Die Anzahl von 400 Familien hatte mich überascht und ich habe mir die Sat-Aufnahmen nochmals angesehen. Anhand einer Panoramaaufnahme des Research-Berichtes konnte ich den Standpunkt ziemlich genau lokalisieren (37L, 243382mE, 9035717mN, geschätzte +/- 500 m, beste Aufnahme via Apple Satellite, Terrain via MotionX). Im östliche Umkreis sind doch einige Häuser und Ackeranbaugebiete zu erkennen und es ist zu erahnen, dass dort mehr oder minder verstreut die 400 Familien leben.
Wenn ich das richtig verstehe, ist das RAP im vollen Gange und basiert auf der Erkenntnis, dass die Familien dort aktuell "no legal status for the land they occupy" haben. Angesichts dessen sollte es doch machbar sein, Alternativgebiete ausfindig zu machen und gleichzeitig die hohen Anforderungen der KFW zu erfüllen. Schließlich passiert so etwas auch in Deutschland (Kiesungs-, Braunkohlegebiete, ...). Ob das pro Familien mit 25 t$ zu beziffern ist (ich nehme mal an, die Zahl war geschätzt), so glaube ich im Schnitt deutlich weniger. Die überwiegenden Häuser sehen nicht nach Stahl-/Stein-Bauten aus und die Ackerländer sind auch überschaubar groß.
Immerhin besteht nun ein nennbares Ziel: Bis Ende 2016 wird ein "framework agreement on the RAP" verhandelt sein und das ist dann die letzte Hürde für die Finanzierung. Bis dahin lege ich wieder beruhigt hin und blättere im sehr fundierten Researchbericht.
Noch ein Wort zur Einflussnahme bestimmter Nationen: So lange keine belegbaren Gründe hierfür absehbar sind, lege ich solche Nachrichten in die Schublade der Irreführung oder Verschwörungstheorien. Das hat hier nichts verloren. [Im Übrigen sind im Researchbericht ein paar Personen zu erkennen. Der von Herrn Oettinger titulierte Menschenschlag ist hier nicht zu erkennen]
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