Geldanlage-Report-Kolumne: Heidelberger Druck: Wie geht es weiter?Seit Jahresanfang hat der DAX ziemlich genau 25 Prozent an Wert verloren. Dabei sieht es konjunkturell bei weitem nicht so düster aus, wie es scheint. Heidelberger Druck als Weltmarktführer kaufenswert Einerseits befiehlt eine Börsenweisheit "Kaufen, wenn die Kanonen donnern", andererseits heißt es: "Greifen Sie nicht ins fallende Messer". Was gilt nun momentan? Beides! Einerseits sollten Sie tatsächlich abwarten, bis der freie Fall an den Märkten gestoppt ist und eine Gegenreaktion einsetzt. Diesen Befreiungsschlag gab es gestern am US-Markt. Vor allem die schwer gebeutelten Finanzwerte legten teilweise prozentual zweistellig zu. Die Tiefs könnten hinter uns liegen! Aber bitte investieren Sie nur in Qualität, das heißt in Unternehmen, die auf ihrem Gebiet marktführend sind, eine solide Bilanz aufweisen und vor allem durch einen zyklischen (also primär nicht selbst verschuldeten) Branchenabschwung in operativen Schwierigkeiten stecken. Wenn Sie diese Aktien zu Ausverkaufskursen bekommen und nach dem Kauf unmittelbar mit einem Stopp im Rahmen von fünf bis zehn Prozent unter dem Einstiegskurs absichern, dann brauchen Sie keine Angst davor haben, ins fallende Messer zu greifen. Im Gegenteil: Dann winken hohe Gewinne! Werbeflaute trifft Drucker Ein Musterbeispiel ist Heideldruck. Das Unternehmen ist mit einem Weltmarktanteil von 40 Prozent klarer Marktführer bei Druckmaschinen. Die aktuelle Werbeflaute trifft auch die Druckbranche, weil entsprechend weniger Werbematerialien gedruckt werden. Analysten kritisieren, dass die angekündigten Einsparmaßnahmen nicht weit genug gingen und stuften die Aktie daher zuletzt gnadenlos ab. Dabei arbeiten die Nordbadener auch jetzt noch profitabel. 2009 soll der Gewinn wieder auf 1,17 Euro je Aktie steigen. Das KGV liegt damit unter zehn, das Kurs-Umsatz-Verhältnis sogar nur bei spottbilligen 0,25 Euro. Insider kauften zuletzt zu. Das Management um Vorstand Bernhard Schreier gilt als solide und vorsichtig wirtschaftend. Die nur alle vier Jahre stattfindende Branchenmesse drupa sei gut verlaufen, so Schreier. Zukäufe sind ebenfalls möglich. Mein Fazit: Wer mittel- und langfristig orientiert ist, sollte bei einem Kauf zum Schnäppchenpreis von unter 12 Euro noch viel Freude mit der Heideldruck-Aktie haben. Armin Brack ist Chefredakteur des Geldanlage-Reports. Gratis anmelden unter: www.geldanlage-report.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.