Dresdner Chipmasken-Hersteller leidet unter Qimonda-Pleite
Das Dresdner Chipmasken-Forschungszentrum Advanced Mask Technology Center (AMTC) entlässt als Folge der Qimonda-Insolvenz fast 40 Prozent seiner Mitarbeiter. Nach einem Bericht der Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) informierten Geschäftsleitung und Eigentümer auf einer Belegschaftsversammlung darüber, dass 50 von derzeit 130 Mitarbeitern gehen müssen – die meisten Ende September. Der deutsche Sprecher des AMTC-Anteilseigners AMD, Jan Gütter, bestätigte das der Zeitung. "In der Vergangenheit war Qimonda nicht nur ein Anteilseigner, sondern auch ein großer Auftragsgeber für das AMTC." Dieses Auftragsvolumen sei mit der Insolvenz von Qimonda weggebrochen. "Unter diesen Umständen ist das Zentrum in der bisherigen Mannschaftsstärke nicht mehr operabel. Die jetzigen Eigentümer Toppan und AMD wollen das Maskenzentrum aber auf jeden Fall weiter erhalten, da es für uns, aber auch für die Globalfoundries sehr wichtig ist, um Chipmasken auf dem neuesten Stand verfügbar zu haben", erklärte Gütter.
Nach Angaben der DNN gab es bereits in den vergangenen Monaten einen schleichenden Personalabbau im AMTC, das vor der weltweiten Chipkrise noch 153 Mitarbeiter hatte. Die US-amerikanische Prozessorfirma AMD, der deutsche Chip-Hersteller Infineon und der US-Chemiekonzern DuPont hatten das AMTC 2002 als gemeinsames Entwicklungszentrum für moderne Chipbelichtungs-Masken gegründet, nebenan baute DuPont eine separate Maskenfabrik. Den DuPont-Anteil übernahm später die japanische Toppan Printing, den Infineon-Part Qimonda. Nachdem Qimonda im Januar Antrag auf Insolvenz stellte, teilten sich AMD und Toppan die Anteile. (dpa) / (cm/c't)
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Verschlankung geht weiter?!