Natürlich hat ein amerikanischer Start Up Finanzierer nicht so viel mit europäischen Banken und erst recht nichts mit den drei aus diesem Thread zu tun.
Aber ich gebe mal folgendes zu bedenken:
A)§
Das Hochlaufen griechischer Werte ist schon im euphorischen Bereich, ich denke sogar, dass in diesem Jahr nicht nur das Vorcoronaniveau im Tourismus erreicht sondern schon übertroffen wird.
Die Aegean air ihr hohes Kursziel bereits jetzt übertroffen. Aber das passt nicht zum operativen Geschäft und auch nicht zum Zinsniveau.
B)
Es gibt in Amerika mind. 5 – 6 mittelgroße Banken, deren unrealisierte Verluste über 30% des Equities betragen. Man muss bedenken, dass Banken ja nicht nur Aktien besitzen die drastisch an Wert abgebeben haben, sie haben ja auch noch alte Bonds im Gepäck, die aufgrund der niedrigen Zinsen heute Kursabschläge im zweistelligen Bereich haben. Bei ihren Immoassets lauern auch Korrekturfaktoren um 15 -30%.
D. h. ohne irgendwelche swaps sind die risikoärmeren Assets bereits voll im Sturm.
Solange keiner ans Geld muss, ist alles einigermaßen handelbar.
Ich will hier weder Ängste noch Hypochondrie bedienen - ich muss aber in den letzten Tagen immer wieder vermehrt daran denken, wie die Kunden 2008 -2009 ihre Gelder abgezogen haben.
Ich musste mich damals, obwohl bereits nichjt mehr für Neugeschäft verantwortlich war als Anlageberater damit beruflich auseinandersetzen, wie Kunden ihre Gelder aus offenen Immobilien- und gemischten Fonds abrufen wollten, obwohl sie in jedem regelmäßigen Beratungsprotokoll angegeben, dass sie das Geld erst mal nicht brauchen werden und auch, wenn mans im Nachgang betrachtet, nach Abruf der Kohle nicht gebraucht haben.
Dabei ist z. B. der Axa Immoselect in die Knie gegangen, obwohl der wirklich rentabel und stabil war. So was wäre zuvor gar nicht vorstellbar gewesen.
In bestimmten Risikoklassen musste man solche Fonds wählen oder anbieten, weil es sonst ein Beratungsfehler gewesen wäre.
Solche Allokationen und Risikoklasseneinteilungen hatten noch ein Jahr vorher ihre Gültigkeit (gerichtsstabil) und wurde dann durch Fehlverhalten bis hin zu amokartiger Beratungsresistenz der Kleinanleger gegen die Wand gefahren.
Das muss hier alles nicht sein, aber das, was da im Augenblick durch die Medien gehauen wird, ist auch nicht ganz richtig weil unvollständig.
Es fehlt der tiefere Blick und die detaillierte Betrachtung auf mögliche Spannungsfelder.
Und eben das erinnert mich an damals. Ich bin froh, dass ich nicht mehr für diese Abteilungen verantwortlich bin, das wäre mir jetzt zu stressig.