Harpen AG auf steilem Wachstumspfad


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Harpen AG auf steilem Wachstumspfad

 
09.02.02 22:39
Die zu RWE gehörende Harpen AG ist weiterhin auf strammem Wachstumskurs und dürfte nach Informationen dieser Zeitung für 2001 die Dividende erhöhen
Dortmund th. - Ein Jahr zuvor hatte sie 72 Cent betragen, die allerdings aus den Reserven stammte. Der Aufschwung war schon im ersten Halbjahr 2001 nachhaltig, als der Umsatz um 15,5 Prozent auf 137 Millionen Euro kletterte und Harpen auf einen Gewinn nach Steuern von 34,4 Millionen Euro kam.

Treibende Kraft des Aufschwungs unter den Vorstandsspitzen Robert Schmidt und Bernd Widera ist Aufsichtsratschef und RWE-Vorstand Richard Klein, der die Firma als Experimentierfeld im trägen RWE-Konzern nutzt. Er will die Firma völlig neu ausrichten und auf höhere Profite trimmen. Dazu machte Klein das einstige Zechenunternehmen im vergangenen Frühjahr zunächst zum RWE-Kerngeschäft. Harpen soll die regenerative Energieerzeugung und die Nahwärmeversorgung ausbauen sowie seine Immobilien weiter pflegen. Die Waschstraßen und der Bereich Verkehr wurden verkauft.

Im RWE-Konzern werden Wasserkraftwerke, Öko-Strom-Anlagen Harpen zugeschlagen. Und in Berlin übernehmen die Dortmunder in den nächsten Tagen eine weitere Nahwärmeversorgung von der Bewag, wie WamS erfuhr. Zudem ist Harpen in Europa auf Einkaufstour und erwirbt oder baut hochprofitable Wasser- und Windkraftanlagen.

Vor diesem Hintergrund wird der jüngste Aktien-Deal plausibel: Zum Jahreswechsel stockte RWE sein 71,8-Prozent-Paket an Harpen um weitere 23,5 Prozent auf und kam damit über 95 Prozent. Gleichzeitig gaben die Essener rund 130.000 Aktien in den Markt, sodass sie nun "unter 95 Prozent" halten.

Hielte RWE mehr als 95 Prozent, könnten die Essener die Minderheitsaktionäre nach dem neuen Aktienrecht rausdrücken - was Klein aber nicht will. Im Gegenteil: Honoriert die Börse unter den kritischen Augen freier Aktionäre die Anstrengungen des Managements, könnte das Harpen-Papier als attraktive Akquisitionswährung dienen. Zumindest aber wären Kapitalerhöhungen leichter zu erreichen. Zuletzt notierte die Aktie, die im September bei knapp 14 Euro gelegen hatte, stabil bei über 18 Euro.
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