Seit Wochen ringen Politik und Unternehmen um die Rettung von Qimonda. In der vergangenen Woche hatte das Land Sachsen verkündet, 150 Millionen Euro für die Rettung aufzubringen und von Infineon dieselbe Summe gefordert. Einer der wichtigsten Standorte des Unternehmens ist Dresden. Infineon hatte damals aber erklärt, zu einem Kredit in dieser Höhe nicht in der Lage zu sein.
Infineon hatte seine Speicherchip-Sparte vor rund zwei Jahren unter dem Namen Qimonda abgespalten. Derzeit hält Infineon noch einen Dreiviertel-Anteil an der Tochter. Das Qimonda-Geschäft beschert Infineon allerdings vor allem wegen der niedrigen Preise für Computerchips auf dem Weltmarkt schwere Verluste; zuletzt lagen die Verluste der Firma über dem Umsatz.
Das Überleben der schwer angeschlagenen Infineon-Tochter Qimonda ist vorerst gesichert. Der Speicherchip-Hersteller erhält einen Kredit über 325 Millionen Euro, wie aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen verlautete. 150 Millionen Euro davon trägt das Land Sachsen, 75 Millionen Euro Infineon und 100 Millionen Euro eine portugiesische Bank. Damit sei das Überleben der Firma gesichert, hieß es.