Sonst könnte man ja jeden Tausche so türken, indem man die Stillhalter nach und nach befriedigt und so den Prozentsatz hochtreibt.
Wie gesagt, zur Not helfen da die Hedgefunds mit ihren hochbezahlten Anwälten. Die Kleinanleger müssen sich da nur einer Sammelklage anschließen und warten.
Hier übrigens mal der Smart-Investor, der recht gut vernetzt ist und daher keinen Unsinn schwafelt.
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Bezüglich der Griechenlandanleihen wird es nun spannend. Bis kommenden Freitag sollen die institutionellen Investoren einem „freiwilligen Haircut“ zustimmen, wobei eine Zustimmungsquote von über 95% angestrebt wird. Hierzu ist folgendes zu sagen: Nach unseren Recherchen wird diese Zustimmungsquote bei weitem nicht erreicht werden. Maximal 90% werden zu erzielen sein, wahrscheinlich sogar noch deutlich weniger. Ist dann das Projekt „freiwilliger Schuldenschnitt“ gestorben? Unsere Antwort: Nein, denn man wird auch bei einer deutlich niedrigeren Zustimmungsquote das Vorhaben durchziehen, um überhaupt einen Fortschritt in der Sache zu erzielen – die 95%-Regel ist schließlich nicht vertraglich bindend.
Die nicht freiwillig zustimmenden Anleger (also z.B. wir mit unserem Musterdepot) sollen angeblich mit irgendwelchen gesetzlich noch zu verabschiedenden Klauseln (CAC oder ähnliches) dann zu einem Forderungsverzicht gezwungen werden. Ist das möglich? Ja, natürlich könnte der griechische Staat nachträglich solche Gesetze erlassen und die Anleihenbesitzer dann quasi zwanghaft „enteignen“. Unter der Maßgabe aber, dass man einen Default bzw. ein Kreditereignis unter ALLEN Umständen vermeiden möchte (wer das noch nicht verstanden hat, möge diesen Sachverhalt bitte in unserer Novemberausgabe 11/2011 nachlesen), halten wir aber die Anwendung eines solchen gesetzlichen Mittels für nicht zielführend. Oder einfacher ausgedrückt: Jede Art von Zwang führt zu einem Default, welcher jedoch nicht gewünscht wird. Folglich darf niemand zu etwas gezwungen werden.
Die Mainstreampresse beschreibt zwar den Sachverhalt meist anders, redet offensichtlich aber nur um den heißen Brei herum. Wir haben bisher nirgendwo eine schlüssige Erklärung dafür gefunden, warum wir mit unserem Denkansatz falsch liegen sollten. Bitte lesen Sie all dies nochmals in der aktuellen Ausgabe 2/2012 auf S. 68 nach.
Wir behalten demnach unsere Position in Griechenlandanleihen weiter.
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