Arivanern. Es war schön im Board. Schade, daß es so enden muß:
Pfeil: Entscheidung über Gigabell...(zwei
Laut Pfeil wird das Insolvenzverfahren nicht zurückgenommen. Sollte
Saunalahti die David-Anteile mit entsprechenden Auflagen übernehmen, werde
am 30. Oktober ein sogenanntes Planverfahren eingeleitet. Anfang Dezember
werde dann eine Gläubigerversammlung über die Annahme der
Entschuldungsquote entscheiden. Die gesamten Verbindlichkeiten von Gigabell
bezifferte Pfeil auf etwa 50 Mio DEM, davon allein zehn Mio DEM bei der
Deutschen Telekom AG. Zudem müsse man mit Schadenersatzforderungen von
rund zehn Mio DEM rechnen. Zu den im ersten Halbjahr 2000 aufgelaufenen
Schulden von rund 25 Mio DEM seien im dritten Quartal weitere sechs Mio bis
acht Mio DEM hinzugekommen.
Nach Pfeils Einschätzung müsste Saunalahti die Gläubiger mit zehn Mio bis 15
Mio DEM bedienen sowie einen Betriebsmittelkredit bereitstellen, mit dem die
laufenden Kosten gedeckt würden. Dann würden Gigabell die restlichen 35 Mio
bis 40 Mio DEM Schulden erlassen werden. Bei diesem Szenario wäre der
Multiservice-Provider bereits im ersten Quartal 2001 entschuldet und könnte
seinen regulären Betrieb wieder aufnehmen. Zudem wäre der Aktienhandel
weiterhin möglich. Der vorläufige Insolvenzverwalter stellte klar, dass die Finnen
die einzige und letzte Chance von Gigabell seien, da es keine weiteren
ernstzunehmenden Interessenten gebe.
Ziehe sich Saunalahti zurück, gingen alle Gläubiger leer aus und es werde
keine Aktien und keine Mitarbeiter mehr von Gigabell geben. Eine
Eigensanierung des aus seiner Sicht eigentlich "seriösen und erhaltenswerten"
Unternehmens sei nicht möglich. Die Zahl der Mitarbeiter bezifferte Pfeil auf
rund 200, wovon allerdings "eine gehörige Anzahl" freie Mitarbeiter sei. Die
rund 130.000 Gigabell-Kunden würden derzeit noch voll bedient, versicherte
Pfeil.
Weiter hieß es, dass die Staatsanwaltschaft gegen den zurückgetretenen Daniel
David alias Rudolf Zawrel wegen Insidervergehen sowie wegen
Insolvenzverschleppung ermittelt. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen
wegen Insiderhandels seien drei Mio DEM sowie eine nicht genannte Anzahl
von Aktien beschlagnahmt worden. Letztere würden jedoch bei einer
Übernahme durch Saunalahti freigegeben. Pfeil berichtete auch darüber, dass
nach Davids Rücktritt bei Gigabell im großen Umfang Unterlagen kopiert und
vernichtet wurden. +++ Eddy Holetic
vwd/16.10.2000/eh/zwi
Pfeil: Entscheidung über Gigabell...(zwei
Laut Pfeil wird das Insolvenzverfahren nicht zurückgenommen. Sollte
Saunalahti die David-Anteile mit entsprechenden Auflagen übernehmen, werde
am 30. Oktober ein sogenanntes Planverfahren eingeleitet. Anfang Dezember
werde dann eine Gläubigerversammlung über die Annahme der
Entschuldungsquote entscheiden. Die gesamten Verbindlichkeiten von Gigabell
bezifferte Pfeil auf etwa 50 Mio DEM, davon allein zehn Mio DEM bei der
Deutschen Telekom AG. Zudem müsse man mit Schadenersatzforderungen von
rund zehn Mio DEM rechnen. Zu den im ersten Halbjahr 2000 aufgelaufenen
Schulden von rund 25 Mio DEM seien im dritten Quartal weitere sechs Mio bis
acht Mio DEM hinzugekommen.
Nach Pfeils Einschätzung müsste Saunalahti die Gläubiger mit zehn Mio bis 15
Mio DEM bedienen sowie einen Betriebsmittelkredit bereitstellen, mit dem die
laufenden Kosten gedeckt würden. Dann würden Gigabell die restlichen 35 Mio
bis 40 Mio DEM Schulden erlassen werden. Bei diesem Szenario wäre der
Multiservice-Provider bereits im ersten Quartal 2001 entschuldet und könnte
seinen regulären Betrieb wieder aufnehmen. Zudem wäre der Aktienhandel
weiterhin möglich. Der vorläufige Insolvenzverwalter stellte klar, dass die Finnen
die einzige und letzte Chance von Gigabell seien, da es keine weiteren
ernstzunehmenden Interessenten gebe.
Ziehe sich Saunalahti zurück, gingen alle Gläubiger leer aus und es werde
keine Aktien und keine Mitarbeiter mehr von Gigabell geben. Eine
Eigensanierung des aus seiner Sicht eigentlich "seriösen und erhaltenswerten"
Unternehmens sei nicht möglich. Die Zahl der Mitarbeiter bezifferte Pfeil auf
rund 200, wovon allerdings "eine gehörige Anzahl" freie Mitarbeiter sei. Die
rund 130.000 Gigabell-Kunden würden derzeit noch voll bedient, versicherte
Pfeil.
Weiter hieß es, dass die Staatsanwaltschaft gegen den zurückgetretenen Daniel
David alias Rudolf Zawrel wegen Insidervergehen sowie wegen
Insolvenzverschleppung ermittelt. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen
wegen Insiderhandels seien drei Mio DEM sowie eine nicht genannte Anzahl
von Aktien beschlagnahmt worden. Letztere würden jedoch bei einer
Übernahme durch Saunalahti freigegeben. Pfeil berichtete auch darüber, dass
nach Davids Rücktritt bei Gigabell im großen Umfang Unterlagen kopiert und
vernichtet wurden. +++ Eddy Holetic
vwd/16.10.2000/eh/zwi