jährlich rund 300 Millionen Dollar umsetzt und sich lange gegen den negativen Börsentrend stemmen konnte. Von der "Business Week" wurde sie im Januar 2001 in den illustren Kreis der 25 besten US-Manager berufen.

Das Problem, das Martha Stewart Millionen ihres Aktienkapitals kostet, sind ein paar Telefonate Ende vergangenen Jahres. Sie hatte am 27. September 400.000 Aktien der Firma Imclone für 227.824 Dollar verkauft. Nur einen Tag später fiel der Imclone-Kurs ins Bodenlose, weil ihr wichtigstes Produkt, das Krebsmittel Erbitux, von den US-Gesundheitsbehörden abgelehnt wurde. Imclone-Chef Samuel Waksal, der bereits wegen Insiderverdachts in Haft ist, ist ein guter Freund von Stewart. Die Star-Hausfrau gab sogar zu, am 27. Dezember bei Waksal angerufen zu haben, dabei will sie ihn allerdings nicht erreicht haben.

Nach Angaben der Lifestyle-Königin war der rechtzeitige Verkauf der Anteile auch nur ein glücklicher Zufall. Sie habe über die Merill-Lynch-Mitarbeiter Peter Bakanovic und Douglas Faneuil schon weit vor diesem Tag eine Stop-Loss-Order bei 60 Dollar gegeben, also den Auftrag, die Aktien bei Unterschreiten dieses Kurses zu verkaufen.

Aber hier hört die Geschichte zum Leidwesen der Vorzeige-Untenehmerin noch nicht auf. Merrill Lynch hat nämlich Bacanovic und Faneuil mittlerweile gefeuert und beide haben in internen Befragungen der Version von Stewart widersprochen. Faneuil will von der Order nichts gewusst haben, Bacanovic will die Order im Dezember bekommen haben, während Stewart sie schon im November gegeben haben will, berichtet das "Wall Street Journal". Innerhalb der Investmentbank und an der Börse wird nun daran gezweifelt, ob die fragliche Stop-Loss-Order überhaupt existierte.  


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