Erstmal allgemein:
Derzeit bin ich noch überwiegend in Kohle und Kali investiert. Inflation und derzeitige Änderungen von Lieferketten scheinen mir Grundstoffe, Rohstoffe und Vorprodukte zu bevorteilen. Die Inflation wird zwar zurückgefahren, aber ein mögliches Anziehen der Wirtschaft versprechen eine gute Basis. Dagegen spricht zwar die Sonderkonjunktur durch Sanktionen und eine mögliche schwere Rezession in der BRD / EU, Thungela ist jedoch nicht auf Abnehmer beschränkt. Daher bin ich hier optimistisch für die Firma und das Geschäftsmodell in den nächsten 5 Jahren. Die massiven Kurssteigerungen der letzten 2 Jahre erwarte ich jedoch nicht mehr, sondern gehe eher von tendenziell wachsenden Risiken aus.
Die langfristige Perspektive des Kohlepreises
Grundsätzlich ist Kohle überraschenderweise im Trend. Die Schwanken bei Kohle und Energierohstoffen sind enorm, das sollte jedem hier bewusst sein. Siehe z.B. www.bafa.de/DE/Energie/Rohstoffe/...landskohlepreis_node.html Der Preis stieg vom Jahr 1996 von etwa 40 €/t SKE stieg auf heute über 200 €/ t SKE heute und in gehandelt in den nächsten Jahren. Das ist mehr als die offizielle Inflation mit Verdoppelung der Preise in 20-30 Jahren. Gut ist auch, dass andere fossile Energieträger wie beispielsweise Erdgas mit höherem Aufwand als LPG handelbar und stärker auf einzelne Förderregionen konzentriert sind. Auch ist für mich persönlich entscheidend wie klimaschädlich beispielsweise die Erdgasförderung mit überwiegendem Methananteil ist. Durch Entweichen, Undichtigkeiten usw. gelangt ein mir unbekannter Prozentsatz in die Atmosphäre. Gemäß de.wikipedia.org/wiki/Treibhauspotential ist das Globale Wärme Potential (GWP) von Methan in einem 20 Jahre Zeitraum das 84fache (in einem Wort: Vierundachtzigfache !) von dem des CO2. Erschreckend, dass dann selbst bei 1 % Methanaustritt/-verlust Erdgas schädlicher fürs Klima sein könnte als Kohle. Wobei teilweise Steinkohle auch Methan frei setzt und Kohlenstoff der Kohle nicht gleich Masse Kohlendioxid ist. Vergleiche, insbesondere allgemein zwischen Energieträgern, sind schwierig. Aber in einer Demokratie wie der Bundesrepublik und in einem Wissensland wie Deutschland, erwarte ich eine sachlich konstruktivere Debatte um die beste Brückentechnologie hin zu angestrebter Klimaneutralität. Möglicherweise ist der Ausstieg hierzulande aus der Kohle klimaschädlicher, als das Festhalten am Erdgas, dazu noch gefrackt. Es muss eine riesige Infrastruktur hochgezogen werden, einschließlich der Kraftwerke. Und hier hat die hierzulande "verschmähte" Kohle durchaus Potential für längere Zeiträume, bei entsprechendem glaubwürdiger kritischer Nachweisführung auf ökologischem Gebiet. Hier vermisse ich Sachverstand, der die Auswirkungen der anderen Energieträger mitberücksichtigt. Aber möglicherweise hat das rein praktische Gründe, dass ein Klimamodell mit Methan deutlich aufwendiger zu simulieren ist. Bzw. die zugrunde liegenden verschiedenen Szenarien erstmal entwickelt und wissenschaftlich fundiert werden müssen? Und niemand bezahlt solche übergeordneten Studien... Ich vermute sogar den Aufwand erkennt nicht jeder. Trotz Rekordanstieg beim Methan in der Atmosphäre (www.sueddeutsche.de/politik/...om-20090101-221026-99-274193).
Bei Dividendenausschüttungen, die nach ca. 2 Jahren den Aktienkurs erwirtschaften bleibe ich vorerst drin. Ich bin jedoch insgesamt vorsichtiger und würde meine Investition in Kohle in absehbarer Zeit wieder reduzieren. Glencore gibt auch ein riesiges Projekt auf. Auch werden vsl. planmässig massiv Kohlebergwerke von Glencore abgestoßen / geschlossen. Das bei den derzeitigen Renditen. Und dumm sind die dort bestimmt nicht, wohl aber risikobewusst. www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/...auf/28857766.html
Ich denke schon an Lithium. Die Förderung könnte auch hierzulande anlaufen (z.B. geotechnologisch über Thermalwässer).